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	<title>Kommentare zu: Ein Pl&#228;doyer gegen den Dialog um jeden Preis</title>
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		<title>Von: Christoph Salzig</title>
		<link>http://blog.jodeleit.de/ein-plaedoyer-gegen-den-dialog-um-jeden-preis/comment-page-1/#comment-316</link>
		<dc:creator>Christoph Salzig</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 01:19:05 +0000</pubDate>
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		<description>Es ist eigentlich alles gesagt. Was die Wirkung angeht, schlie&#223;e ich mich Djure meinens Meinung an. Dialog um jeden Preis wirkt bisweilen aufgesetzt und ist auch nicht immer wirklich effizient. An einer &#214;ffnung Richtung Konsument kommt jedoch niemand vorbei. Die Zeiten des Marktschreiers sind vorbei - in der Werbung, im marketing und auch in der PR... Der eine merkt es fr&#252;her, der andere sp&#228;ter, noch andere zu sp&#228;t.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist eigentlich alles gesagt. Was die Wirkung angeht, schlie&#223;e ich mich Djure meinens Meinung an. Dialog um jeden Preis wirkt bisweilen aufgesetzt und ist auch nicht immer wirklich effizient. An einer &#214;ffnung Richtung Konsument kommt jedoch niemand vorbei. Die Zeiten des Marktschreiers sind vorbei &#8211; in der Werbung, im marketing und auch in der PR&#8230; Der eine merkt es fr&#252;her, der andere sp&#228;ter, noch andere zu sp&#228;t.</p>
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		<title>Von: tnehren</title>
		<link>http://blog.jodeleit.de/ein-plaedoyer-gegen-den-dialog-um-jeden-preis/comment-page-1/#comment-315</link>
		<dc:creator>tnehren</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 20:26:24 +0000</pubDate>
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		<description>Ein Pl&#228;doyer, dass vor Schnellsch&#252;ssen und vor unreflektiertem Mitmachen warnt finde ich durchaus angebracht. Im Grunde entsteht ja ein beinahe dialektischer Mechanismus: Wenn sich die PR-Abteilungen statt wild zu Twittern zun&#228;chst mal auf das Zuh&#246;ren beschr&#228;nken und sich in Foren, bei Twitter, Facebook und sonstigen Communities ersteinmal als Konsumenten bewegen, werden sie zweierlei herausfinden k&#246;nnen. 1. Wo wird &#252;ber uns Kommuniziert! 2. Was wird &#252;ber uns kommuniziert! Wenn man daf&#252;r ein Gef&#252;hl bekommen hat, kann man sich immer noch entscheiden wie man reagiern m&#246;chte -einmischen, ignorieren oder stillschweigend reagieren. Festzuhalten bleibt, dass das Zuh&#246;ren f&#252;r jede Organisation und f&#252;r jedes Unternehmen ein Gewinn darstellt. Das das geh&#246;rte in irgendeiner Weise auch in das Unternehmen einflie&#223;t, sollte dann logisch und selbstverst&#228;ndlich sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Pl&#228;doyer, dass vor Schnellsch&#252;ssen und vor unreflektiertem Mitmachen warnt finde ich durchaus angebracht. Im Grunde entsteht ja ein beinahe dialektischer Mechanismus: Wenn sich die PR-Abteilungen statt wild zu Twittern zun&#228;chst mal auf das Zuh&#246;ren beschr&#228;nken und sich in Foren, bei Twitter, Facebook und sonstigen Communities ersteinmal als Konsumenten bewegen, werden sie zweierlei herausfinden k&#246;nnen. 1. Wo wird &#252;ber uns Kommuniziert! 2. Was wird &#252;ber uns kommuniziert! Wenn man daf&#252;r ein Gef&#252;hl bekommen hat, kann man sich immer noch entscheiden wie man reagiern m&#246;chte -einmischen, ignorieren oder stillschweigend reagieren. Festzuhalten bleibt, dass das Zuh&#246;ren f&#252;r jede Organisation und f&#252;r jedes Unternehmen ein Gewinn darstellt. Das das geh&#246;rte in irgendeiner Weise auch in das Unternehmen einflie&#223;t, sollte dann logisch und selbstverst&#228;ndlich sein.</p>
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	<item>
		<title>Von: Eva N . Gelise</title>
		<link>http://blog.jodeleit.de/ein-plaedoyer-gegen-den-dialog-um-jeden-preis/comment-page-1/#comment-314</link>
		<dc:creator>Eva N . Gelise</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 15:56:58 +0000</pubDate>
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		<description>Einen kritischen Beitrag &#252;ber Twitter und Co zu schreiben, einerseits, und einen &quot;Tweet This Post&quot; Link direkt darunter zu setzen andererseits ringt mir ein abf&#228;lliges L&#228;cheln ab. Unglaubw&#252;rdig dadurch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Einen kritischen Beitrag &#252;ber Twitter und Co zu schreiben, einerseits, und einen &#8220;Tweet This Post&#8221; Link direkt darunter zu setzen andererseits ringt mir ein abf&#228;lliges L&#228;cheln ab. Unglaubw&#252;rdig dadurch.</p>
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	<item>
		<title>Von: thomaspleil</title>
		<link>http://blog.jodeleit.de/ein-plaedoyer-gegen-den-dialog-um-jeden-preis/comment-page-1/#comment-313</link>
		<dc:creator>thomaspleil</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 02:50:55 +0000</pubDate>
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		<description>Vollkommen richtig: Zur&#252;cklehnen gilt nicht. Es eigentlich fast trivial, dass eine solide - und damit verantwortungsvolle - Entscheidung f&#252;r oder gegen etwas nur fallen kann, wenn dem eine saubere Analyse zu Grunde liegt. Die PR-Abteilung ist nun mal in der Rolle des Beraters des Top-Managements in Fragen der &#246;ffentlichen Kommunikation (oder will es sein). Und dazu geh&#246;rt die Kompetenz, alte und neue Mechanismen der &#214;ffentlichkeit zu verstehen und dann erst Schl&#252;sse daraus f&#252;r die eigene Organisation zu ziehen. Aber es ist wohl wahr: Man muss auch hierauf immer wieder hinweisen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;... man k&#246;nnte das Ganze eigentlich auch so zuspitzen: Kommunikatoren, die neue Entwicklungen in ihrem Feld ignorieren, schaden ihrem eigenen Standing - und dem Beruf.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vollkommen richtig: Zur&#252;cklehnen gilt nicht. Es eigentlich fast trivial, dass eine solide &#8211; und damit verantwortungsvolle &#8211; Entscheidung f&#252;r oder gegen etwas nur fallen kann, wenn dem eine saubere Analyse zu Grunde liegt. Die PR-Abteilung ist nun mal in der Rolle des Beraters des Top-Managements in Fragen der &#246;ffentlichen Kommunikation (oder will es sein). Und dazu geh&#246;rt die Kompetenz, alte und neue Mechanismen der &#214;ffentlichkeit zu verstehen und dann erst Schl&#252;sse daraus f&#252;r die eigene Organisation zu ziehen. Aber es ist wohl wahr: Man muss auch hierauf immer wieder hinweisen. </p>
<p>&#8230; man k&#246;nnte das Ganze eigentlich auch so zuspitzen: Kommunikatoren, die neue Entwicklungen in ihrem Feld ignorieren, schaden ihrem eigenen Standing &#8211; und dem Beruf.</p>
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		<title>Von: Arnold Melm</title>
		<link>http://blog.jodeleit.de/ein-plaedoyer-gegen-den-dialog-um-jeden-preis/comment-page-1/#comment-312</link>
		<dc:creator>Arnold Melm</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 01:13:29 +0000</pubDate>
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		<description>Mir gef&#228;llt Deine R&#252;ckantwort fast besser als das obige Blogposting. Denn dort wird klarer, dass jede Ma&#223;nahme in eine Strategie eingebunden werden muss. Darauf kommt es an. Also ma&#223;geschneiderte L&#246;sungen, keine reflexartig formulierte Losungen, die Du zu recht kritisierst. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Andererseits sehe ich ebenso die Gefahr, dass sich nun die Gegner von Social Media beruhigt zur&#252;cklehnen. Da m&#246;chte ich ebenso Mirko Lange von talkabout zitieren, der ROI als Risk Of Ignorance &#252;bersetzt. Und so die Gefahr verdeutlicht, die in einer Vogel-Strau&#223;-Politik steckt. Nicht jeder muss an den Gespr&#228;chen teilnehmen, aber dieses Vorgehen birgt eben Gefahren in sich, nicht wahrzunehmen, was um eine Unternehmung herum geschieht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mir gef&#228;llt Deine R&#252;ckantwort fast besser als das obige Blogposting. Denn dort wird klarer, dass jede Ma&#223;nahme in eine Strategie eingebunden werden muss. Darauf kommt es an. Also ma&#223;geschneiderte L&#246;sungen, keine reflexartig formulierte Losungen, die Du zu recht kritisierst. </p>
<p>Andererseits sehe ich ebenso die Gefahr, dass sich nun die Gegner von Social Media beruhigt zur&#252;cklehnen. Da m&#246;chte ich ebenso Mirko Lange von talkabout zitieren, der ROI als Risk Of Ignorance &#252;bersetzt. Und so die Gefahr verdeutlicht, die in einer Vogel-Strau&#223;-Politik steckt. Nicht jeder muss an den Gespr&#228;chen teilnehmen, aber dieses Vorgehen birgt eben Gefahren in sich, nicht wahrzunehmen, was um eine Unternehmung herum geschieht.</p>
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	<item>
		<title>Von: thomaspleil</title>
		<link>http://blog.jodeleit.de/ein-plaedoyer-gegen-den-dialog-um-jeden-preis/comment-page-1/#comment-310</link>
		<dc:creator>thomaspleil</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 20:08:30 +0000</pubDate>
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		<description>Ich finde die grunds&#228;tzliche Klarstellung sehr wichtig: Dialog ist kein Muss. Und die im Blogpost genannten Hinterfragungen d&#252;rften in der Praxis wirklich wertvoll sein.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Fruchtbringend bei der &#220;berlegung f&#252;r oder wider Dialog erscheint mir erg&#228;nzend das Hinterfragen der Anforderungen, die in Gespr&#228;chen an eine Organisation/ein Unternehmen gestellt werden (Erwartungen, Kritik, Wunsch nach Orientierung etc.). Deshalb unterschreibe ich die Forderung nach Zuh&#246;ren sofort. Aber: Wenn alle sich unterhalten, wie toll mein neues Produkt ist, muss ich mich nicht auch noch auf solche Gesp&#228;che zwanghaft draufsetzen. Werden jedoch kritische Fragen gestellt (und das tun beileibe nicht nur Kunden), macht der Dialog strategisch viel mehr Sinn. F&#252;r mich hat Dialog immer auch mit Erkl&#228;ren, Argumentieren zu tun. Worbei auch hier in meinem Verst&#228;ndnis gilt, dass ein Unternehmen sich im Einzelfall dennoch gegen Dialog entscheiden kann. Einfaches Beispiel: Ich muss nicht auf jede leise Kritik in einem Blog reagieren, hier kann auch Ignorieren eine angemessene Reaktion sein - manchmal vielleicht sogar die souver&#228;nere. &lt;br&gt;&lt;br&gt;F&#252;r mich sind solche Fragen durchweg Einzelfallentscheidungen, die eine hohe soziale und kommunikationsstrategische Kompetenz erfordern. Denn am Ende geht&#039;s darum, Kommunikationsziele m&#246;glichst effizient zu erreichen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde die grunds&#228;tzliche Klarstellung sehr wichtig: Dialog ist kein Muss. Und die im Blogpost genannten Hinterfragungen d&#252;rften in der Praxis wirklich wertvoll sein.</p>
<p>Fruchtbringend bei der &#220;berlegung f&#252;r oder wider Dialog erscheint mir erg&#228;nzend das Hinterfragen der Anforderungen, die in Gespr&#228;chen an eine Organisation/ein Unternehmen gestellt werden (Erwartungen, Kritik, Wunsch nach Orientierung etc.). Deshalb unterschreibe ich die Forderung nach Zuh&#246;ren sofort. Aber: Wenn alle sich unterhalten, wie toll mein neues Produkt ist, muss ich mich nicht auch noch auf solche Gesp&#228;che zwanghaft draufsetzen. Werden jedoch kritische Fragen gestellt (und das tun beileibe nicht nur Kunden), macht der Dialog strategisch viel mehr Sinn. F&#252;r mich hat Dialog immer auch mit Erkl&#228;ren, Argumentieren zu tun. Worbei auch hier in meinem Verst&#228;ndnis gilt, dass ein Unternehmen sich im Einzelfall dennoch gegen Dialog entscheiden kann. Einfaches Beispiel: Ich muss nicht auf jede leise Kritik in einem Blog reagieren, hier kann auch Ignorieren eine angemessene Reaktion sein &#8211; manchmal vielleicht sogar die souver&#228;nere. </p>
<p>F&#252;r mich sind solche Fragen durchweg Einzelfallentscheidungen, die eine hohe soziale und kommunikationsstrategische Kompetenz erfordern. Denn am Ende geht&#39;s darum, Kommunikationsziele m&#246;glichst effizient zu erreichen.</p>
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	<item>
		<title>Von: Bernhard Jodeleit</title>
		<link>http://blog.jodeleit.de/ein-plaedoyer-gegen-den-dialog-um-jeden-preis/comment-page-1/#comment-309</link>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 20:56:13 +0000</pubDate>
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		<description>Vielen Dank f&#252;r Deinen ausf&#252;hrlichen und sorgf&#228;ltig abw&#228;genden Kommentar! Ich m&#246;chte zun&#228;chst auf einen Seitenstrang Deiner Argumentation eingehen. Du vertrittst die These, dass &#252;berall, wo gehandelt wird, Kommunikation stattfindet. Ja, grunds&#228;tzlich ist das Handeln auf M&#228;rkten tats&#228;chlich begleitet von Gespr&#228;chen. Doch ironischerweise sind es gerade Datennetze und digitale Kommunikation, die manche dieser Gespr&#228;che haben versiegen lassen. Und zwar, indem Anfrage und Nachgebot automatisiert miteinander abgeglichen werden und Handelsprozesse gnadenlos effizient gemacht wurden. Die B&#246;rse und die durch sie verursachte Krise sind daf&#252;r sogar ein besonders gutes Beispiel. Doch selbst bei allt&#228;glichem Handeln auf einer Plattform wie ebay war vor einigen Jahren noch weitaus mehr pers&#246;nliche Kommunikation im Spiel als dies heute der Fall ist. Durchaus eine Schattenseite der Digitalisierung.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Grunds&#228;tzlich bin ich beim Thema Dialog im Social Web jedoch Optimist. Ich glaube an die positiven gesellschaftlichen Effekte von Social Networks und finde es toll, dass heute auf den unterschiedlichsten Plattformen Gespr&#228;che stattfinden. Zwischen Konsumenten und Konsumenten, Konsumenten und Unternehmen, vielleicht etwas seltener noch zwischen Unternehmen und anderen Unternehmen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Was ich kritisiere ist die gebetsm&#252;hlenartige und oft unreflektierte Art und Weise, in der Unternehmen beim Umgang mit diesen Gespr&#228;chen beraten werden. Ich kritisiere, dass so mancher Twitter-Experte und auch PR-Mensch die Entscheider dahingehend beeinflusst, dass sie sich unbedingt an Gespr&#228;chen auf m&#246;glichst vielen Plattformen beteiligten sollten. Dem ist nicht so, und nie sollten professionell motivierte Social-Media-Aktivit&#228;ten einfach nur f&#252;r sich stehen, isoliert und ohne Strategie betrieben werden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Zuh&#246;ren, da stimme ich Dir zu, ist der erste Schritt. Zuh&#246;ren nicht nur nach au&#223;en, sondern auch unternehmensintern: Wo sind potenzielle Markenbotschafter? Wo sind die Mitarbeiter, die in der Lage sind, das Unternehmen positiv nach au&#223;en zu vertreten? Wenn kann ich als Unternehmenskommunikator in meine Aktivit&#228;ten einbinden? Wo muss ich Kollegen einnorden und notfalls bremsen, die zu missionarisch und vertriebsverliebt ans Social Web herangehen und Gefahr laufen, &#252;ber die Str&#228;nge zu schlagen, etwa durch verdeckte Aktivit&#228;ten unter falscher Identit&#228;t in Meinungsportalen und Foren?&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wichtig ist f&#252;r Unternehmen aus meiner Sicht: Erst eine Kommunikationsstrategie erarbeiten, dann twittern. Und weder zu Schnellsch&#252;ssen verf&#252;hren lassen noch die Kunden auf allen nur denkbaren Plattformen aktiv vertriebsorientiert zuspammen. Vielleicht sind die Leute auch deshalb so von Apple begeistert, weil die Marke in vielerlei Hinsicht so wenig mit ihnen spricht, sich nicht auf allen denkbaren Kan&#228;len anbiedert – und dennoch die user experience ins Zentrum stellt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank f&#252;r Deinen ausf&#252;hrlichen und sorgf&#228;ltig abw&#228;genden Kommentar! Ich m&#246;chte zun&#228;chst auf einen Seitenstrang Deiner Argumentation eingehen. Du vertrittst die These, dass &#252;berall, wo gehandelt wird, Kommunikation stattfindet. Ja, grunds&#228;tzlich ist das Handeln auf M&#228;rkten tats&#228;chlich begleitet von Gespr&#228;chen. Doch ironischerweise sind es gerade Datennetze und digitale Kommunikation, die manche dieser Gespr&#228;che haben versiegen lassen. Und zwar, indem Anfrage und Nachgebot automatisiert miteinander abgeglichen werden und Handelsprozesse gnadenlos effizient gemacht wurden. Die B&#246;rse und die durch sie verursachte Krise sind daf&#252;r sogar ein besonders gutes Beispiel. Doch selbst bei allt&#228;glichem Handeln auf einer Plattform wie ebay war vor einigen Jahren noch weitaus mehr pers&#246;nliche Kommunikation im Spiel als dies heute der Fall ist. Durchaus eine Schattenseite der Digitalisierung.</p>
<p>Grunds&#228;tzlich bin ich beim Thema Dialog im Social Web jedoch Optimist. Ich glaube an die positiven gesellschaftlichen Effekte von Social Networks und finde es toll, dass heute auf den unterschiedlichsten Plattformen Gespr&#228;che stattfinden. Zwischen Konsumenten und Konsumenten, Konsumenten und Unternehmen, vielleicht etwas seltener noch zwischen Unternehmen und anderen Unternehmen.</p>
<p>Was ich kritisiere ist die gebetsm&#252;hlenartige und oft unreflektierte Art und Weise, in der Unternehmen beim Umgang mit diesen Gespr&#228;chen beraten werden. Ich kritisiere, dass so mancher Twitter-Experte und auch PR-Mensch die Entscheider dahingehend beeinflusst, dass sie sich unbedingt an Gespr&#228;chen auf m&#246;glichst vielen Plattformen beteiligten sollten. Dem ist nicht so, und nie sollten professionell motivierte Social-Media-Aktivit&#228;ten einfach nur f&#252;r sich stehen, isoliert und ohne Strategie betrieben werden.</p>
<p>Zuh&#246;ren, da stimme ich Dir zu, ist der erste Schritt. Zuh&#246;ren nicht nur nach au&#223;en, sondern auch unternehmensintern: Wo sind potenzielle Markenbotschafter? Wo sind die Mitarbeiter, die in der Lage sind, das Unternehmen positiv nach au&#223;en zu vertreten? Wenn kann ich als Unternehmenskommunikator in meine Aktivit&#228;ten einbinden? Wo muss ich Kollegen einnorden und notfalls bremsen, die zu missionarisch und vertriebsverliebt ans Social Web herangehen und Gefahr laufen, &#252;ber die Str&#228;nge zu schlagen, etwa durch verdeckte Aktivit&#228;ten unter falscher Identit&#228;t in Meinungsportalen und Foren?</p>
<p>Wichtig ist f&#252;r Unternehmen aus meiner Sicht: Erst eine Kommunikationsstrategie erarbeiten, dann twittern. Und weder zu Schnellsch&#252;ssen verf&#252;hren lassen noch die Kunden auf allen nur denkbaren Plattformen aktiv vertriebsorientiert zuspammen. Vielleicht sind die Leute auch deshalb so von Apple begeistert, weil die Marke in vielerlei Hinsicht so wenig mit ihnen spricht, sich nicht auf allen denkbaren Kan&#228;len anbiedert – und dennoch die user experience ins Zentrum stellt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: tspe</title>
		<link>http://blog.jodeleit.de/ein-plaedoyer-gegen-den-dialog-um-jeden-preis/comment-page-1/#comment-308</link>
		<dc:creator>tspe</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 15:39:57 +0000</pubDate>
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		<description>Dein Posting hinterl&#228;sst bei mir gemischte Gef&#252;hle. Unterschreiben kann ich: &quot;Social Media und Dialogorientierung sind f&#252;r Unternehmen keine Pflicht.&quot; Nat&#252;rlich sind sie das nicht. Die Frage ist jedoch, welche Folgen es f&#252;r Unternehmen haben kann, die ver&#228;nderte Art der Kommunikation plus das sich &#228;ndernde Rollenverst&#228;ndnis vom &quot;Verbraucher/Konsumenten&quot; hin zum &quot;Anspruchnehmer/Partner&quot; zu ignorieren und weiterzumachen wie bisher. Es ver&#228;ndert sich schlie&#223;lich viel mehr als &quot;nur&quot; die Technologie.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Was ich aber nicht unterschreibe, ist &quot;L&#228;ngst nicht alle M&#228;rkte sind Gespr&#228;che. Nicht immer sollten sich Marken direkt in den Dialog einmischen.&quot; Denn das eine hat mit dem anderen erst einmal nichts zu tun. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Zun&#228;chst ein gro&#223;es, fettes &quot;DOCH!&quot;. Alle M&#228;rkte sind Gespr&#228;che. Ob im Social Web, am Telefon, an der B&#246;rse, auf dem Golfplatz, dem Wochenmarkt - &#252;berall wo Menschen zusammenkommen um zu handeln, ist Kommunikation, finden Gespr&#228;che statt. Nichts anderes sagt dass Cluetrain Manifest. Und Du selbst sagst es eingentlich auch, wenn Du Marken empfiehlst, sich nicht &quot;in den Dialog einzumischen&quot;. Den gibt es bereits. Die Teilnahme ist eine andere Frage.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Allerdings ist das auch eine Frage des Verst&#228;ndnisses von &quot;Marke&quot;. Eine der interessantesten Debatten der letzten Zeit ist die zu Markenf&#252;hrung. Amir Kassaei behauptet, Marken werden &#252;berhaupt nicht von Unternehmen gef&#252;hrt, sondern von den Menschen, die ihnen eine Bedeutung beimessen. Das sind vor allem die K&#228;ufer und Liebhaber solcher Marken. Eines der extremsten Beispiele - explizit NICHT role model! - daf&#252;r ist Apple. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Von daher empfiehlt es sich f&#252;r Unternehmen und nicht (nur) Marken, dem Dialog zuzuh&#246;ren, oder ihm sogar beizutreten, um Produkte entwickeln zu k&#246;nnen, die auch gewollt sind. Wenn der Dialog nicht in Facebook stattfindet, dann eben auf einer Messe. Oder im Kaufhaus. Oder im Supermarkt: &lt;a href=&quot;http://www.penny.de/index.php?id=9294&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;http://www.penny.de/index.php?id=9294&lt;/a&gt;&lt;br&gt;Ist doch schnurzpiepegal, wo dieser Dialog stattfindent. Wichtig ist allein die Erkenntnis, dass mir der Kunde etwas zu sagen hat. Nichts anderes will auch das Cluetrain Manifest.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dein Posting hinterl&#228;sst bei mir gemischte Gef&#252;hle. Unterschreiben kann ich: &#8220;Social Media und Dialogorientierung sind f&#252;r Unternehmen keine Pflicht.&#8221; Nat&#252;rlich sind sie das nicht. Die Frage ist jedoch, welche Folgen es f&#252;r Unternehmen haben kann, die ver&#228;nderte Art der Kommunikation plus das sich &#228;ndernde Rollenverst&#228;ndnis vom &#8220;Verbraucher/Konsumenten&#8221; hin zum &#8220;Anspruchnehmer/Partner&#8221; zu ignorieren und weiterzumachen wie bisher. Es ver&#228;ndert sich schlie&#223;lich viel mehr als &#8220;nur&#8221; die Technologie.</p>
<p>Was ich aber nicht unterschreibe, ist &#8220;L&#228;ngst nicht alle M&#228;rkte sind Gespr&#228;che. Nicht immer sollten sich Marken direkt in den Dialog einmischen.&#8221; Denn das eine hat mit dem anderen erst einmal nichts zu tun. </p>
<p>Zun&#228;chst ein gro&#223;es, fettes &#8220;DOCH!&#8221;. Alle M&#228;rkte sind Gespr&#228;che. Ob im Social Web, am Telefon, an der B&#246;rse, auf dem Golfplatz, dem Wochenmarkt &#8211; &#252;berall wo Menschen zusammenkommen um zu handeln, ist Kommunikation, finden Gespr&#228;che statt. Nichts anderes sagt dass Cluetrain Manifest. Und Du selbst sagst es eingentlich auch, wenn Du Marken empfiehlst, sich nicht &#8220;in den Dialog einzumischen&#8221;. Den gibt es bereits. Die Teilnahme ist eine andere Frage.</p>
<p>Allerdings ist das auch eine Frage des Verst&#228;ndnisses von &#8220;Marke&#8221;. Eine der interessantesten Debatten der letzten Zeit ist die zu Markenf&#252;hrung. Amir Kassaei behauptet, Marken werden &#252;berhaupt nicht von Unternehmen gef&#252;hrt, sondern von den Menschen, die ihnen eine Bedeutung beimessen. Das sind vor allem die K&#228;ufer und Liebhaber solcher Marken. Eines der extremsten Beispiele &#8211; explizit NICHT role model! &#8211; daf&#252;r ist Apple. </p>
<p>Von daher empfiehlt es sich f&#252;r Unternehmen und nicht (nur) Marken, dem Dialog zuzuh&#246;ren, oder ihm sogar beizutreten, um Produkte entwickeln zu k&#246;nnen, die auch gewollt sind. Wenn der Dialog nicht in Facebook stattfindet, dann eben auf einer Messe. Oder im Kaufhaus. Oder im Supermarkt: <a href="http://www.penny.de/index.php?id=9294" rel="nofollow">http://www.penny.de/index.php?id=9294</a><br />Ist doch schnurzpiepegal, wo dieser Dialog stattfindent. Wichtig ist allein die Erkenntnis, dass mir der Kunde etwas zu sagen hat. Nichts anderes will auch das Cluetrain Manifest.</p>
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