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	<title>Bernhard Jodeleit Blog &#187; Public Relations</title>
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		<title>&#8220;Social Media erh&#246;ht die Taktfrequenz der PR&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 16:40:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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Heute ist ein Interview zu &#8220;Social Media Relations&#8221; im Intranet von fischerAppelt erschienen. Danke an Iva Busic aus unserer Redaktion f&#252;r das nette Gespr&#228;ch.
Social Media und Social Networks ver&#228;ndern die PR. In seinem Erstlingswerk „Social Media Relations“ beschreibt Bernhard Jodeleit, Standortleiter Stuttgart und SMSL-Autor, die neuen Herausforderungen f&#252;r PR-Profis. Au&#223;erdem gibt er praktische Tipps f&#252;r [...]]]></description>
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<p>Heute ist ein Interview zu &#8220;Social Media Relations&#8221; im Intranet von fischerAppelt erschienen. Danke an Iva Busic aus unserer Redaktion f&#252;r das nette Gespr&#228;ch.</p>
<p>Social Media und Social Networks ver&#228;ndern die PR. In seinem Erstlingswerk „Social Media Relations“ beschreibt Bernhard Jodeleit, Standortleiter Stuttgart und SMSL-Autor, die neuen Herausforderungen f&#252;r PR-Profis. Au&#223;erdem gibt er praktische Tipps f&#252;r die Kommunikation im Web 2.0. Heute erscheint das Buch. Die Transit-Redaktion sprach anl&#228;sslich der Ver&#246;ffentlichung mit dem Autor und verlost au&#223;erdem f&#252;nf Exemplare.</p>
<p><em>Iva: Bernhard, schon vor Wochen hat dein Buch bei Amazon Platz 1 bei den PR-Fachb&#252;chern belegt und viele Diskussionen im Internet angeregt. Hast du mit diesem Erfolg gerechnet?<br />
</em></p>
<p>Bernhard: Der Erfolg muss sich erst noch einstellen. Doch das gro&#223;e Interesse an meinem Buch bei Facebook und die vielen Vorbestellungen deuten darauf hin, dass es mit Spannung erwartet wird. Das Thema Social Media ist in der Breite angekommen. Das habe ich als Referent bemerkt: W&#228;hrend sich noch vor einem Jahr &#252;berwiegend IT- und Marketing-Spezialisten sowie Agenturen f&#252;r das Thema interessierten, besuchen heute Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen meine Seminare zu Social Media.</p>
<p><em>Wie kam es zu diesem Buchprojekt?</em></p>
<p>In den vergangenen zwei Jahren habe ich mehrere Unternehmen auf dem Weg ins Social Web begleitet und in Fragen rund um Social Media und Social Networking beraten. Vor meinem Wechsel zu fischerAppelt kam mir Anfang des Jahres spontan die Idee, meine Erfahrungen aufzuschreiben. Es war an der Zeit, angesammeltes Wissen weiterzugeben und zur Diskussion zu stellen. Au&#223;erdem wusste ich, dass ich bei fischerAppelt am Aufbau von Social Media als neues Gesch&#228;ftsfeld mitwirken w&#252;rde.</p>
<p><em>Mit welchen Kommunikationskan&#228;len des Web 2.0 hast du die Werbetrommel f&#252;r dein Buch ger&#252;hrt?</em></p>
<p>Zentrales Instrument bei der Vermarktung war eine extra f&#252;r das Buch eingerichtete Facebook-Seite. Da ich im Web 2.0 gut vernetzt bin, habe ich 100 Leute aus meinem Facebook-Freundeskreis eingeladen, mein Buchprojekt im Netz zu unterst&#252;tzen. Dank dieser Multiplikatoren wuchs die Zahl der Facebook-Abonnenten auf knapp 800. Zus&#228;tzlich gab es einen Twitter-Account. Wichtiges Instrument waren auch die Vorabver&#246;ffentlichungen in Facebook und in meinem Blog, die f&#252;r eine rege Diskussion gesorgt haben.</p>
<p><em>Du schreibst in deinem Blog: „Social Media Relations soll ein Buch werden, das, w&#228;hrend es entsteht, zuh&#246;rt.“ Wie ist das gemeint?</em></p>
<p>Mehrere Wochen vor dem Erscheinungstermin habe ich vorab Textausz&#252;ge, Gedanken, Thesen aus dem Buch ver&#246;ffentlicht und meine Twitter-Follower, Facebook-Freunde und Blogleser gebeten, mir Feedback zu geben. Ich habe Anregungen, die in den vergangenen Wochen eingegangen sind, im laufenden Schreibprozess ber&#252;cksichtigt.</p>
<p><em>Wie hat das deine Fangemeinde aufgenommen?</em></p>
<p>Die Idee kam sehr gut an. Die Fans haben mein Buchprojekt in der Regel positiv-kritisch begleitet. Mir war es wichtig, in den Dialog mit Social-Media-Experten und -Interessierten zu treten und mich mit ihnen auszutauschen.</p>
<p><em>Was kann Social Media bieten, was die klassische PR nicht kann? </em></p>
<p>Mit Social Media Relations ist die Themenplanung adaptiver. Das hei&#223;t, dass ich aktuelle Trends besser erkennen und in die Themenplanung einflie&#223;en lassen kann. PR-Schaffende sind au&#223;erdem n&#228;her an ihren Zielgruppen dran. Social Media bietet ihnen die M&#246;glichkeit, mehr auf den R&#252;ckkanal zu h&#246;ren und zu erkennen, was der Kunde will. Last but not least erh&#246;ht sich mit den neuen Kommunikationskan&#228;len die Taktfrequenz der PR. W&#228;hrend ich fr&#252;her von Pressemitteilung zu Pressemitteilung gedacht habe, kann ich heute jeden Tag Mikrobotschaften aussenden, die unterhalb der Schwelle einer Pressemitteilung liegen.</p>
<p><em>Welche Risiken bergen die neuen M&#246;glichkeiten der Kommunikation &#252;ber Web 2.0?</em></p>
<p>Es gibt viele Gefahren, die vom Web 2.0 ausgehen k&#246;nnen. Ein gro&#223;es Risiko sind zum Beispiel verdeckte PR-Aktivit&#228;ten. Es gibt Agenturen, die f&#252;r Unternehmen Kundenrezensionen im Netz f&#228;lschen, indem sie sie selbst unter falscher Identit&#228;t ver&#246;ffentlichen. Das ist nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch sch&#228;digend f&#252;r den gesamten Berufsstand der Public Relations. Wird so eine F&#228;lschung entdeckt, ist auch das Image des Kunden dahin.</p>
<div class="facebook_like_button"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fblog.jodeleit.de%2Fsocial-media-erhoeht-die-taktfrequenz-der-pr%2F&amp;layout=standard&amp;show-faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;font=arial&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="padding: 0px 0px; border:none; overflow:hidden; width:450px; height:70px;"></iframe></div><p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=%E2%80%9CSocial+Media+erh%C3%B6ht+die+Taktfrequenz+der+PR%E2%80%9D+http://bit.ly/bKtFsy" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://blog.jodeleit.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Tt-twitter in "  /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=%E2%80%9CSocial+Media+erh%C3%B6ht+die+Taktfrequenz+der+PR%E2%80%9D+http://bit.ly/bKtFsy" title="Post to Twitter">Tweet This Post</a></p>
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		<title>Von SoMe-Kulturen und #ffv8-Konferenzen</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 19:24:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Hype]]></category>
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Eigentlich sollte es nur ein Facebook-Kommentar werden. Aber dann dachte ich mir: Moment mal, das hat eine gewisse Signifikanz.
Kollege Mirko Lange ist wohl auf irgendeiner Konferenz, Hashtag #ffv8, f&#252;r die ich keine Zeit habe. Das ist prinzipiell mal kein Problem. Oder wenn: dann meins. &#220;berhaupt bin ich aktuell viel zu selten bei Twitter unterwegs, und [...]]]></description>
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<div id="attachment_1105" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2010/06/social_media_kultur.jpg"><img class="size-medium wp-image-1105" src="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2010/06/social_media_kultur-300x134.jpg" alt="Social Media Kultur-300x134 in " width="300" height="134" /></a><p class="wp-caption-text">Unfinished Comment</p></div>
<p>Eigentlich sollte es nur ein Facebook-Kommentar werden. Aber dann dachte ich mir: Moment mal, das hat eine gewisse Signifikanz.</p>
<p>Kollege Mirko Lange ist wohl auf irgendeiner Konferenz, Hashtag #ffv8, f&#252;r die ich keine Zeit habe. Das ist prinzipiell mal kein Problem. Oder wenn: dann meins. &#220;berhaupt bin ich aktuell viel zu selten bei Twitter unterwegs, und ich vernachl&#228;ssige auch meine Web-2.0-Kontakte. Vielleicht nehme ich genau deshalb die Perspektive eines Au&#223;enstehenden ein, wenn er schreibt/zitiert:</p>
<p>&#8220;Wenn ich die richtige Kultur habe, ist erfolgreiche SoMe eine zwingende Konsequenz. Wenn nicht, ist SoMe harte Arbeit #ffv8&#8243;</p>
<p>Thomas Pleil hat es geretweetet, und das wiederum habe ich in dessen Facebook-Feed gefunden. Und nur deshalb, denn gesucht nach solchen Inhalten habe ich nicht. Und mir, weil unfreiwillig gefunden, dann gedacht: Diese Social-Media-Thesen mag ich langsam nicht mehr h&#246;ren. Liebe Kollegen, egal ob Praktiker oder Kommunikationsprofessoren, die Ihr nicht mal mehr Zeit habt, Social Media auszuschreiben (&#8220;SoMe&#8221; oder gar &#8220;SM&#8221;): Wir sollten zur&#252;ck auf den Boden der Tatsachen kommen. Uns nicht so wichtig nehmen.</p>
<p>Ich mache im Moment die Erfahrung, dass &#8220;Social Media&#8221; &#8211; gemeint ist eigentlich schlicht &#8220;das Internet&#8221; &#8211; die Kultur, die Gesellschaft, &#228;ndert. Das ist mehr als wir zu hoffen wagten. Denn das Web beeinflusst die &#214;ffentlichkeit. Das hat Folgen f&#252;r die &#214;ffentlichkeitsarbeit (!). Sie muss sich anpassen. Das hei&#223;t: Wir m&#252;ssen uns anpassen. Wir PRler.</p>
<p>Das ist mehr als wir zu hoffen wagten, aber auch weniger, als viele von uns &#8220;Social-Media-Experten&#8221; glauben. Denn die Reihenfolge lautet nicht &#8220;Social Media -&gt; PR -&gt; Gesellschaft&#8221;, sondern &#8220;Gesellschaft -&gt; Internet -&gt; Unternehmen -&gt; PR&#8221;.</p>
<p>Wir sollten bescheidener werden.</p>
<p>Der Grad an Sensibilisierung hat in den Unternehmen in den vergangenen Monaten enorm zugenommen. Das Internet ist in der Gesellschaft angekommen. Mehr &#252;brigens als Social Media in der PR-Branche angekommen sind.</p>
<p>Das war&#8217;s eigentlich schon. (Vielleicht h&#228;tte ein Facebook-Kommentar auch gereicht.)</p>
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		<title>Checkliste Social-Media-Kompetenzfelder</title>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 18:33:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Nachwuchs]]></category>
		<category><![CDATA[PR-Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Recruiting]]></category>

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Dieser Auszug aus dem Buch Social Media Relations (hier vorbestellbar!), das &#8211; mit etwas Gl&#252;ck &#8211; im Juni 2010 erscheint, kommt ohne gro&#223;e Vorrede aus. Eine Checkliste, die Sie beachten sollten, wenn Sie Nachwuchs in der Unternehmenskommunikation einstellen. Was sollten Pressesprecher und PR-Berater k&#252;nftig auf der Pfanne haben, was das Social Web betrifft?
Checkliste: Social-Media-Kompetenzfelder in [...]]]></description>
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<p>Dieser Auszug aus dem Buch <a href="http://www.lob.de/isbn/9783898646949" rel="nofollow" >Social Media Relations (hier vorbestellbar!)</a>, das &#8211; mit etwas Gl&#252;ck &#8211; im Juni 2010 erscheint, kommt ohne gro&#223;e Vorrede aus. Eine Checkliste, die Sie beachten sollten, wenn Sie Nachwuchs in der Unternehmenskommunikation einstellen. Was sollten Pressesprecher und PR-Berater k&#252;nftig auf der Pfanne haben, was das Social Web betrifft?</p>
<h3>Checkliste: Social-Media-Kompetenzfelder in der Unternehmenskommunikation</h3>
<ul>
<li> Kenntnis der wichtigsten Social Networks und Social-Media-Plattformen im Web und der dort geltenden Spielregeln</li>
<li>&#220;berblick &#252;ber die themenrelevanten Communities, die sich im Web mit den f&#252;r die eigene Organisation relevanten Themen befassen, dazu geh&#246;ren auch Foren oder Diskussionsgruppen</li>
<li>Praxis in der Kommunikation mit Bloggern, Twitter-Nutzern, Foren-Mitgliedern</li>
<li>belastbares pers&#246;nliches Netzwerk zu den relevanten Multiplikatoren in diesen Communities</li>
<li>Kenntnis der ungeschriebenen Gesetze, Tabus und Wirkungsmechanismen im Social Web</li>
<li>ein solides, Vertrauen erweckendes Google-Profil (Personenmarke)</li>
<li>&#220;berblick &#252;ber die Content-Management-Systeme und Tools f&#252;r Blogs, Twitter und Social-Media-Plattformen</li>
<li>Praxis im Content Management</li>
<li>Kenntnisse in der Bildbearbeitung</li>
<li>Bewegtbild-Affinit&#228;t</li>
<li>Grundkenntnisse in digitaler Fotografie</li>
<li>hervorragende PC-Kenntnisse</li>
<li>Networking-Kompetenz</li>
<li>Erfahrungen im Event-Management</li>
<li>Konzeptionspraxis</li>
<li>Textsicherheit</li>
<li>Grundkenntnisse im Bereich Krisen-PR</li>
<li>Grundkenntnisse in Urheber- und Pers&#246;nlichkeitsrecht</li>
<li>Grundkenntnisse in Marketing</li>
</ul>
<h3><a href="../wp-content/uploads/2010/05/phantasie.jpg" rel="nofollow" ><img src="../wp-content/uploads/2010/05/phantasie.jpg" alt="Phantasie in " width="131" height="200" /></a></h3>
<p>Hinzu kommen die Anforderungen, die sich aus der klassischen Public-Relations-T&#228;tigkeit ergeben.</p>
<p>Was fehlt? Was ist &#252;bertrieben? Was ist zu kleinkariert? Ich freue mich auf Kommentare!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Social-Media-Ziele definieren und Erfolge messen</title>
		<link>http://blog.jodeleit.de/fuer-social-media-ziele-definieren-und-den-erfolg-messen/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 17:11:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolgsmessung]]></category>
		<category><![CDATA[Monitoring]]></category>
		<category><![CDATA[ROI]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>

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		<description><![CDATA[

Nachdem Ihre kommunikativen St&#228;rken und Schw&#228;chen auf dem Tisch liegen kann das Ziel nicht lauten: „Alle St&#228;rken weiter ausbauen, alle Schw&#228;chen ausr&#228;umen.“ Gehen Sie selektiv vor. Gleichen Sie die gefundenen St&#228;rken und Schw&#228;chen mit den Chancen und Risiken ab, die sich aus den Hebeleffekten des offenen Dialogs im Social Web ergeben k&#246;nnen.

Der folgende Text ist [...]]]></description>
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<p>Nachdem Ihre kommunikativen St&#228;rken und Schw&#228;chen auf dem Tisch liegen kann das Ziel nicht lauten: „Alle St&#228;rken weiter ausbauen, alle Schw&#228;chen ausr&#228;umen.“ Gehen Sie selektiv vor. Gleichen Sie die gefundenen St&#228;rken und Schw&#228;chen mit den Chancen und Risiken ab, die sich aus den Hebeleffekten des offenen Dialogs im Social Web ergeben k&#246;nnen.</p>
<p><a href="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2010/05/ziele_latest.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-988" src="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2010/05/ziele_latest.jpg" alt="Ziele Latest in " width="470" height="175" /></a></p>
<p><em>Der folgende Text ist ein Vorab-Auszug aus dem Mitte 2010 erscheinenden Buch </em><a href="http://blog.jodeleit.de/social-media-relations"><em>Social Media Relations</em></a><em>.</em></p>
<p>L&#228;ngst nicht alle, aber einige dieser Chancen und Risiken haben Sie in den Kapiteln 2 und 3 kennengelernt. Die Risiken haben Sie soweit wie m&#246;glich minimiert: Sie haben sich inzwischen sicherlich dazu entschlossen, im Social Web stets transparent und nicht unter falscher Identit&#228;t aufzutreten, Sie sind im Begriff, verbindliche Richtlinien f&#252;r alle Mitarbeiter zu verabschieden, die einen fairen und die Vertraulichkeit wahrenden Umgang gew&#228;hrleisten werden. Zudem haben Sie hoffentlich den Vorsatz gefasst, zuerst zuzuh&#246;ren und zu analysieren, erst dann im Social Web aktiv zu werden. Bei den Chancen empfehle ich selektives und serielles Vorgehen. Womit m&#246;chten Sie anfangen?</p>
<h3>Mit Social Media Relations erreichbare Ziele</h3>
<ul>
<li>Der Marke ein Gesicht geben</li>
<li>Arbeitgebermarke st&#228;rken und leichter hervorragende Kandidaten finden</li>
<li>Kreatives Potenzial f&#252;r neue Produkte und Prozesse sch&#246;pfen</li>
<li>ganz konkrete Marketingziele besser erreichen</li>
<li>Ihre klassische Medienarbeit erg&#228;nzen</li>
<li>Agenda Setting betreiben – Themen voranbringen</li>
<li>Personal Branding f&#252;r Experten im Unternehmen betreiben</li>
<li>Ihre Mitarbeiter motivieren und die interne Kommunikation verbessern</li>
</ul>
<p>Die Liste hat keinen Anspruch auf Vollst&#228;ndigkeit. Mein Vorschlag ist, dass Sie die hier aufgef&#252;hrten Punkte mit Ihren gefundenen St&#228;rken und Schw&#228;chen abgleichen, falls notwendig weitere Ziele einbringen und dann priorisieren. Seien Sie sich der Tatsache bewusst, dass es Sie und alle Anderen im Unternehmen &#252;berfordern w&#252;rde, Social Media und Social Networking als eierlegende Wollmilchsau quer durch alle Prozesse und unternehmerischen Ziele einzuf&#252;hren. Erstellen Sie einen Zeitplan mit Blick auf die einzelnen Ziele und betroffenen Abteilungen und Personen. Ich glaube, dass ein Zeitraum von zwei Jahren ein realistischer Rahmen ist, wenn Sie das Social Web in all seinen Facetten f&#252;r Ihr Unternehmen nutzbar machen m&#246;chten.</p>
<p>H&#228;ufiger denn je wird inzwischen die Messbarkeit des Erfolgs nach der Investition von Zeit und Geld in Social-Media-Aktivit&#228;ten diskutiert. Es reicht daher in vielen Konstellationen nicht mehr aus, einfach Ziele zu verfolgen  und den Erfolg nicht zu dokumentieren. Wenn Sie intern argumentieren und belegen m&#252;ssen, warum Ihre Social-Media-Aktivit&#228;ten nicht nur Spa&#223;, sondern auch messbare Ergebnisse bringen, so werden Sie es insbesondere in der Anfangsphase schwer haben. Nach einiger Zeit &#228;ndert sich das: Ich habe in der Praxis erlebt, dass Vertragsabschl&#252;sse einzig und allein auf Basis vorhergehender Social-Media-Aktivit&#228;ten zustandekamen. Sind Sie erst einmal auf einem Level angekommen, auf dem Sie dies von Ihren Investment ins Web 2.0 behaupten k&#246;nnen, dann werden Ihnen zuvor kritische Stimmen letztlich Recht geben. Bis dahin ist es jedoch ein langer und steiniger Weg, auf dem sich immer wieder die Frage stellt, wie sich der Erfolg von Web-2.0-Engagement belegen l&#228;sst. Aus meiner Sicht gibt es eine ganze Reihe von Faktoren, deren Auswertung ohne gro&#223;en Aufwand Aufschluss &#252;ber den Erfolg geben kann.</p>
<h3>Indikatoren f&#252;r die Erfolgsmessung von Social-Media-Aktivit&#228;ten</h3>
<ul>
<li>Reichweite (Fans, Followers) Ihrer unterschiedlichen Pr&#228;senzen in Social Networks, am besten qualitativ bewertet. Wie viele relevante Follower und Fans erreichen Sie?</li>
<li>Abonnenten: Welcher Anteil Ihrer Website- und insbesondere Blog-Besucher abonniert Ihre RSS-Feeds oder Ihren Newsletter?</li>
<li>Dialogintensit&#228;t und -tonalit&#228;t auf Ihrer eigenen Website (Corporate Blog) und den Au&#223;enposten, die Sie auf externen Plattformen unterhalten. Wie viele n&#252;tzliche, bereichernde Kommentare werden hinterlassen? Wer diskutiert mit Ihnen? Wie viele Multiplikatoren erreichen Sie?</li>
<li>Unique Visitors auf der Website und insbesondere auf dem Corporate Blog</li>
<li>Suchmaschinentreffer zu bestimmten, f&#252;r Ihr Unternehmen relevanten Keywords, die Sie in Ihrem Corporate Blog behandelt haben</li>
<li>Conversion Rate – wer kontaktiert Sie oder informiert sich n&#228;her &#252;ber Ihre Produkte und Dienstleistungen?</li>
</ul>
<p><a href="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2010/05/swix.png"><img src="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2010/05/swix-300x250.png" alt="Swix-300x250 in " width="300" height="250" /></a>Die Liste l&#228;sst sich sicherlich noch erweitern. Ein aktuell in der Betaphase kostenlos nutzbares und sehr schickes Tool zur Dokumentation einiger dieser Kennziffern ist das webbasierte Scoreboard Swix. Wichtig: Diese und &#228;hnliche Indikatoren sind kein Selbstzweck. Sie kommen nicht umhin, Ihre eigenen Ziele zu definieren. M&#246;chte Ihr Unternehmen mehr Initiativbewerbungen von High Potentials erhalten? Geht es Ihnen darum, Ihre Medienarbeit zu unterst&#252;tzen und mit Hilfe von Social Media mehr Clippings zu erzielen? M&#246;chten Sie, dass Ihre Marke und Ihre Produkte h&#228;ufiger positiv im Social Web erw&#228;hnt werden? Vermutlich haben Ihnen Ihre Beobachtungen im Rahmen Ihres Monitoring (Kapitel 6) bereits einige Ziele auf dem Silbertablett serviert. Sie werden Dialoge gesehen haben, bei denen Sie mit Ihrem Unternehmen eine Rolle h&#228;tten spielen, erw&#228;hnt werden k&#246;nnen. Sie werden Chancen erkannt haben, die Ihr Unternehmen bislang regelm&#228;&#223;ig verpasst. Schreiben Sie all diese Dinge auf Ihre Liste erstrebenswerter Ziele.</p>
<p><em>Wie immer bin ich auf Ihre Meinung zu diesem Auszug aus dem im Juni 2010 erscheinenden Buch Social Media Relations gespannt. Fehlen wichtige Ziele? Welche weitere Indikatoren zur Erfolgsmessung sehen Sie? Ich freue mich auf Kommentare hier im Blog und auf der <a href="http://www.facebook.com/#!/pages/Social-Media-Relations/316359590661?ref=ts" rel="nofollow" >Facebook-Seite zum Buch</a>.</em></p>
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		<title>F&#252;nf knallharte PR-Tricks&#8230;</title>
		<link>http://blog.jodeleit.de/fuenf-knallharte-pr-tricks/</link>
		<comments>http://blog.jodeleit.de/fuenf-knallharte-pr-tricks/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 17:10:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[#dek21]]></category>
		<category><![CDATA[Sperrfristen]]></category>

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		<description><![CDATA[

&#8230;sogar mit Embargo!
Kollege Harald Ehren schreibt bei #dek21 &#252;ber die Angewohnheit von Public-Relations-Menschen, Journalisten Dinge &#8220;off the records&#8221; wissen zu lassen. Als reine Hintergrundinformation, nicht zitierf&#228;hig. Oder: zitierf&#228;hig &#8211; aber erst ab einem gewissen Datum. Ich musste bei der Lekt&#252;re dieser Zeilen schmunzeln, weil ich selbst so viele Jahre lang auf Journalistenseite mit diesem Mechanismus [...]]]></description>
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<p>&#8230;sogar mit Embargo!</p>
<p>Kollege Harald Ehren schreibt bei <a href="http://www.dek21.de" rel="nofollow" >#dek21</a> &#252;ber die Angewohnheit von Public-Relations-Menschen, Journalisten Dinge &#8220;off the records&#8221; wissen zu lassen. Als reine Hintergrundinformation, nicht zitierf&#228;hig. Oder: zitierf&#228;hig &#8211; aber erst ab einem gewissen Datum. Ich musste bei der Lekt&#252;re dieser Zeilen schmunzeln, weil ich selbst so viele Jahre lang auf Journalistenseite mit diesem Mechanismus zu tun hatte und dabei den merkw&#252;rdigsten Spielarten begegnet bin. Hier die f&#252;nf lustigsten &#8211; und wie sie bisher (manchmal) funktioniert haben:</p>
<div id="attachment_947" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2010/03/steine-latest.jpg"><img class="size-medium wp-image-947" src="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2010/03/steine-latest-300x107.jpg" alt="Steine-latest-300x107 in " width="300" height="107" /></a><p class="wp-caption-text">Achtung! Embargo! (Foto: Knipsermann, photocase)</p></div>
<h3>1. Die &#220;berrumpelungsmethode</h3>
<p>Sehr beliebt und wirkungsvoll, probieren Sie es mal aus. Erz&#228;hlen Sie einem Journalisten im Rahmen eines Hintergrundgespr&#228;ches, am besten w&#228;hrend der Nahrungsaufnahme, etwas, was Sie auf keinen Fall im entsprechenden Medium lesen m&#246;chten. Wichtig: Das Ganze muss ohne Vorwarnung kommen, blo&#223; nicht vorher herauszufinden versuchen, ob er&#8217;s schon wei&#223;. Also: Fix die unliebsame Hintergrundinformation platziert, etwa das erwartete Jahresdefizit. Oder dass der CEO bald abdankt. Dann schieben Sie im gleichen Atemzug nach: &#8220;Aber das jetzt unter uns und off the records. Ich verlass&#8217; mich auf Sie.&#8221; Ergebnis: Der Journalist vertraut Ihnen, ist Ihnen dankbar &#8211; und schreibt nichts &#252;ber den genannten Fakt.</p>
<h3>2. Die Mitleidsmasche</h3>
<p>Ebenfalls eine sehr effektive Methode, um Journalisten zur Einhaltung Ihrer Sperrfrist zu motivieren. Lassen Sie keine Gelegenheit aus, dar&#252;ber zu jammern, wie andere Redakteure Sie mit w&#252;sten Angriffen &#252;berziehen, falls irgend ein Medium vor dem Ablauf der von Ihnen verordneten Sperrfrist berichtet. Am besten bringen Sie drohenden Jobverlust Ihrerseits ins Spiel. Ihr Schicksal h&#228;ngt an der Einhaltung der Sperrfrist. Vor dem Spiegel &#252;ben! Wichtig: Leidenden Blick nicht vergessen und am besten unausgeschlafen zum Hintergrundgespr&#228;ch erscheinen!</p>
<h3>3. Die Illoyalit&#228;tsnummer</h3>
<p>Prim&#228;r f&#252;r Agenturmitarbeiter geeignet und extrem am&#252;sant. Was ich in den Jahren als Journalist an negativen Aussagen von Agenturmenschen &#252;ber deren eigene Kunden geh&#246;rt habe &#8211; keine noch so wohlgen&#228;hrte Kuh h&#228;tte ausreichend Haut daf&#252;r. Vereinzelt verfolgen aber auch Pressesprecher selbst die Taktik. Sie funktioniert ganz einfach: keine Gelegenheit auslassen, das eigene Unternehmen und vor allem dessen Produkte und Dienstleistungen schlechtzureden. Das stimmt Journalisten gn&#228;dig &#8211; vielleicht.</p>
<h3>4. Die Drohgeb&#228;rde</h3>
<p>Was in der Tierwelt Knurren, Fauchen und Aufplustern, ein weit aufgerissenes Maul und eine kerzengerade K&#246;rperhaltung bewirken, das klappt in der Medienbranche mit dem Non Disclosure Agreement. Informationen werden nicht nur mit Sperrfrist weitergegeben. Nein, das kann ja jeder. Sie setzen ganz gelassen noch eins drauf! Der Journalist muss zuvor schriftlich best&#228;tigen, dass er auf der Stelle in Schwefel und Asche versinkt, wenn er vorher auch nur ein Sterbensw&#246;rtchen &#246;ffentlich werden l&#228;sst. Gern erinnere ich mich an eine viele Jahre zur&#252;ckliegende &#8211; so wirklich erlebte &#8211; Szene: Ich hatte mich geziert, ein solches &#8211; urspr&#252;nglich auf oder unter meinem Teller platziertes! &#8211; NDA zu unterschreiben, in dem ich mich verpflichtete, &#8220;eine Vertragsstrafe zu bezahlen, die M. nach billigem Ermessen festlegt&#8221;, falls ich zu fr&#252;h berichte. Am Ende &#252;berzeugte mich ein Agenturmitarbeiter w&#228;hrend der Fahrt in einer frei &#252;ber dem Abgrund schwebenden Gondel. Mit dem Fenster des Gondelausstiegs als Unterlage unterschrieb ich das Dokument. Im letzten Moment&#8230; vor der Produktpr&#228;sentation.</p>
<h3>5. Die Duzmaschine</h3>
<p>Wem die vier Methoden (also eins bis vier) zu kompliziert sind: Einfach jeden Journalisten duzen &#8211; klappt garantiert. Das schafft n&#228;mlich brutal viel N&#228;he. Letztere ist nat&#252;rlich ein idealer N&#228;hrboden f&#252;r Embargo, Sperrfrist, NDA.</p>
<h3>6. <span style="color: #ff0000;">Vorsicht!</span> Warum 1) bis 5) nicht mehr klappen</h3>
<p>Sie ahnen schon, da war Ironie im Spiel; so wirklich guten Gewissens empfehlen m&#246;chte ich diese Methoden keinem Kollegen. Was wahr ist: Ich habe all die beschriebenen Vorgehensweisen ausf&#252;hrlichst w&#228;hrend meinen fr&#252;heren journalistischen T&#228;tigkeiten am eigenen Leib erfahren. Und ich k&#246;nnte mir vorstellen, dass sie heute&#8230; nicht mehr so gut funktionieren.</p>
<p>Schuld ist mal wieder dieses Internet! Man kann sich einfach nicht mehr darauf verlassen, dass etwas off the records bleibt. Es ist nicht mehr sicher, dass gegen&#252;ber eigentlich gar nicht so vertrauten Journalisten pseudo-vertraulich Ausgesprochenes auch vertraulich bleibt. Bevor ich mich auf die Verschwiegenheit meines Gegen&#252;bers verlassen kann oder darauf, dass der unversch&#228;mte oder rechtswidrige Inhalt meines Non Disclosure Agreement nicht einfach &#246;ffentlich im Web disclosed wird, muss ich richtig viel Vertrauen aufbauen &#8211; ich meine <em>richtig</em> viel. Wobei ich dann ja eigentlich kein NDA mehr ben&#246;tige.</p>
<p>Und: Nicht einmal das Unausgesprochene ist mehr sicher vor diesem Internet! Die Augen ge&#246;ffnet hat mir ein Erlebnis auf dem Deutschen Multimedia-Kongress, dem DMMK 2009. Dort formulierte ein Verlagsmanager Schm&#228;hkritik an einem Suchkonzern &#8211; beinahe, denn er verkniff sich das entscheidende Wort und sagte entschlossen, er werde das Wort jetzt <em>nicht</em> sagen. Zehn Sekunden sp&#228;ter stand das Wort im Internet &#8211; korrekt verschlagwortet per Twitter. Gl&#252;ckwunsch!</p>
<p><a href="http://dek21.de/die-thesen/">Dek 21 &#8211; die Thesen<br />
</a>und dort: <a href="http://dek21.de/2010/03/10/embargo-fur-medienmagerquark-2/">Harald Ehren fordert &#8220;Embargo f&#252;r Medienmagerquark&#8221;<br />
</a><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geheimhaltungsvertrag" rel="nofollow" >NDA &#8211; der Geheimhaltungsvertrag (Wikipedia)</a></p>
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		<title>Mit verdeckten PR-Aktivit&#228;ten in den Abgrund</title>
		<link>http://blog.jodeleit.de/mit-verdeckten-pr-aktivitaeten-in-den-abgrund/</link>
		<comments>http://blog.jodeleit.de/mit-verdeckten-pr-aktivitaeten-in-den-abgrund/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 13:44:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Guerilla]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>

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		<description><![CDATA[

Immer wieder werden Unternehmen dabei ertappt, dass sie im Web keine Transparenz walten lassen. Es wird schmerzhaft und peinlich, wenn Kommunikationsprofis versuchen, die eigenen Zielgruppen an der Nase herumzuf&#252;hren. Das hat weder mit Public Relations noch mit Werbung etwas zu tun &#8211; eher mit Betrug.
Der folgende Text ist ein Vorab-Auszug aus dem Mitte 2010 erscheinenden [...]]]></description>
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<p>Immer wieder werden Unternehmen dabei ertappt, dass sie im Web keine Transparenz walten lassen. Es wird schmerzhaft und peinlich, wenn Kommunikationsprofis versuchen, die eigenen Zielgruppen an der Nase herumzuf&#252;hren. Das hat weder mit Public Relations noch mit Werbung etwas zu tun &#8211; eher mit Betrug.</p>
<div id="attachment_937" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2010/03/luege-latest.jpg"><img class="size-medium wp-image-937" src="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2010/03/luege-latest-300x110.jpg" alt="Luege-latest-300x110 in " width="300" height="110" /></a><p class="wp-caption-text">Lange Nase, kurze Beine - willkommen bei den Experten verdeckter PR (Foto: kallejipp, photocase)</p></div>
<p><em>Der folgende Text ist ein Vorab-Auszug aus dem Mitte 2010 erscheinenden Buch </em><a href="http://blog.jodeleit.de/social-media-relations"><em>Social Media Relations</em></a><em>.</em></p>
<p>Unter den bekannteren F&#228;llen: die Deutsche Bahn, die Marketingagenturen damit beauftragt hatte, fingierte positive Kundenmeinungen ins Netz zu stellen. Unter Anderem sind, wie der Deutsche PR-Rat DRPR im Rahmen einer Untersuchung festgestellt hat, im Jahr 2007 insgesamt 1,7 Millionen Euro an die Agentur European Public Policy Advisers (EPPA) geflossen, die mit diesem Budget verdeckte PR-Ma&#223;nahmen durchgef&#252;hrt hat. Es wurden laut DRPR Blogs und Internetforen beeinflusst, Leserbriefe geschrieben und beispielsweise eine gefakte Stra&#223;enumfrage auf YouTube eingestellt. Bei all diesen Ma&#223;nahmen sei der Auftraggeber nicht genannt worden. Im Web 2.0 seien systematisch fingierte Beitr&#228;ge ver&#246;ffentlicht und unter Anderem das Forum von SPIEGEL online unterwandert worden, um auf die eingestellten bahnfreundlichen Inhalte zu verweisen, stellt der PR-Rat in seinem Beschluss fest. Als der Vorgang aufflog, war eine &#246;ffentliche R&#252;ge des Deutschen PR-Rats f&#252;r die Bahn und die beteiligte Agentur die Folge. V&#246;llig zurecht, denn diese hatten grundlegende Codizes der Kommunikationsbranche verletzt, in denen Transparenz und Redlichkeit in der &#214;ffentlichkeitsarbeit gefordert werden, konkret den Code de Lisbonne und die DRPR-Richtlinie zur Kontaktpflege im politischen Raum.</p>
<h3>Mit Fake-Rezensionen auf Kundenfang</h3>
<p>Mir liegen Unterlagen vor, aus denen hervorgeht, dass nach wie vor Agenturen mit &#228;hnlichen Angeboten auf Kundenfang sind. Dabei wird angeboten, positive Nutzerrezensionen im Dutzend gegen Bezahlung ins Internet zu stellen. Ein klarer Versto&#223; gegen alle g&#228;ngigen Codizes, zu denen sich seri&#246;s arbeitende Public-Relations-Agenturen verpflichten. Zudem ist ein solches Vorgehen nicht mit dem Wettbewerbsrecht vereinbar. Ebenso werden von sogenannten Twitter-Spezialisten oder „Twit-Coaches“ Follower in Hunderterpacks verkauft. Andere Dienstleister bauen mit Spam-Methoden Twitter-Accounts auf und verkaufen sie dann weiter. Dabei kommt den dubiosen Anbietern entgegen, dass sich der Name eines Twitter-Accounts auch nachtr&#228;glich &#228;ndern l&#228;sst.</p>
<p>Solche Aktivit&#228;ten sind nicht nur unmoralisch und sch&#228;dlich f&#252;r die gesamte Kommunikationsbranche. Sie sind auch gef&#228;hrlich. Es ist ein wenig wie bei Steuerhinterziehung: Das Ganze kann funktionieren und unentdeckt bleiben, es kann aber auch ans Tageslicht kommen und dann ein Vielfaches der potenziellen Einsparung und Reichweite an Schaden und &#246;ffentlicher Schmach nach sich ziehen. Oder, wenn das Vorgehen allzu naiv war, auch Spott. So erging es dem IT-Hardwareanbieter Belkin: Ein Mitarbeiter des Unternehmens hatte auf der Amazon-Plattform „Mechanical Turk“, auf der Dienstleistungen ausgeschrieben werden k&#246;nnen, angeboten, f&#252;r jeweils ein positive F&#252;nf-Sterne-Rezension eines Produktes 65 Cent zu bezahlen. Die Reaktionen aus dem Social Web waren entsprechend h&#228;misch. Belkin-Chef Mark Reynoso entschloss sich zu einem &#246;ffentlichen Entschuldigungsschreiben. Doch selbst Medienunternehmen sind nicht vor peinlichen Fehlern durch die Verlockungen des Guerilla-Marketing gefeit: Anfang 2010 schlie&#223;lich machte das Onlinemarketing der S&#252;ddeutschen Zeitung Negativschlagzeilen. Der Chef der Abteilung hatte bei dem Schweizer Unternehmen Trigami bezahlte Blogbeitr&#228;ge &#252;ber die iPhone-Applikation der SZ in Auftrag gegeben. Als die Sache an die &#214;ffentlichkeit kam, war der Imageschaden immens. Gipfel der Angelegenheit war, dass die Onlineredaktion sich &#246;ffentlich von der Verfehlung ihrer eigenen Marketingabteilung distanzierte. Auf sueddeutsche.de hie&#223; es: „Die Redaktion der S&#252;ddeutschen Zeitung war &#252;ber die Trigami-Kampagne ebenso wenig informiert wie die Redaktion von sueddeutsche.de. Beide verurteilen den Versuch, &#252;ber bezahlte Blog-Eintr&#228;ge Werbung zu treiben.“</p>
<h3>Rezensionen zu f&#228;lschen ist verwerflich &#8211; und riskant</h3>
<p>Verdeckte Aktivit&#228;ten im Web 2.0 sind demnach nicht nur moralisch verwerflich, sie sind auch riskant.  Kundenrezensionen werden f&#252;r Unternehmen immer wichtiger, keine Frage. Doch diese Rezensionen zu f&#228;lschen, indem man sie selbst unter falscher Identit&#228;t abgibt, ist fatal. Wer so vorgeht, bringt nicht nur das eigene Unternehmen oder, bei Agenturen, den Kunden in gro&#223;e Gefahr. Er besch&#228;digt zugleich den gesamten Berufsstand der Public Relations. Die Gefahr des Entdecktwerdens ist nicht zu untersch&#228;tzen. Wer im Social Web unter falscher Identit&#228;t unterwegs ist muss umfangreiche technische Vorsichtsma&#223;nahmen treffen. Das beginnt bei der E-Mail-Adresse, die bei Anmeldung in Social Networks verwendet wird. W&#228;hrend ich diese Zeilen schreibe teste ich das Plugin Rapportive f&#252;r GoogleMail – was zur Folge hat, dass ich erkennen kann, in welchen Social Networks Sie registriert sind, wenn Sie mir eine E-Mail schreiben. Sie meinen, ich darf das nicht? Nun – wichtig ist, dass Sie wissen, dass Ihr Wettbewerb unter Umst&#228;nden mit solchen Werkzeugen arbeitet. Tools wie Flowtown oder Spokeo liefern ebenfalls detailliert Auskunft dar&#252;ber, wer wo registriert ist, und es gibt noch zahlreiche weitere Recherchedienste, manche bieten Sonderpreise f&#252;r Personaler. Und selbst ganz naiv vorgehende Menschen k&#246;nnten verdeckten Aktivit&#228;ten auf die Spur kommen: Wer sich hinrei&#223;en l&#228;sst, Facebook oder andere Social Networks Zugriff auf das eigene Adressbuch zu gew&#228;hren, der erh&#228;lt im Gegenzug ebenfalls fein s&#228;uberlich gelistet, welcher Mensch unter welcher E-Mail-Adresse und welchem Facebook-Namen registriert ist. Ich wei&#223; aus erster Hand, dass dabei schon mancher vereintlich geheime Spa&#223;-Account pl&#246;tzlich ans Licht der &#214;ffentlichkeit kam, mit entsprechenden R&#252;ckschlussm&#246;glichkeiten auf die Interessen des Inhabers. Peinlich. Haben Sie sich bei einem Social Network unter Ihrer t&#228;glich verwendeten E-Mail-Adresse registriert, ist es mit der Anonymit&#228;t also schon einmal vorbei. Doch nicht genug – auch Ihr Internetanschluss k&#246;nnte Sie verraten, wenn Sie vermeintlich inkonito aktiv sind. Zwar d&#252;rfen Firmen in Deutschland IP-Adressen nur noch wenige Tage lang zur akuten Gefahrenabwehr speichern, doch Sie sollten dennoch damit rechnen, dass jeder Schritt, den Sie im Internet gehen, Ihnen zugeordnet und noch lange Zeit sp&#228;ter nachvollzogen werden kann.</p>
<p>Nun gibt es, wie oben beschrieben, tats&#228;chlich Spezialdienstleister, die genug kriminelle Energie aufbringen, Ihnen ein Rundum-Sorglos-Paket f&#252;r gef&#228;lschte Rezensionen zu Ihren Produkten oder Dienstleistungen anzubieten. Sie bezeichnen sich gern als Agenturen f&#252;r Internet-Marketing oder -Promotion und geben sich einen professionellen, seri&#246;sen Anstrich. Logisch: Niemand verdient ausschlie&#223;lich mit gef&#228;lschten Rezensionen sein Geld, es handelt sich nur um eines neben mehreren anderen Produkten, die durchaus seri&#246;s sein k&#246;nnen. Lassen Sie sich nicht davon blenden und lassen Sie sich nicht auf Fake-Rezensionen ein, sonst k&#246;nnten Sie eine &#228;hnliche Bauchlandung erleben wie Deutsche Bahn &amp; Co. Deren damals zust&#228;ndiger Marketingchef Ralf Klein-B&#246;lting wurde nach den oben beschriebenen verdeckten PR-Aktionen entlassen und hat seitdem zus&#228;tzlich ein Google-Problem, das Sie leicht selbst nachvollziehen k&#246;nnen.</p>
<p>Wenn Kunden mich aufgrund negativer Bewertungen im Web ansprechen und um Rat fragen, so empfehle ich diesen Kunden in aller Regel, stillzuhalten oder aber, in schwerwiegenden F&#228;llen, den Kontakt zu den entsprechenden Rezensionsschreibern zu suchen, damit Ursachen gekl&#228;rt und erneute Entt&#228;uschungen vermieden werden k&#246;nnen. Niemals sollte der Rezensionsschreiber in irgendeiner Form unter Druck gesetzt werden, es sei denn, es handelt sich um eine b&#246;swillige falsche Tatsachenbehauptung. Aber Eines werde ich k&#252;nftig in Erw&#228;gung ziehen: Wenn ich im Web auf nachweislich gef&#228;lschte Rezensionen sto&#223;e oder mir wieder einmal ein Angebot oder eine Preisliste von Rezensionsf&#228;lschern auf den Tisch oder in den Posteingang flattert, so werde ich ernsthaft bedenken, das Ganze ans Licht der &#214;ffentlichkeit zu bringen.</p>
<p>Schlussfolgerungen lassen sich aus den vorgestellten beispielhaften F&#228;llen, die nur Spitzen gro&#223;er Eisberge sind, vor allem zwei ziehen: Zum Einen ist festzuhalten, dass im Web 2.0 durchaus Selbstreinigungskr&#228;fte vorhanden sind, die den Drahtziehern hinter unmoralischen Guerilla-Aktivit&#228;ten schnell brandgef&#228;hrlich werden. Zum Anderen kann jedem einmal ein Fehler unterlaufen, und sei es, weil ein neuer, ehrgeiziger Kollege insgeheim &#252;ber die Str&#228;nge schl&#228;gt. Daher ist es f&#252;r jedes Unternehmen ungemein wichtig, aktiv ein Netz von F&#252;rsprechern in Web 2.0 aufzubauen, auf das man sich im Krisenfall verlassen kann.</p>
<p>Links:</p>
<p><a href="http://www.pr-journal.de/images/stories/downloads/drpr_bahn_eppa_beschluss_090627.pdf">Beschluss des Deutschen Rats f&#252;r Public Relations DRPR zum Fall Deutsche Bahn<br />
</a><a href="http://www.drpr-online.de/statische/itemshowone.php4?id=6">Code de Lisbonne<br />
</a><a href="http://www.drpr-online.de/statische/itemshowone.php4?id=15">DRPR-Richtlinie zur Kontaktpflege im politischen Raum<br />
</a><a href="http://www.twittcc.com/Twitter-Followeraufbau.php">Follower kaufen beim &#8220;Twitcoach&#8221;<br />
</a><a href="http://www.belkin.com/pressroom/letter.html">Belkin entschuldigt sich f&#252;r Angebot bezahlter Rezensionen<br />
</a><a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/412/500676/text/">S&#252;ddeutsche Zeitung Online distanziert sich vom eigenen Marketing<br />
</a></p>
<p>Erw&#228;hnte Tools:</p>
<p><a href="http://www.rapportive.com/">Rapportive<br />
</a><a href="http://www.flowtown.com/">Flowtown<br />
</a><a href="http://www.spokeo.com" rel="nofollow" >Spokeo</a></p>
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		<title>Konvergenz statt Kampagne</title>
		<link>http://blog.jodeleit.de/konvergenz-statt-kampagne/</link>
		<comments>http://blog.jodeleit.de/konvergenz-statt-kampagne/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 09:33:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Relations]]></category>
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		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
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Der folgende Text ist ein Vorab-Auszug aus dem Mitte 2010 erscheinenden Buch Social Media Relations.
 
 
 
 
Werbung und PR waren in der Vergangenheit deutlich voneinander abgegrenzt. Sowohl das Marketing als auch die Unternehmenskommunikation standen mit Medien in Kontakt, der reinen Lehre nach idealerweise mit unterschiedlichen Abteilungen. W&#228;hrend der Werber mit der Anzeigenabteilung sprach, [...]]]></description>
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<p><em>Der folgende Text ist ein Vorab-Auszug aus dem Mitte 2010 erscheinenden Buch </em><a href="http://blog.jodeleit.de/social-media-relations"><em>Social Media Relations</em></a><em>.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
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<div id="attachment_928" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2010/03/megafon-latest.jpg"><img class="size-medium wp-image-928" src="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2010/03/megafon-latest-300x111.jpg" alt="Megafon-latest-300x111 in " width="300" height="111" /></a><p class="wp-caption-text">Zeitgem&#228;&#223;e Kampagnen? Foto: thetank, photocase</p></div>
<p>Werbung und PR waren in der Vergangenheit deutlich voneinander abgegrenzt. Sowohl das Marketing als auch die Unternehmenskommunikation standen mit Medien in Kontakt, der reinen Lehre nach idealerweise mit unterschiedlichen Abteilungen. W&#228;hrend der Werber mit der Anzeigenabteilung sprach, tauschte sich der Pressesprecher mit der Redaktion aus. Kein Geheimnis, dass Interessenverflechtungen und Querverbindungen dabei leider oft zum Alltag geh&#246;rten und heute noch geh&#246;ren.</p>
<p>Wenn ich nun feststelle, dass Werbung und &#214;ffentlichkeitsarbeit n&#228;her zusammenr&#252;cken m&#252;ssen, so m&#246;chte ich dabei keinesfalls die Trennung von Redaktion und Werbung in Frage stellen. Ich m&#246;chte auch nicht dazu aufrufen, dass sich Medien, gleich ob Print oder elektronisch, zu einer Vermengung monet&#228;rer Interessen mit redaktionellen Entscheidungen hinrei&#223;en lassen. Nein: Gerade PR-Profis m&#252;ssen sich solchen Tendenzen vehement entgegenstellen.</p>
<p>Dennoch m&#252;ssen Werber und PR-Verantwortliche in Sachen Onlinekommunikation k&#252;nftig den Schulterschluss suchen – wo aufgrund vorhandener Social-Media-Kompetenz in beiden Abteilungen m&#246;glich. Die Alternative: Einer &#252;bernimmt den Lead und schleift den anderen mit auf dem Weg durch die Abenteuerwelt von Social Media und Social Networking. Die Entscheidung &#252;ber Zust&#228;ndigkeiten kann von Unternehmen zu Unternehmen und Projekt zu Projekt unterschiedlich ausfallen.</p>
<p>Mikro Kaminski, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der Agentur “achtung!” in Hamburg, hat es in einem Gastbeitrag im Blog der PR-Agentur Sympra trefflich formuliert. PR-Profis k&#246;nne die Zukunft geh&#246;ren, schreibt er dort, weil sie seit jeher tiefer in den Dialog einsteigen. Weil sie schon bisher damit rechnen m&#252;ssen, dass im Rahmen einer Pressekonferenz oder eines unerwarteten Telefonanrufs vom kritischen Journalisten pl&#246;tzlich eine Nachfrage kommt, die so ganz und gar nicht in die liebevoll ausgefeilte Kommunikationsstrategie passt. Dem Werber konnte das bisher nicht ohne Weiteres passieren.</p>
<h3>Augenh&#246;he statt Kampagne</h3>
<p>Mit Social Media und Social Networking kommen Werber pl&#246;tzlich viel h&#228;ufiger auf Augenh&#246;he mit den Zielgruppen, die sie ansprechen m&#246;chten. Wer twittert oder bei Facebook Fans einsammelt, der bekommt pl&#246;tzlich ganz ungefiltert mit, was die Menschen da drau&#223;en &#252;ber die “Kampagne” denken. Pl&#246;tzlich – m&#246;chte ich behaupten – passt das Wort “Kampagne” eigentlich gar nicht mehr so richtig. Zum aus Richtung Public Relations kommenden Social-Media-Ansatz, den ich “Social Media Relations” nennen m&#246;chte, sowieso nicht. Doch auch zu anderen Ma&#223;nahmen mit Dialogorientierung nicht. Kampagne – kann ein Wort, das vom Ursprung her f&#252;r einen “Feldzug” steht, tats&#228;chlich f&#252;r eine Ma&#223;nahme im Rahmen seri&#246;ser, auf Dauer angelegter &#214;ffentlichkeitsarbeit stehen? Nein. Bei einem Feldzug m&#246;chte ich Menschen besiegen. Indem ich sie &#252;berrede. Oder &#252;bers Ohr haue. Genau das ergibt aus Sicht langfristig angelegter Public Relations keinen Sinn. Im Gegenteil, wer nachhaltig &#252;berzeugen m&#246;chte, muss hinter seinem Thema stehen und sich auf Augenh&#246;he mit seinen Dialogpartnern begeben. Das gilt k&#252;nftig immer mehr auch f&#252;r Werber.</p>
<p>Mir ist das Reflektieren des Begriffs “Kampagne” so wichtig, weil sich dabei unmittelbar offenbart, wie gro&#223; die Unterschiede in der Denke zwischen einem nach alter Schule journalisitsch ausgebildeten Public-Relations-Menschen und einem Werber sein k&#246;nnen. W&#228;hrend dem Werber die dialogorientierte und detailverliebte Herangehensweise eines PR-Menschen an eine Social-Media-Strategie ungemein umst&#228;ndlich, langsam und kostenintensiv vorkommen mag, nervt mich als PR-Mensch heute noch die eine oder andere Attit&#252;de, mit der Werber an solche Projekte herangehen. Hier mal kurz bei einem eigenen Foto- oder Videowettbewerb f&#252;r den Kunden ein paar Bewertungen aus dem eigenen Dunstkreis abgeben. Dort mal in einem Forum als Karl Keule einen bissigen Beitrag ablassen. All das geht aus Sicht von PR, die auf Basis etablierter moralischer Codizes steht, ganz und gar nicht. Ab und zu habe ich auch den Eindruck, dass Werber schlicht und ergreifend keine Lust haben, &#252;ber ihre tolle Idee und deren Umsetzung hinaus viel weiter zu denken, sich in die Perspektive der Zielgruppen hineinzuversetzen und zu &#252;berlegen, was die Menschen, die Kunden, so umtreibt, wenn sie auf der tollen Kampagnen-Site unterwegs sind und dort ihren Senf zur tollen kreativen Idee hinterlassen d&#252;rfen. Warum auch, man kann ja hinterher messen, wie erfolgreich sie war – die Kampagne. Und als Person auf das eigene Versagen &#246;ffentlich &#252;ber Social-Media-R&#252;ckkan&#228;le angesprochen zu werden? Lieber nicht. Ausnahmen best&#228;tigen die Regel.</p>
<h3>Community Management integrieren</h3>
<p>&#220;ber den Werber und den PR-Menschen hinaus kommen k&#252;nftig noch weitere Spezialisten hinzu, die ebenfalls kommunizieren, bisher nur nicht so viel Ruhm und Ehre daf&#252;r einheimsen. Etwa der Community Manager, der, oft schlecht bezahlt und wenig anerkannt, mit viel Empathie, Zeiteinsatz rund um die Uhr und auf Basis gro&#223;er Menschenkenntnis auf Augenh&#246;he mit Forenmitgliedern oder Facebook-Fans kommuniziert. Wenn Sie einen solchen Menschen bei der Planung Ihrer PR-Ma&#223;nahmen in der Social-Media-Sph&#228;re einbeziehen k&#246;nnen, dann wird er auch bei der Umsetzung eher auf Ihrer Seite sein. Ein unsch&#228;tzbarer Vorteil. Ich habe bereits in der Praxis erlebt, wie Community Management und Unternehmenskommunikation in engem Schulterschluss Agenda Setting und Social Media Relations betreiben k&#246;nnen. Wer das Wissen eines erfahrenen Community Managers zur strategischen Planung heranziehen kann hat bereits gewonnen.</p>
<p>Aus meiner Sicht ist es eine der wichtigsten Voraussetzungen f&#252;r den vor allem auch langfristigen Erfolg von Social Media Relations, dass Unternehmen die Kompetenzen b&#252;ndeln und immer wieder Marketing, PR, Community Management, aber auch Personal- und Rechtsabteilung an einen Tisch bringen, um &#252;ber Social-Media-Strategien zu beraten. Richtige Anl&#228;sse daf&#252;r sind meines Erachtens die Erstellung von Social Media Guidelines, aber auch das Brainstorming &#252;ber anstehende Kommunikationsstrategien f&#252;r einzelne Marken, Events oder sonstige Anl&#228;sse. Immer, wenn die Weichen f&#252;r die Social-Media-Kommunikation in den n&#228;chsten Monaten gestellt werden, sollte das Ganze nicht nur aus einer Perspektive betrachtet werden. Sind Sie Kleinunternehmer und erf&#252;llen in Person mehrere der oben beschriebenen Aufgaben, so ist der Austausch mit externen Experten eine gute Idee.</p>
<h3>PR hat die Dialogkompetenz nicht gepachtet</h3>
<p>Um auf das erw&#228;hnte Blogposting von Mirko Kaminski zur&#252;ckzukommen: Public-Relations-Verantwortlichen k&#246;nne die Zukunft geh&#246;ren, schreibt er dort. Weil sie von der Pieke auf Dialogkompetenz erlernt h&#228;tten und sich in Fachthemen aufgrund drohender R&#252;ckfragen tiefer einarbeiten m&#252;ssten als beispielsweise Werber. Soweit, so gut. Nur, Hand aufs Herz: L&#228;ngst nicht alle Public-Relations-Menschen haben und pflegen Dialogkompetenz. L&#228;ngst nicht alle arbeiten sich intensiv in die Themen ein, die sie nach au&#223;en zu vertreten haben. Mancher Marketingmensch oder Community Manager &#252;berholt seinen PR-Kollegen schon auf den ersten Metern, wenn es um kompetente und dialogorientiere &#214;ffentlichkeitsarbeit geht. Also: Legen wir unsere Hybris ab und kommen wir aus unseren Public-Relations-Elfenbeinturm. Gute Chancen, unternehmensweit die F&#252;hrung zu &#252;bernehmen, was die Kommunikation nach innen und au&#223;en betrifft, hat in Zukunft derjenige, der seine Zielgruppen und die Themen, die er zu vertreten hat, ernst nimmt und sich in beide Aspekte intensivst einarbeitet. Schlechte Zeiten f&#252;r Eintagsfliegen und Spezialisten, die den schnellen Erfolg versprechen. Gute Zeiten f&#252;r Menschen, die es verstehen, den unternehmensweiten Change-Prozess, den Social Media und Social Networking zwangsl&#228;ufig mit sich bringen, zu moderieren.</p>
<p>Links zum Thema:</p>
<p><a href="http://www.facebook.com/pages/Social-Media-Relations/316359590661?ref=ts" rel="nofollow" >Facebook-Seite zum Buchprojekt &#8220;Social Media Relations&#8221;</a><br />
<a href="http://blog.sympra.de/2009/07/27/pr-profis-kann-die-zukunft-gehoeren/">&#8220;PR-Profis kann die Zukunft geh&#246;ren&#8221; &#8211; Mirko Kaminski von &#8220;achtung!&#8221; im Sympra-Blog<br />
</a><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kampagne" rel="nofollow" >Wie das Wort &#8220;Kampagne&#8221; im 17. Jahrhundert entstand (Wikipedia)</a></p>
<p><a href="http://blog.sympra.de/2009/07/27/pr-profis-kann-die-zukunft-gehoeren/" rel="nofollow" > </a></p>
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		</item>
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		<title>In eigener Sache</title>
		<link>http://blog.jodeleit.de/in-eigener-sache/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 08:27:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Bernhard Jodeleit]]></category>
		<category><![CDATA[fischerAppelt]]></category>

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Seit heute Fr&#252;h ist es raus: Ich starte am 1.4. bei fischerAppelt, relations.
Grund zur Freude aus vielen Gr&#252;nden! Nicht nur, weil ich Gelegenheit hatte, mein neues Team bereits kennen- und sehr sch&#228;tzen zu lernen. Auch, weil der Schritt so schl&#252;ssig ist. fischerAppelt b&#252;ndelt als Agenturgruppe alle Aspekte der Kommunikation &#8211; ob klassische &#214;ffentlichkeitsarbeit, Werbung, Design [...]]]></description>
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<p>Seit heute Fr&#252;h ist es raus: <a href="http://www.fischerappelt.de/fischerappelt/_aktuell/meldung.php?NavEbene1=1&amp;we_objectID=3290" rel="nofollow" >Ich starte am 1.4. bei fischerAppelt, relations.</a></p>
<p>Grund zur Freude aus vielen Gr&#252;nden! Nicht nur, weil ich Gelegenheit hatte, mein neues Team bereits kennen- und sehr sch&#228;tzen zu lernen. Auch, weil der Schritt so schl&#252;ssig ist. fischerAppelt b&#252;ndelt als Agenturgruppe alle Aspekte der Kommunikation &#8211; ob klassische &#214;ffentlichkeitsarbeit, Werbung, Design oder auch Social Media. Jenseits vom aktuellen Hype. Ich freue mich auf eine Arbeitsweise, bei der PR und Dialogorientierung im Mittelpunkt stehen, bei der man aber dennoch Kollegen aus anderen Bereichen wie Design und Werbung unternehmensintern ansprechen und beim Entwickeln von Konzepten einbinden kann. Am Standort Stuttgart kommt die geballte Bewegtbildkompetenz von fischerAppelt, tv media hinzu. Alles in allem ganz hervorragende Voraussetzungen f&#252;r umfassende, medien&#252;bergreifende PR-Konzepte aus einem Guss.</p>
<p>Die Zeit bei Sympra war f&#252;r mich ungemein spannend. Wir haben viel gemeinsam aufgebaut. Ich durfte dabei unheimlich viel lernen und hatte gro&#223;en Spa&#223;. Dem Team in der Stafflenbergstra&#223;e bleibe ich freundschaftlich verbunden. Herzlichen Dank!</p>
<p>Im M&#228;rz werde ich im Vorfeld meines Starts bei fischerAppelt mit Priorit&#228;t die Arbeit am Buchprojekt Social Media Relations abschlie&#223;en und freue mich dabei auf weitere kritische Begleitung.</p>
<p>Links zum Thema:</p>
<p><a href="http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/102902-fischerappelt-relations-jodeleit-leitet-stuttgarter-buero.html" rel="nofollow" >Meldung bei Kress</a><br />
<a href="http://www.facebook.com/pages/Social-Media-Relations/316359590661?ref=nf" rel="nofollow" >Buchprojekt Social Media Relations bei Facebook</a></p>
<p>Foto (Teaser auf Startseite): thotti, photocase</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Pressearbeit mit Twitter und Facebook?</title>
		<link>http://blog.jodeleit.de/pressearbeit-mit-twitter-und-facebook/</link>
		<comments>http://blog.jodeleit.de/pressearbeit-mit-twitter-und-facebook/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 19:52:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Medienarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Pressearbeit]]></category>

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Der folgende Text ist ein Vorab-Auszug aus dem Mitte 2010 erscheinenden Buch Social Media Relations.
Eine Frage, die in der Beratung relativ h&#228;ufig auftaucht: Kann ich &#252;ber Social Networks und Social Media auch Journalisten erreichen? Die Antwort: Ja, man kann, sollte sich aber erstens keinen Illusionen hingeben &#8211; das Social Web ist keine Wunderwaffe f&#252;r effizientere [...]]]></description>
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<p><em>Der folgende Text ist ein Vorab-Auszug aus dem Mitte 2010 erscheinenden Buch <a href="http://blog.jodeleit.de/social-media-relations">Social Media Relations</a>.</em></p>
<div id="attachment_905" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2010/02/pressearbeit_latest.jpg"><img class="size-medium wp-image-905" src="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2010/02/pressearbeit_latest-300x111.jpg" alt="Pressearbeit Latest-300x111 in " width="300" height="111" /></a><p class="wp-caption-text">Pressearbeit funktioniert vielleicht doch noch ganz traditionell. Bild: photocase.com/ohneski</p></div>
<p>Eine Frage, die in der Beratung relativ h&#228;ufig auftaucht: Kann ich &#252;ber Social Networks und Social Media auch Journalisten erreichen? Die Antwort: Ja, man kann, sollte sich aber erstens keinen Illusionen hingeben &#8211; das Social Web ist keine Wunderwaffe f&#252;r effizientere Medienarbeit &#8211; und zweitens nicht mit der T&#252;r ins Haus fallen.</p>
<p>Nach wie vor kann ein Thema am Telefon oder im pers&#246;nlichen Gespr&#228;ch lanciert und in die Medien gebracht werden &#8211; und das macht sogar besonders viel Spa&#223;. Wenn&#8217;s denn klappt. Einige Male durfte ich solche Erfolge f&#252;r mich verbuchen und die Themenplanung von Massenmedien mit Millionenreichweite durch ein pers&#246;nliches Gespr&#228;ch mit der entsprechenden Redaktion beeinflussen. Wie ich das gemacht habe? &#220;berredung war nicht im Spiel, auch keine gezinkten Karten. Das Schl&#252;sselwort lautet Vertrauen. Und: Man muss etwas wirklich Interessantes zu sagen haben. In all den F&#228;llen war eine durch mehrmaligen Kontakt gewachsene Vertrauensbeziehung zu den entsprechenden Redakteuren grundlegend. Keine Freundschaft, auch keine intensive Bekanntschaft. Keine Seilschaft. Einfach einige gemeinsame Drehs und Telefonate. Eine funktionierende Arbeitsbeziehung. Verbunden mit der Gewissheit, dass ich keinen allzu blanken Unsinn erz&#228;hle, wenn mir vor der Kamera eine Fachfrage gestellt wird. Das reicht schon!</p>
<h3>Social Networking erleichtert das Kontakthalten mit Journalisten</h3>
<p>Eine relativ oberfl&#228;chliche, aber pers&#246;nliche Bekanntschaft zu den Entscheidern in Redaktionen ist die beste Basis f&#252;r erfolgreiches Agenda Setting. Ich durfte in der Vergangenheit erleben, welches Level an Vertrauen und Effizienz in der Zusammenarbeit selbst mit vermeintlich bissigen oder &#8220;gef&#228;hrlichen&#8221; Medien, gerade im TV-Metier gibt es davon ja einige, m&#246;glich ist. Das hat auch ohne Online-PR ganz gut funktioniert. Doch wie viel einfacher w&#228;re es f&#252;r mich in meiner einige Jahre zur&#252;ckliegenden Rolle als Sprecher einer Medienmarke gewesen, wenn ich damals schon auf das Web 2.0 h&#228;tte zur&#252;ckgreifen k&#246;nnen, um mit den entsprechenden Personen in Kontakt zu bleiben! Damals musste tats&#228;chlich immer wieder ein konkreter Anlass f&#252;r einen Kontakt geschaffen werden. Da musste ab und zu eine eigentlich gar nicht so interessante Pressemitteilung als Grund zur Kontaktaufnahme herhalten &#8211; zumindest anfangs, so lange, bis auf Redaktionsseite das Vertrauen so gro&#223; war, dass auch ein Anruf mit der schlichten Frage: &#8220;Gibt&#8217;s bei Ihnen was Neues?&#8221; oder dem Hilfsersuchen: &#8220;Wir haben diskutiert, das k&#246;nnte doch ein Thema sein, was sagen Sie dazu?&#8221; kein Thema mehr war. Das Internet hilft mir heute ungemein beim Kontakthalten unterhalb dieser Schwelle, die wir alle kennen, dieser H&#252;rde: &#8220;Den sollte ich mal wieder anrufen, aber ich will ihn nicht st&#246;ren oder im falschen Moment erwischen.&#8221;</p>
<h3>Agenda Setting im Web 2.0? Ja: Auf Basis gewachsener Vertrauensverh&#228;ltnisse! Und nur so.</h3>
<p>Social Media und Social Networks k&#246;nnen Public-Relations-Verantwortlichen sowohl beim Beobachten als auch beim Setzen von Themen gro&#223;artige Dienste leisten. Allerdings haben sie nicht den Charakter kurzfristig nutzbarer Werkzeuge. Zun&#228;chst m&#252;ssen Sie investieren. Seit Social-Media-Instrumente in der breiten Diskussion sind habe ich schon einige Male Last-Minute-Anfragen von Unternehmensseite erhalten. Strickmuster im Grunde genommen immer gleich: Wir haben da eine Veranstaltung in etwa vier bis acht Wochen. Da sollten wir noch etwas machen. K&#246;nnen wir da nicht ein paar Journalisten ansprechen? Per Twitter? Oder per Xing? Schon die Frage macht klar: Nein, k&#246;nnen „wir“, also in diesem Fall der Fragensteller und Kunde, nicht. Denn wer sein via Xing oder Twitter genutztes pers&#246;nliches Netzwerk so wenig einsch&#228;tzen kann, dass er die Frage nicht selbst zu beantworten vermag, der ist einfach noch nicht so weit.</p>
<p>Der Kanal ist sekund&#228;r. Social-Media-Instrumente sind, weil sie so viele PR-Menschen falsch verstehen, sicherlich prim&#228;r ein weiterer Weg, auf dem wir Public-Relations-Menschen Journalisten nerven und von ihrer Arbeit abhalten. Richtig verstanden sind sie ein Weg, um Kontakt zu halten und langfristig Vetrauen aufzubauen. Die eigentliche Kontaktaufnahme zum konkreten Anlass erfolgt dann mit viel h&#246;herer Wahrscheinlichkeit per E-Mail oder wom&#246;glich per Telefon als per Twitter, Facebook oder gar Xing. Schmunzelnd erinnere ich mich in diesem Zusammenhang an den genervten Profileintrag eines mir ganz gut bekannten Journalisten bei Xing, der sich auf diesem Wege verbat, Informationen von PR-Menschen &#252;ber dieses Social Network zu erhalten. Dazu, schrieb er dort, gebe es schlie&#223;lich die Redaktionsadresse. Als ich Monate sp&#228;ter dem gleichen Journalisten ganz spontan per Facebook-Chat ein Thema vorschlug, fiel mir das siedend hei&#223; wieder ein, ich entschuldigte mich. „Ach“, war die Reaktion, „das gilt doch nicht f&#252;r Dich; wir kennen uns ja!“</p>
<p>Was denken Sie: L&#228;sst sich via Twitter und Facebook schneller der Draht in klassische Redaktionen finden? Oder pflichten Sie mir in meiner Einsch&#228;tzung bei, dass die schnelle Kontaktaufnahme mit Redakteuren &#252;ber Twitter und Facebook ohne gewachsene Bindungen eine Illusion ist?</p>
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		<title>Wer hat Angst vor dem b&#246;sen Blogger?</title>
		<link>http://blog.jodeleit.de/wer-hat-angst-vor-dem-boesen-blogger/</link>
		<comments>http://blog.jodeleit.de/wer-hat-angst-vor-dem-boesen-blogger/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 11:46:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[PR-Agenturen]]></category>
		<category><![CDATA[Trigami]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.jodeleit.de/?p=887</guid>
		<description><![CDATA[

Bei diesem Posting handelt es sich um einen Vorab-Auszug aus dem Mitte des Jahres erscheinenden Buch &#8220;Social Media Relations&#8221;, zu dem es weitere Informationen, einen Twitter-Account und eine Facebook-Seite gibt. Ich als Autor (Profil, Twitter) freue mich auf den Dialog und ber&#252;cksichtige dabei gewonnene Erkenntnisse im noch bis Ende M&#228;rz laufenden Schreibprozess.
 
 
 
 [...]]]></description>
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<p><em>Bei diesem Posting handelt es sich um einen Vorab-Auszug aus dem Mitte des Jahres erscheinenden Buch &#8220;Social Media Relations&#8221;, zu dem es <a href="http://blog.jodeleit.de/social-media-relations">weitere Informationen</a>, einen <a href="http://twitter.com/socialmediarel" rel="nofollow" >Twitter-Account</a> und eine <a href="http://www.facebook.com/pages/Social-Media-Relations/316359590661" rel="nofollow" >Facebook-Seite</a> gibt. Ich als Autor (<a href="http://a.gd/jod" rel="nofollow" >Profil</a>, <a href="http://twitter.com/jodeleit" rel="nofollow" >Twitter</a>) freue mich auf den Dialog und ber&#252;cksichtige dabei gewonnene Erkenntnisse im noch bis Ende M&#228;rz laufenden Schreibprozess.</em></p>
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<div id="attachment_889" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-889" src="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2010/02/angst-vor-bloggern-latest-300x111.jpg" alt="Angst-vor-bloggern-latest-300x111 in " width="300" height="111" /><p class="wp-caption-text">Blogger Relations - f&#252;r uns Public-Relations-Menschen oft nicht ganz leicht (Foto: froodmat, photocase.com)</p></div>
<p><em>Anmerkung zum Kontext: Diesem Textabschnitt voraus geht im Buch eine ausf&#252;hrliche Ratgeberstrecke rund um das eigene Corporate Blog.</em></p>
<p>Unternehmenskommunikation und Blogs – das hei&#223;t vor allem selbst zu bloggen, wertvolle Inhalte in die Diskussion zu geben und so mit Menschen ins Gespr&#228;ch zu kommen, Vertrauen aufzubauen.</p>
<p>Sind Sie in der Unternehmenskommunikation t&#228;tig, so werden Sie im Rahmen dieses Leitfadens unter Umst&#228;nden dennoch konkrete Tipps und Hinweise dazu erwarten, wie Sie Blogger am besten ansprechen. Sollen Blogger in den Presseverteiler aufgenommen werden und Pressemitteilungen erhalten? Sollte man sie anrufen und zu ihren Pr&#228;ferenzen befragen? Wenn Sie zu dieser Fragestellung recherchieren w&#252;rden, so fl&#246;gen Ihnen etliche Beitr&#228;ge diverser Experten um die Ohren, die im Brustton der &#220;berzeugung postulieren: Blo&#223; nicht! Blogger in den Presseverteiler! Wehe! Das Schlimmste, was man machen kann! Blogger f&#252;hlen sich manipuliert und bel&#228;stigt, wenn man ihnen Presseinformationen schickt.</p>
<h2>Schlammschlachten pr&#228;gen das Image der deutschen Blogosph&#228;re</h2>
<p>Meines Erachtens alles K&#228;se. Man kann nicht alle Blogger &#252;ber einen Kamm scheren. Klar, da gibt es furchteinfl&#246;&#223;ende Beispiele wie diesen Thomas K., Ex-Handelsblatt und heute PR-Berater, der in der Vergangenheit keine Gelegenheit ausgelassen hat, PR-Berater/innen als &#8220;Tanja-Anja&#8221; aus der &#8220;kleinen Agentur am Rande der Stadt&#8221; zu stigmatisieren, die von Journalismus keine Ahnung haben und von &#214;ffentlichkeitsarbeit sowieso nicht. Ja, ich verstehe Spa&#223; und finde das auch lustig. Dennoch. Gern wurden von K. in der Vergangenheit verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig unbedeutende Vorg&#228;nge wie ein ungl&#252;cklicher Anruf oder eine wenig kompetent getextete Presseinformation zum Anlass genommen, den Absender &#246;ffentlich bei lebendigem Leibe zu sezieren und anschlie&#223;end, in letzten Zuckungen dem Ende entgegensehend, an den Pranger zu schn&#252;ren. Ob jeder Account Manager in Agenturen soviel Spa&#223; verstanden hat, wenn seine Junior-Beraterin der Agentur und dem Kunden durch ein Missgeschick zu solch zweifelhaftem Ruhm verholfen hat? Vermutlich nicht. Ja, ganz ehrlich: Das hat mir, auch wenn ich Spa&#223; verstehe, in der Vergangenheit auch schon Angst eingefl&#246;&#223;t. Mein pers&#246;nliches Verh&#228;ltnis zu Bloggern, die sich so verhalten, ist durchwachsen beziehungsweise in den meisten F&#228;llen schlicht und ergreifend nicht vorhanden.</p>
<p>Soviel also zum Schreckgespenst des amokschreibenden W&#252;st-Bloggers. Doch Hand aufs Herz: Was scheren Sie sich um die K.s, Don Alfonsos oder wie sie sonst noch alle hei&#223;en? Ich habe die Namen ehrlich gesagt vergessen und auch keine Lust, sie zu recherchieren. Blogger Relations in Deutschland, so habe ich den Eindruck, k&#246;nnten weitaus entwickelter sein als sie das sind, wenn nicht immer wieder w&#252;ste Schlammschlachten durch die deutsche Blogosph&#228;re wabern w&#252;rden, die am Ende nicht etwa den Beteiligten schaden. Die steigern ja durch gegenseitiges Diffamieren prim&#228;r ihren Bekanntheitsgrad und zweifelhaften Ruf. Nein, geschadet haben die Schlammschlachten am Ende den ganz normalen Durchschnittsbloggern. An die traut sich n&#228;mlich keiner mehr heran – es gilt ja: Blogger sind gef&#228;hrliche Bestien, die nur darauf warten, PR-Menschen in der Luft zu zerrei&#223;en.</p>
<h2>Advertorials im Silber-Pack statt pers&#246;nlicher Beziehungen?</h2>
<p>Statt gesunder Beziehungen zwischen Public Relations und Blogosph&#228;re hat sich daher leider eine Situation entwickelt, in der Anbieter wie das Unternehmen Trigami aus der Schweiz PR-Agenturen bezahlte Pr&#228;senz in Blogs anbieten. Dann muss das Agenturpersonal diese gef&#228;hrlichen Blogger n&#228;mlich nicht selbst anfassen. Bei Trigami gibt es zwecks Zielerreichung ohne pers&#246;nlichen Kontakt sogenannte Advertorials im Start-, Silber- oder Gold-Paket. Ich zitiere, wie Trigami das definiert: &#8220;Advertorials sind redaktionelle Werbetexte, geschrieben von Bloggern, 100% positiv durch Inhaltskontrolle Ihrerseits.&#8221; Alternativ gibt es auch &#8220;Text-Reviews&#8221;, hier werden die Blogger zwar ebenfalls bezahlt, sind aber – nat&#252;rlich – v&#246;llig frei in der Meinungs&#228;u&#223;erung. Buchen Sie gern bei Trigami, aber dann geben Sie dieses Buch bitte an jemanden weiter, der mehr damit anfangen kann.</p>
<p>Oder k&#252;mmern Sie sich selbst um Blogger Relations. Folgen Sie dem Leitsatz: &#8220;Blogger sind ganz normale Menschen wie andere auch.&#8221; Warten Sie einmal ab, wie schnell Sie zu Ihren ganz pers&#246;nlichen Kontakten in die Blogosph&#228;re kommen, wenn Sie via Twitter und Corporate Blog interessante Inhalte zur Diskussion im Social Web beisteuern. Treten Sie in den Dialog – dann klappt es auch mit den Bloggern.</p>
<p>Kollegen in Agenturen werden an dieser Stelle einwenden, dass ein solcher auf pers&#246;nlichen Bindungen beruhender Ansatz angesichts der Themenvielfalt gar nicht m&#246;glich ist. Das ist nachvollziehbar. Auch wir PR-Menschen k&#246;nnen nicht &#252;berall gleichzeitig sein. Obwohl wir so oberfl&#228;chlich sind. Stimmt also – aber: Blogger sind sensible Menschen. Blogger bemerken es, wenn Sie als Agenturmensch ein gutes Standing in Ihrer eigenen Branche aufgebaut haben. Die haben da einen Riecher &#8216;f&#252;r. Sind Sie in der Twitter- und Blogosph&#228;re rund um Public-Relations-Themen gut vernetzt und renommiert, so wird dies ein Blogger, der beispielsweise im Kulturbereich t&#228;tig ist, bemerken, wenn sie ihn kontaktieren. Er wird Ihrer Kontaktaufnahme potenziell positiver gegen&#252;berstehen, wenn er Ihren Namen bereits kennt, wenn er beim fl&#252;chtigen Googeln oder schon an Ihrer E-Mail-Signatur sieht, dass Sie im Social Web engagiert sind und das Web 2.0 nicht nur als Vehikel betrachten.</p>
<p>Fazit: Es gibt keine Patentrezepte in der &#214;ffentlichkeitsarbeit gegen&#252;ber Bloggern. Es kann richtig oder falsch sein, einen Blogger in den Presseverteiler Ihres Unternehmens aufzunehmen oder ihn zu einer Presseveranstaltung einzuladen. Richtig ist in jedem Fall, jeden Blogger wie einen f&#252;r Sie wichtigen Journalisten mit der Zeit genauer kennenzulernen und den Informationsfluss sowie die Kontaktfrequenz exakt so zu justieren wie es diesem f&#252;r Sie wichtigen Multiplikator recht ist.</p>
<p><em>Ich freue mich auf Reaktionen und Kommentare zu den Vorab-Ausz&#252;gen aus meinem Manuskript. Stimmen Sie zu? Liege ich falsch? Habe ich etwas &#252;bersehen?</em></p>
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