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	<title>Social Media Relations &#187; Cluetrain</title>
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	<description>Notizen von Bernhard Jodeleit</description>
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		<title>Ein Pl&#228;doyer gegen den Dialog um jeden Preis</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 08:50:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digital Strategy]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Cluetrain]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Social Media ist Dialog, M&#228;rkte sind Gespr&#228;che. Ja, klar. Dass Online-Kommunikation und -Marketing zwangsl&#228;ufig dialogorientiert sein m&#252;ssen - es ist eine politisch korrekte Verallgemeinerung, an der man dank mir &#252;brigens viel zu missionarisch-eindimensionalem Cluetrain-Manifest eigentlich nichts auszusetzen haben darf. Eine anerkannte Weisheit, tausendfach gepostet, hoch und herunter diskutiert und demnach in Stein gemei&#223;elt.



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<p class="wp-flattr-button"></p><p>Social Media ist Dialog, M&#228;rkte sind Gespr&#228;che. Ja, klar. Dass Online-Kommunikation und -Marketing zwangsl&#228;ufig dialogorientiert sein m&#252;ssen &#8211; es ist eine politisch korrekte Verallgemeinerung, an der man dank mir &#252;brigens viel zu missionarisch-eindimensionalem Cluetrain-Manifest eigentlich nichts auszusetzen haben darf. Eine anerkannte Weisheit, tausendfach gepostet, hoch und herunter diskutiert und demnach in Stein gemei&#223;elt.</p>
<div id="attachment_804" class="wp-caption alignleft" style="width: 283px"><a href="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2009/11/photocase.com-©-JOEXX-ruhe.jpg"><img class="size-medium wp-image-804" src="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2009/11/photocase.com-©-JOEXX-ruhe-273x300.jpg" alt="Photocase Com- -JOEXX-ruhe-273x300 in " width="273" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Gespr&#228;che ja, aber nicht um jeden Preis. Foto: photocase.com/JOEXX </p></div>
<p>M&#228;rkte sind Gespr&#228;che. Nein! Sind sie &#8211; oder eben auch nicht. M&#252;ssen prominente Fu&#223;ballspieler und Schauspieler wirklich online mit ihren Fans im Dialog stehen, um geh&#246;rt, geliebt und akzeptiert zu werden? Nein, das m&#252;ssen sie nicht! M&#252;ssen Guerilla-Marketeers ernsthaft in den Dialog mit Zielgruppen eintreten, um mit dubiosen Methoden Meinung im Web zu machen? Leider nicht. Muss die Onlineredaktion des ZDF &#8220;Wetten dass!&#8221;-begleitend twittern, damit die Sendung online diskutiert wird? Nat&#252;rlich nicht, nur wenige der &#8220;Wetten dass!&#8221;-Twitterer haben es &#252;berhaupt bemerkt. Und eine der erfolgreichsten Social-Media-Kampagnen &#252;berhaupt kann wohl die ARD f&#252;r sich verbuchen: &#220;ber nichts wird am Sonntagabend mehr getwittert als &#252;ber den &#8220;Tatort&#8221;. Einfach so. Ganz ohne dialogorientiere Social-Media-Arbeit. Social-Media-Erfolg ohne gezielte Social Media Relations, na so etwas!</p>
<p>Nein: Social Media und Dialogorientierung sind f&#252;r Unternehmen keine Pflicht. L&#228;ngst nicht alle M&#228;rkte sind Gespr&#228;che. Nicht immer sollten sich Marken direkt in den Dialog einmischen.</p>
<p>Zuviel Dialog wirkt aufgesetzt. Wer wird schon an der Supermarktkasse gerne bei jedem Einkauf gefragt: &#8220;Waren Sie zufrieden mit unserem Service&#8221;? Zuh&#246;ren und auf Anfragen reagieren &#8211; wichtig. Aber: Nein, es muss nicht &#252;ber jedes Thema im Web diskutiert werden. Nicht jeder Produktmanager und jeder Callcenter-Mitarbeiter muss den guten Namen seines Arbeit- oder Auftraggebers emsig mit pers&#246;nlichem Einsatz in Foren, Blogs und auf Twitter vertreten. Denn das wirkt leicht auch &#8211; bem&#252;ht. Oder gar: peinlich.</p>
<p>Manchmal ist es auch gut, das Social Web lediglich im ganz privaten Rahmen zu nutzen. Viele Menschen sind aus den unterschiedlichsten Gr&#252;nden gut beraten, im &#246;ffentlichen Web nicht zu exponiert aufzutreten und nicht die pers&#246;nliche Trennung Beruf/Privat komplett aufzuheben, denn die sprachlichen und strategischen Anforderungen sind hoch, will man sich dort nicht in die Nesseln setzen. Kollege Mirko Lange von talkabout communications hat es neulich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=S0TJYNMHQ_8" target="_blank">wunderbar auf den Punkt gebracht</a>.</p>
<p>Mir war diese Klarstellung einfach ein Anliegen, weil auf der H&#246;he des Twitter-Hype im Moment so viele von uns Kommunikationsberatern mit diesem bedeutungsschwangeren Gesichtsausdruck durch die Lande ziehen, jederzeit bereit, anzusetzen zu dieser furchtbar besserwisserischen Frage: &#8220;Was, Du twitterst noch nicht? Wie, Ihr macht noch nichts mit Social Media&#8221;?</p>
<p>Wenn dann doch die T&#252;rglocke l&#228;utet und er kommt, Sie angesichts Ihrer R&#252;ckst&#228;ndigkeit zur Rede stellt, der Twitter-Berater, &#8211; und er wird fr&#252;her oder sp&#228;ter kommen, wie die Zeugen Jehovas! &#8211; dann fragen Sie doch mal nach:</p>
<p>- Wie beurteilen Sie unser aktuelles Onlinemarketing?<br />
- Analysieren Sie doch mal eben unsere aktuelle PR-Strategie.<br />
- Warum sollten wir denn twittern?<br />
- Wer sollte in unserem Unternehmern twittern?<br />
- Wie f&#228;llt speziell in unserem Fall die Chancen-/Risikoabw&#228;gung aus?<br />
- Wie greifen Social Media und klassische Medienarbeit ineinander?<br />
- M&#252;ssen nicht Marketing/Werbung und PR bestens vernetzt sein?<br />
- Schlagen Sie mir jetzt Social Media Marketing oder Social Media Relations im Rahmen einer PR-Strategie vor?<br />
- Wie binden wir die Mitarbeiter ein, die bereits im Social Web aktiv sind?</p>
<p>Gerade die letzte Frage ist ganz zentral: Wie binden Sie Ihre eigenen Web-2.0-Heroes in die Social-Media-Strategie ein?</p>
<p>Denn bei all der Kritik am derzeitigen Hype ist eines ungemein wichtig: Sozial- und Networkingkompetenz bei Mitarbeitern ist online ein ebenso wertvolles, mitunter seltenes Gut wie offline. F&#246;rdern Sie gezielt die Mitarbeiter, die besondere Networking-/Sozialkompetenz im Social Web haben und beziehen Sie diese gezielt in Ihre Kommunikationsstrategie ein.</p>
<p>Und schaffen Sie die Voraussetzungen und Strukturen daf&#252;r, dass Online-Networking im Namen des Unternehmens nicht plan- und kopflos verl&#228;uft. Kommunikation wird in Zukunft eine viel breiter im Unternehmen verankerte Aufgabe als jemals zuvor. Gerade deshalb gilt: Der Social Media Manager oder aber der PR-Manager mit ausgepr&#228;gter Social-Media-Kompetenz ist innerhalb der Unternehmenskommunikation k&#252;nftig eine feste Gr&#246;&#223;e. Auch, oder gerade weil eben nicht alle M&#228;rkte Gespr&#228;che sind, aber alle Gespr&#228;che kompetent gef&#252;hrt werden sollten.</p>
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