Notizen von Bernhard Jodeleit

Instant Messaging wird mobil

Mit Interesse verfolge ich seit einiger Zeit die Entwicklung von Fring. Dabei handelt es sich um eine Software für zahlreiche Handys und Smartphones, die es möglich macht, VoIP-Telefonate via SIP oder skype auch unterwegs zu führen. Dabei lässt sich ein beliebiger SIP-Anbieter nutzen und sehr viel leichter konfigurieren als etwa mit dem nativen SIP-Client von Nokia. Mindestens ebenso nützlich wie die mobile Internettelefonie: Die Anwendung befreit auch Instant Messaging endgültig vom PC. Unabhängig davon, ob skype, ICQ, MSN, Google Talk oder andere IM-Lösungen eingesetzt werden, lassen sich diese mit Hilfe von Fring auch unterwegs nutzen. Allerdings unter Preisgabe persönlicher Daten, schließlich müssen die Login-Informationen der genutzten Dienste auf den Fring-Servern hinterlegt werden. Dies ruft die Notwendigkeit in Erinnerung, via Instant Messaging keine vertraulichen Themen zu diskutieren.

Seit einiger Zeit im Beta-Test und heute auch offiziell angekündigt: das Fring-Widget für beliebige HTML-Seiten, das sich als Java-Script einbinden lässt. Mit Hilfe des kleinen Code-Schnipsels kann jeder Website-Besucher mit dem Fring-Client auf dem mobilen Endgerät Kontakt aufnehmen und somit spontan einen Chat initiieren. Geschmackssache: Die GPS-Position des mit Fring ausgestatteten Mobiltelefons kann ebenso veröffentlicht werden – was aktuell eher einer Spielerei oder einem Machbarkeitsbeweis gleichkommt. Erste Erfahrungen zeigen, dass die Kommunikation zwischen Widget und mobilem Fring-Client tatsächlich funktioniert. Das Widget in diesem Posting ist aktuell übrigens tatsächlich aktiv, darf gerne getestet werden und ermöglicht eine direkte Kontaktaufnahme zu meinem mobilen Client.