[mygal=lh0707]Erstaunlich, wie zögerlich der Geschäftsreisende sich von alten Gepflogenheiten verabschiedet und Innovation annimmt. Jahrelang galt man als Sonderling, wenn man das Angebot der Bahn wahrnahm, sein Ticket selbst auszudrucken, man spürte förmlich das innerliche Stöhnen des Zugpersonals, das die hochmodernen Online-Tickets mühevoll von Hand erfassen musste. Heute geht’s dank Barcode ja zum Glück recht fix. Etwas Ähnliches lässt sich im Moment beim Fliegen beobachten. So heute morgen. Es war nicht das erste Mal. An diesem Dienstag war ich mal wieder der Einzige auf meinem Flug, der die Lufthansa-Bordkarte selbst ausgedruckt hatte. Warum nutzen eigentlich nicht mehr Geschäftsreisende dieses praktische Verfahren? Es geht doch eigentlich so einfach – wie in dieser Fotogalerie dokumentiert:
- Online-Check-in wählen
- identifizierende Karte auswählen, alternativ Amadeus-Code eingeben
- einzucheckende Flüge bestätigen
- Check-in bestätigen
- PDF-Link zur Bordkarte anklicken
- und diese dann ausdrucken
Bordkartenkontrolle und Boarding funktionierten bislang stets reibungslos. Empfehlenswert ist das Ganze auch, weil es Zeit spart – und weil der Check-in-Automat am Flughafen dann keine Chance hat, mich abzuweisen, wenn ich spät dran bin (das macht der nämlich, recht uncharmant und knallhart: "Vorgang wird abgebrochen, Ihnen bleibt leider nicht genug Zeit bis zum Einstieg."). Allerdings wirkt das Personal bislang noch einen Moment überrascht, wenn der Passagier statt üblichem Boarding Pass einen DIN-A4-Ausdruck bereithält. Ich rechne schon damit, dass man am Gate demnächst hinter vorgehaltener Hand tuschelt: "Du, da kommt der wieder, der mit der Online-Bordkarte." – Mal sehen, wie das nachher beim Rückflug läuft.