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Profil zeigen mit Google Profiles

Profile-small in Profil zeigen mit Google ProfilesViele Internetnutzer googeln nach anderen Personen. Der neue Kollege, Chef, Mieter, Vermieter – wer ist das, welche Informationen finden sich im Web? Früher oder später gibt der Eine oder Andere auch den eigenen Namen mehr oder minder regelmäßig bei Google ein und schaut, was es da so alles gibt an Suchergebnissen. Schön, wenn die Treffer erfreulich sind, weniger schön, wenn weniger vorteilhafte Suchergebnisse ausgespuckt werden.

Dass Menschen neugierig aufeinander sind, nutzen seit einiger Zeit verschiedene Formen von Personensuchmaschinen und Profildiensten. Da gibt es Dienste wie myON-ID, yidd oder den  Service retaggr, der die schöne Profilkarte mit meinem Social Graph anzeigt, die in diesem und anderen Blogs neben meinem Autorennamen auftaucht, wenn man mit dem Mauszeiger darüberfährt. Auch Social Networks wie Xing erlauben mir als Nutzer, Profile und Fundstellen zu meiner Person selbst zusammenzutragen. Andere Suchmaschinen erledigen diese Arbeit vollautomatisch ohne mein Zutun. Sie generieren ohne meine Zustimmung Trefferseiten zu meinem Namen im Web, die mehr oder weniger zutreffende Informationen enthalten können – Yasni ist so ein Beispiel.

Die persönliche Visitenkarte – hosted by Google

All diese Dienste haben Eines gemeinsam: Sie bekommen ab sofort Konkurrenz von Google. Denn lieferte Google bislang lediglich die üblichen Trefferlisten, wenn Nutzer die Namen von Personen googeln, so werden ab sofort auf Wunsch “Google Profiles” mit ausgegeben. Das sind persönliche Visitenkarten, die jeder selbst gestalten kann. Wo bin ich bei Facebook, Twitter, Flickr unterwegs? Wo arbeite ich, habe ich gearbeitet? Was sind meine Interessen? Diese Informationen kann ich ab sofort direkt im Google-Profil hinterlegen. Hier der Link zu meinem Google-Profil.

Lieber Google als dubiose Personensuchmaschinen

Aus meiner Sicht sind die Google-Profile kein Nachteil für den Datenschutz, sondern ein Vorteil. Endlich gibt es eine zentrale und als marktführende Suchmaschine vor allem auch dazu berufene Stelle, an der ich ein persönliches Profil pflegen kann. Ich muss klar sagen, dass ich Google hier (teilweise) dubiosen Personensuchmaschinen aus der zweiten oder gar dritten Reihe eindeutig vorziehe. Warum Profile an vielen Stellen pflegen – warum sich mit den Kopien beschäftigen, wenn man das Original haben kann? Wichtig sind aus meiner Sicht zwei Dinge: Ich möchte a) jederzeit Kontrolle über mein Profil behalten und b) nie erleben, dass die Suchmaschine einem Personenprofil automatisch Treffer hinzufügt. Denn das ist nach dem heutigen (4/2009) Stand der Technik seriös und ohne menschliche Filter nicht möglich – menschliche Namen sind schließlich nicht eindeutig.

Google wird zum Social Network – noch 2009

Interessant zudem, wie konsequent Google im Moment daran arbeitet, zum Social Network zu werden. Die neuen Google Profiles und Google Friend Connect sind hier wichtige Bestandteile. Vielversprechend finde ich in diesem Kontext auch die Frage, wie sich Open Social im Laufe des Jahres entwickeln wird – selbst Xing hat hier ja einige Pläne in der Pipeline, über die wir laut Ankündigung des neuen CEO in einem Interview ja noch im zweiten Quartal mehr erfahren werden. Ich bin sehr gespannt.

[Foto hier und aktuelles Teaserfoto zum Beitrag auf der Startseite von blog.jodeleit.de: time | photocase.com]

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Bernhard Jodeleit

arbeitet als PR-Berater mit Schwerpunkt auf ITK- und andere High-Tech-Themen sowie Social Media bei der Sympra GmbH (GPRA) in Stuttgart.

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