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Mustervertrag für WLAN-Mitsurfer

Das muss Schicksal sein: Zuerst hatte ich Angst vor ihm, nun hat er Angst vor mir. Die Rede ist von dem Studenten, der während des Tests zweier Fonera-Router und einer SMC-Richtantenne trotz dreistelliger Entfernung in Metern Luftlinie (!) in seiner Wohnung noch so viel von meinem WLAN-Signal empfangen konnte, dass er mir eine E-Mail schrieb und um eine Möglichkeit bat, bei mir mitzusurfen. Dafür bin ich prinzipiell immer offen – weshalb meine SSIDs auch die Namen wlan@jodeleit.de 1 bis wlan@jodeleit.de 6 tragen, sozusagen eine Einladung zur Kontaktaufnahme. Klar darf er hier mitsurfen, dachte ich mir, aber Ordnung muss sein, und verlangte als Voraussetzung Personalausweiskopie und Abschluss einer Vereinbarung, die Rechte und Pflichten regelt und nochmals ausdrücklich klarstellt, dass der junge Mann über mein WLAN und damit meinen Internetanschluss keine strafbaren Inhalte übertragen darf.  Das war ihm dann doch zuviel: Jetzt meldet er sich nicht mehr. Schade!

Positiver Nebeneffekt: Dass es einen WLAN-Mitbenutzungsvertrag als Muster zum Download bislang noch nicht gab, führte zu der Idee, einmal mit Arne Trautmann aus München darüber zu sprechen. Und der erklärte sich einverstanden: Voilà, heute auf connect.de und mit freundlicher Genehmigung auch hier veröffentlicht – der meines Wissens erste Mustervertrag, der die unentgeltliche WLAN-Mitnutzung durch Nachbarn regelt.

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Bernhard Jodeleit

arbeitet als PR-Berater mit Schwerpunkt auf ITK- und andere High-Tech-Themen sowie Social Media bei der Sympra GmbH (GPRA) in Stuttgart.

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