Soeben habe ich Outlook installiert. Und Office. Zeitbedarf jeweils unter einer Minute. Auf einem Windows-PC. Und: Um die Anwendungen zu deinstallieren reicht das Löschen der jeweiligen Verknüpfung auf dem Desktop oder im Startmenü.
Geht nicht? Doch – mit webbasierten Applikationen, die sich wie Client-Software verhalten, nicht wie Websites im Browser, die sich früher oder später womöglich noch in Tabs nebeneinander drängeln.
Einst als Segen gelobt zeigt gerade das Tabbed Browsing im Alltag durchaus seine Schattenseiten. Zunächst wegen der virtuellen Unordnung, die das Öffnen zahlreicher Tabs darstellt. Zudem, und das ist noch schwerwiegender, aufgrund der in die Knie gehenden Rechenleistung. Insbesondere bei der Nutzung webbasierter Anwendungen, die eine immer größere Rolle spielen, wird das Arbeiten mit Tabs in einem Browser nicht nur unübersichtlich, sondern auch langsam – Kyle Brady im Silicon Valley erklärt das bestens.
Mozilla hat eine schicke Lösung in der Pipeline: Mit Prism wird es möglich, webbasierte Anwendungen mit und ohne Ajax wie Client-Software auszuführen. Dies bedeutet nicht nur, dass aus kosmetischen und praktischen Gründen Adress- und Statuszeile wegfallen und sich jede Anwendung separat via Shortcut aus dem Startmenü oder via Schnellstartleiste aufrufen lässt. Das Ganze läuft auch performanter: Leistungshungrige Web-Werkzeuge wie Thinkfree, Outlook Web Access & Co. laufen einfach erheblich zuverlässiger, schneller und übersichtlicher. Für mich ein starkes Argument für die Nutzung webbasierter Anwendungen.
Ein echter Gewinn – schon in der Betaphase.