Drei Jahre ist der Hype um Cabir & Co. nun schon her. Jahrelang versäumte die Antivirenindustrie keinen Anlass, auf die angeblich große Gefahr durch Viren auf dem Mobiltelefon hinzuweisen. Nur tut sich leider nichts. Während der mobile Schutz sensibler Unternehmensdaten durch Verschlüsselung und Device Management immer wichtiger wird, will sich einfach kein Hacker so recht dem Kampf an der mobilen Virenfront stellen. Welch ein Fiasko: Die Security-Branche kann sich auf diesem etwa so gut wie die Stuttgarter Rad-WM frequentierten Schlachtfeld ebensowenig eine goldene Nase verdienen wie die Cybercrime-Szene. Denn die scheitert an den im Vergleich zur PC-Welt ungleich strikteren Sicherheitskonzepten der Handys und Smartphones.
Eine Herausforderung für jeden, der mobile Virenscanner verkaufen will. Wo keine Bedrohung ist, da braucht man keinen Schutz dagegen.
So ein Pech aber auch!
So nahm die Panikmache in jüngster Zeit denn auch geradezu groteske Züge an. Wie bei einer im Februar von McAfee veröffentlichten Mitteilung mit dem Titel: "Handy-Viren grassieren: Bereits 83 Prozent aller Mobilfunkbetreiber betroffen."
Ob das noch was wird mit den Handyviren?
Man verzeihe mir ein gewisses Amüsement, wenn ich heute auf silicon.de lese: "Die Sicherheitsexperten von F-Secure sehen Schädlinge für mobile Geräte als keine wirklich ernste Bedrohung an." Doch nicht nur dies, F-Secure-CEO Kimmo Alkio wird auch mit der Aussage zitiert, dass sich daran so rasch nichts ändern werde.
Das sehe ich auch so, und nicht erst seit gestern.
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