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	<title>Social Media Relations &#187; brightkite</title>
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	<description>Notizen von Bernhard Jodeleit</description>
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		<title>Serie Social Networks im Profil: brightkite</title>
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		<comments>http://blog.jodeleit.de/serie-social-networks-im-profil-brightkite/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 19:24:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digital Strategy]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Social Networking]]></category>
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<p class="wp-flattr-button"></p><p>In loser Folge stelle ich in meinem pers&#246;nlichen Blog Social Networks vor &#8211; nach aka-aki ist heute brightkite an der Reihe, was nicht nur alphabetisch ganz gut passt, sondern auch aufgrund der Aktualit&#228;t: Der Dienst, den ich seit einigen Monaten teste, hat am 3. Dezember 2008 die private beta <a href="http://blog.brightkite.com/2008/12/03/brightkite-now-in-public-beta/" target="_blank">verlassen</a> und ist nun &#246;ffentlich zug&#228;nglich. Dennoch sei eines vorausgeschickt: Nach wie vor f&#252;hlt man sich in diesem geobasierten Social Network recht einsam. Heute fand ich im 4000-Meter-Radius rund ums B&#252;ro bei Sympra, Stuttgart, gerade einmal drei andere Nutzer. Dennoch finde ich das Prinzip von brightkite so interessant, dass ich dieses geobasierte Social Network in n&#228;chster Zeit weiter testen werde. Einen ersten Eindruck davon, wie es auf den iPhone funktioniert, vermittelt das Video.<br />
<object width="400" height="225" data="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=1984673&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=1984673&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /></object><br />
<a href="http://vimeo.com/1984673">Brightkite for the iPhone</a> from <a href="http://vimeo.com/user407515">Brightkite</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>Brightkite geh&#246;rt zu einer ganzen Reihe geobasierter Social Networks und funktioniert plattform&#252;bergreifend via Webbrowser, SMS oder iPhone-Applikation. Nutzer k&#246;nnen von dem Dienst alles erwarten, was ein Social Network bietet &#8211; Profile, die M&#246;glichkeit, Notizen und Content wie Fotos zu ver&#246;ffentlichen, ein Netzwerk mit Kontakten aufzubauen und Kommunikationsberechtigungen plus Datenfreigaben flexibel zu konfigurieren. Zudem existiert beispielsweise eine Schnittstelle zu Twitter; das Finden vorhandener Twitter-Kontakte bei brightkite ist kinderleicht und naturgem&#228;&#223; ohne Eingabe des Twitter-Kennworts m&#246;glich.</p>
<p>Was bei brightkite hinzukommt, ist das &#8220;Einchecken&#8221; an bestimmten Orten: Via iPhone oder auch Webbrowser kann ich brightkite jederzeit mitteilen, wo ich mich gerade aufhalte. Diese Information wird sodann &#8211; je nach gew&#228;hlter Einstellung &#8211; aller Welt oder aber lediglich meinen entsprechend autorisierten brightkite-Kontakten mitgeteilt. Entscheide ich mich als Nutzer f&#252;r einen &#246;ffentlichen Checkin, so kann ich die Information beliebig weiterverteilen und dank RSS beispielsweise in meinen <a href="http://www.friendfeed.com/jodeleit" target="_blank">FriendFeed</a> integrieren. Sinn und Zweck: die M&#246;glichkeit zur Kontaktaufnahme.<span id="more-303"></span>Das mag zun&#228;chst bedenklich klingen, kann aber durchaus Sinn ergeben &#8211; nicht nur im Umfeld von Messen und Branchenevents, in dem schon heute so mancher Mensch beispielsweise via Xing-Statusmessage postet: &#8220;Bin auf der CeBIT.&#8221; Anrufe wie &#8220;Sind Sie auch auf der Messe?&#8221; w&#252;rden sich er&#252;brigen, h&#228;tten geobasierte Social Networks wie brightkite sich bereits durchgesetzt.</p>
<p>Dass selbige ganz besondere Datenschutzprobleme und sicherlich ernstzunehmende Gefahren aufweisen, hat Sebastian K&#252;pers in einem ausf&#252;hrlichen Beitrag bereits Ende Oktober ausf&#252;hrlich <a href="http://pixelsebi.com/2008-10-29/brightkite-eindrucke-datensicherheit-und-tipps-zur-privatsphare/" target="_blank">beleuchtet</a>. Ich schlie&#223;e mich den von ihm ge&#228;u&#223;erten Bedenken grund&#228;tzlich an. Immerhin: brightkite bietet fein abstimmbare Einstellungen zur Privatsph&#228;re an. So l&#228;sst sich f&#252;r jeden einzelnen Kontakt definieren, ob er den eigenen Aufenthaltsort exakt abrufen kann oder nur mit verminderter Genauigkeit, also lediglich bis auf Ebene der Stadt und nicht bis zur genauen Anschrift. Bestimmten Orten wiederum lassen sich abweichende Privacy-Settings zuweisen; ich habe heute beispielsweise eingestellt, dass Check-Ins an meiner gesch&#228;ftlichen Anschrift grunds&#228;tzlich &#246;ffentlich abrufbar sind. Die Frage ist nur: Beh&#228;lt man als aktiver brightkite-Nutzer im Alltag tats&#228;chlich den &#220;berblick &#252;ber all die get&#228;tigten Einstellungen und ihre potenziellen Auswirkungen?</p>
<p>Sicherlich ist das &#8220;Einchecken&#8221; an bestimmten Orten und damit die (halb-) &#246;ffentliche Bekanntgabe des aktuellen Aufenthaltsortes f&#252;r den Durchschnittsmenschen nur im Ausnahmefall sinnvoll und w&#252;nschenswert. Darauf nimmt brightkite dadurch R&#252;cksicht, dass ein Checkin stets manuell erfolgt. Auch wenn ein Nutzer dem Social Network momentan nicht oder grunds&#228;tzlich niemals mitteilt, an welchem Ort er sich gerade befindet, kann er sich dennoch in der &#8211; &#8220;virtuellen&#8221; &#8211; Umgebung am jeweiligen Platz  umschauen. Handy-Browser oder iPhone-Applikation erlauben es, eingecheckte User an jedem beliebigen Platz weltweit abzufragen und zu kontaktieren. Zudem hat jeder Ort in brightkite einen &#8220;Placestream&#8221;, also einen Verlauf der Aktivit&#228;ten und ver&#246;ffentlichten Medien. brightkite-Nutzer k&#246;nnen sich Fotos und Notizen anschauen, die andere Nutzer dort zuvor hinterlassen haben. So entsteht &#8211; entsprechende Nutzerdichte und -frequenz vorausgesetzt &#8211; eine digitale Reputation f&#252;r bestimmte Orte, wie ich sie im Sympra-Blog vor wenigen Tagen in meinem Beitrag <a href="http://blog.sympra.de/2008/12/03/online-pr-web-meets-reality/" target="_blank">&#8220;Online-PR: Web meets Reality&#8221;</a> beschrieben habe. In fernerer Zukunft kann dies in vielerlei Hinsicht interessant werden &#8211; etwa, wenn man sich &#252;ber einen m&#246;glichen Urlaubsort informieren m&#246;chte. Man fliegt dann einfach einmal &#8211; virtuell &#8211; dort vorbei, befragt User, die sich dort aufhalten oder aufgehalten haben, st&#246;bert in hinterlassenen Notizen.</p>
<p>Sehr innovativ und faszinierend: Im November hat brightkite die neue Funktion der &#8220;Wall&#8221; f&#252;r beliebige Orte, Nutzer oder Suchbegriffe geschaffen. Wie das funktioniert, soll ein von mir eingerichtetes Beispiel zeigen: Ich habe f&#252;r unsere <a href="http://brightkite.com/wall/window?type=place&amp;sms_code=intl&amp;checkins=true&amp;identifier=Stafflenbergstra%C3%9Fe%2032%2C%20Stuttgart%2C%20Baden-W%C3%BCrttemberg%2070184%2C%20DE&amp;radius=block" target="_blank">Agenturanschrift</a> eine Wall eingerichtet. Jeder, der via brightkite dort vorbeischaut, kann eine Nachricht hinterlassen. Ebenso ist es jederzeit m&#246;glich, via SMS eine Nachricht an die Sympra-Wall zu schreiben. Sinn ergibt diese Funktion beispielsweise im Rahmen von Diskussionsveranstaltungen, bei denen die Wall via Beamer oder TFT-Bildschirm gezeigt und wird und als zus&#228;tzlicher R&#252;ckkanal sowohl f&#252;r die Anwesenden als auch f&#252;r Webcast-Zuschauer dient. Ich kenne &#246;ffentliche Walls f&#252;r einen bestimmten Ort beispielsweise von Nokia-Events. Was bisher nur mit erheblichem technischem Aufwand m&#246;glich war erm&#246;glicht brightkite nun im Handumdrehen &#8211; und ich freue mich bereits auf die n&#228;chste Gelegenheit, mit geobasierten Walls bei eigenen Veranstaltungen zu experimentieren. Sch&#246;n w&#228;re es allerdings, bei solchen &#246;ffentlichen Eins&#228;tzen eine flexible Moderationsm&#246;glichkeit zu haben&#8230;</p>
<p>Wer nach Lekt&#252;re dieses Postings in Stirnrunzeln oder Kopfsch&#252;tteln verf&#228;llt sei auf eine Wette eingeladen: Ich gehe fest davon aus, dass die eine oder andere Funktion, die wir heute bereits bei brightkite finden, innerhalb weniger Jahre auch bei den heute marktf&#252;hrenden Social Networks Normalit&#228;t sein wird. Gerade das Einchecken an einem bestimmten Ort ist aus meiner Sicht beispielsweise durchaus f&#252;r Business-Netzwerke wie Xing geeignet.</p>
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