Dass Big Brother sich rührend um uns kümmert, das wissen wir schon lange – in London ist man sogar stolz darauf. Doch zur Perfektion fehlt noch das social networking bei der Überwachung. In den USA hat man die Zeichen der Zeit erkannt und ist und wie immer eine Nasenlänge voraus. Denn während die Online-Strafanzeige in Deutschland noch als Errungenschaft und begrüßenswertes Novum gilt, ist man über dem großen Teich schon weiter. Dort können Bürger in New York City und im Staate Indiana schon bald vermeintliche und tatsächliche Straftäter mit dem Foto-Handy fotografieren und das Bild via Multimedia-Message direkt an die Polizei, Kurzwahl 911, senden.
Einziges Problem: Selbst in New York wird nicht jeder täglich Zeuge eines Verbrechens und hat rechtzeitig die meist leider mit deutlicher Auslöseverzögerung gebrandmarkten Handys parat. Doch auch dafür hat Bürgermeister Michael Bloomberg schon eine Lösung. Die Online-Anzeige via Fotohandy soll bald auch auf die Beschwerdenummer 311 ausgedehnt werden, die für minder schwere Fälle gedacht ist. Dort können die Bürger sich dann beispielsweise über Schlaglöcher beschweren. Oder über diesen Blog.