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	<title>Bernhard Jodeleit Blog &#187; Corporate TV</title>
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	<description>TK, IT, Medien</description>
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		<title>&#8220;Unternehmen sind die TV-Anbieter von morgen&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 14 May 2009 19:56:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Bewegtbild]]></category>
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Im Rahmen meiner Recherchet&#228;tigkeiten in anderem Zusammenhang habe ich mich gefreut, wieder einmal mit Sven Herold zu sprechen. Seit gut einem Jahr ist er bei Deutschlands Softwareanbieter Nr. 1 t&#228;tig &#8211; bei SAP. Zuvor war er TV-Journalist, und in dieser Zeit haben wir uns kennengelernt.
Ein Interview mit Sven Herold, Global Head of TV und Media [...]]]></description>
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<p>Im Rahmen meiner Recherchet&#228;tigkeiten in anderem Zusammenhang habe ich mich gefreut, wieder einmal mit Sven Herold zu sprechen. Seit gut einem Jahr ist er bei Deutschlands Softwareanbieter Nr. 1 t&#228;tig &#8211; bei SAP. Zuvor war er TV-Journalist, und in dieser Zeit haben wir uns kennengelernt.</p>
<p><strong>Ein Interview mit Sven Herold, Global Head of TV und Media Relations TV bei SAP.</strong></p>
<p><em><strong>Bernhard Jodeleit:</strong> Sven, Bewegtbild spielt in der Medienlandschaft eine immer wichtigere Rolle. Was sollten Unternehmen beachten, die Bewegtbild in ihre Kommunikationsstrategie einbinden m&#246;chten?</em></p>
<p><strong>Sven Herold:</strong> Bewegtbild im Unternehmen hat nur Erfolg, wenn es vor allem extern ausgerichtet ist, es sei denn, es wird beispielsweise f&#252;r Schulungszwecke eingesetzt. Um es vorweg zu schicken, nat&#252;rlich ist Bewegtbild auch intern sehr reizvoll. Das Medium bietet die M&#246;glichkeit, Informationen sehr schnell zu verbreiten. Dies zudem mit Emotionen und sehr authentisch –  die gro&#223;e St&#228;rke im Vergleich zu Printmedien. Insofern nutzen wir bei SAP diesen Kanal intern vor allem f&#252;r die schnelle Information unserer weltweit 50.000 Mitarbeiter.  Doch ganz wichtig ist: Wer mit Bewegtbildangeboten ausschlie&#223;lich interne Kommunikation betreibt, verschenkt M&#246;glichkeiten. Wenn es um Filme im Rahmen der Unternehmenskommunikation geht, muss dahinter ein externes Konzept stehen. Bei SAP produzieren wir alle Filme mit dem Anspruch eines Fernsehanbieters. Wir nutzen dieselben Mechanismen und gelernten Produktionsweisen, wie dies gro&#223;e Sender tun.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-708" href="http://blog.jodeleit.de/unternehmen-sind-die-fernsehanbieter-von-morgen/sven/"><img class="alignleft size-medium wp-image-708" src="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2009/05/sven-300x198.jpg" alt="Sven-300x198 in " width="300" height="198" /></a><em>Was konkret bedeutet das?</em></p>
<p>Es hei&#223;t, dass wir mit TV-Journalisten produzieren m&#252;ssen. Die Filme d&#252;rfen keinen werblichen Charakter haben, sondern m&#252;ssen das Informationsinteresse der Zuschauer bestm&#246;glich befriedigen.</p>
<p><em>Dem mal eben mit der portablen Videocam gedrehten Mitarbeitervideo, das dann via Blog ver&#246;ffentlicht wird, erteilst Du damit eine Absage?</em></p>
<p>Genau. Ansichten im Markt, dass bei Unternehmen k&#252;nftig auch Mitarbeiter Filme machen, dass Bewegtbild um jeden Preis produziert wird – diese Denke vertrete ich nicht. Qualit&#228;t ist die oberste Pr&#228;misse, das gilt auch f&#252;r Unternehmen. Amateurvideos ohne konzeptionellen Inhalt werden sich nicht durchsetzen – dies schon aufgrund der gro&#223;en Menge von Content auf den verschiedenen Plattformen. Ausnahme: Der Inhalt ist so aktuell, &#252;berraschend oder besonders, dass die Art der Produktion in den Hintergrund tritt.</p>
<p><em>Unternehmen werden k&#252;nftig bestrebt sein, Videoinhalte auf vielen unterschiedlichen Plattformen zu nutzen. Fernsehsender werden immer zielgruppenspezifischer, haben unterschiedliche Anforderungen an das Material, an die Betreuung durch die Unternehmenskommunikation. Wie k&#246;nnen sich Unternehmen darauf einstellen?</em></p>
<p>Ganz wichtig ist die gleichzeitige Verantwortung f&#252;r TV-Pressearbeit, wenn ein Team im Unternehmen Filme und AV- Beitr&#228;ge f&#252;r externe Zielgruppen produziert. Nur dann k&#246;nnen die besten Synergien gekn&#252;pft und genutzt werden. TV ist einfach ein ganz anderes Medium als Print. Die R&#252;ckmeldungen zu unserer Struktur zeigen mir, dass es sehr wichtig ist, dass man auf Augenh&#246;he mit den Journalisten kommunizieren kann. Daf&#252;r muss man aber im externen TV-Bereich gearbeitet haben, um alle Mechanismen zu verstehen und auch nutzen zu k&#246;nnen. Dies wirkt sich dann auch intern positiv aus – bei Vorbereitung auf Pressetermine, bei Entscheidungen zu Wording und bei klassischem Medientraining. Das hei&#223;t: Zu den Aufgaben einer richtig aufgestellten TV-Abteilung geh&#246;rt damit auch die Betreuung aller externen TV Anfragen weltweit.</p>
<p><em>Dabei sind sicherlich gro&#223;e kulturelle Unterschiede zu beachten…</em></p>
<p>Unbedingt! Nur wer globale Inhalte lokal produziert wird Erfolg haben. Reines &#220;bersetzen von europ&#228;ischen Produktionen funktioniert nicht.</p>
<p><em>Einweg-Kommunikation mit Bewegtbild bald auch nicht mehr&#8230; Der Trend vom Rundunk hin zu IP-TV und Video on Demand wird in den n&#228;chsten Jahren sicherlich auch die Unternehmenskommunikation geh&#246;rig umkrempeln. Welche Risiken oder Chancen siehst du hier?</em></p>
<p>Unternehmen sind die Fernsehanbieter von morgen. Mein Zeitfenster daf&#252;r: f&#252;nf Jahre. Sobald der &#220;bertragungsweg keine Rolle mehr spielt, wird der Kunde vermehrt mit Inhalten beliefert und nicht mehr mit Programmen nach festen Schemata. Das er&#246;ffnet dann auch ganz andere Chancen und M&#246;glichkeiten f&#252;r Unternehmen, in diesen Markt vorzudringen.  Unternehmen k&#246;nnen bei der Produktion von Inhalten ihre internationalen Strukturen und Kontakte nutzen. Vorteil f&#252;r den Zuschauer: Es ist keine Refinanzierung &#252;ber Werbung notwendig, die Beitr&#228;ge m&#252;ssen also auch nicht durch Werbebl&#246;cke unterbrochen werden.</p>
<p><em>Was &#228;ndert sich vor diesem Hintergrund in Eurem Service als Pressestelle gegen&#252;ber TV-Journalisten?</em></p>
<p>Im Grundsatz geht es immer darum, unsere Messages und Inhalte m&#246;glichst pr&#228;sent und attraktiv im Fernsehen zu platzieren. V&#246;llig klar ist, dass ein Broadcaster eher weniger Interesse an der Ausstrahlung unseres fertigen Films hat. Darum geht es auch nicht. Die Strategie ist, mit guten Inhalten die Journalisten zu &#252;berzeugen und ihnen dann das f&#252;r ihr Medium und ihre Plattform beste Produkt anzubieten. Unsere Geschichten und unser Material sind der Anker f&#252;r die sp&#228;teren Beitr&#228;ge. Sei es, dass wir TV-Kollegen zu unseren Drehs einladen und sie dann selbst die Geschichte mit drehen k&#246;nnen, sei es dass wir Satelliten&#252;bertragungen von Reden anbieten, damit Sender sehr schnell selbst die Aussagen zum Beispiel von Events haben und sie entsprechend umarbeiten und in ihre Sendungen einbauen k&#246;nnen. Unser Material findet auch Eingang in die Corporate Stock Footage Plattform, von der sich TV Journalisten und Fotografen kostenfrei und ohne Anmeldung beliebig Material f&#252;r ihre eigenen Beitr&#228;ge herunterladen k&#246;nnen. Auch dies ist ein wichtiger Part unserer Abteilung – das Produzieren von sendef&#228;higem Material aus allen Bereichen  des Unternehmens. Klar, dass man hier gezielt auch kommunikativ steuern kann, da die Bilder das sind was wirkt. Hier wird auch klar warum die Abteilung klar vom Marketing getrennt sein muss. Bei den Journalisten geht es um Wahrhaftigkeit, Authentizit&#228;t und selbst recherchierbare Geschichten, keine Werbeaussagen oder nicht pr&#252;fbare Inhalte.</p>
<p><em>Wie steht es um die Wiederverwertbarkeit von Videomaterial auf unterschiedlichen Plattformen?</em></p>
<p>Es ist immens wichtig, einen Beitrag und das Drehmaterial m&#246;glichst breit zu verwenden. Das Zauberwort der Branche ist hier „Re-Purpose“. Wir bei SAP &#252;berlegen immer schon ganz zu Beginn in unseren Redaktionskonferenzen, f&#252;r welche Plattformen wir welches Thema produzieren wollen und k&#246;nnen. Unser neuester Film zum derzeit hippsten amerikanischen Unternehmen unter Jugendlichen „Skullcandy“, den wir speziell und ausschlie&#223;lich f&#252;r die USA produziert haben, wird auch bei einer Veranstaltung in Orlando im Mai 2009, f&#252;r ein Embedded Press Release und einen aktuellen Film f&#252;r die Berichterstattung &#252;ber unsere gr&#246;&#223;te Kundenmesse genutzt. Dar&#252;ber hinaus findet er Eingang in alle unsere internen Mitarbeitermedien, unser externen Kundenmagazin. Selbstverst&#228;ndlich betreibt SAP auch einen eigenen YouTube-Kanal, wir twittern, wir haben RSS Feeds, Sharing-M&#246;glichkeiten im Player und, und, und. Hier steckt noch viel Musik drin, und ich kann hier auch noch nicht alle Pl&#228;ne offenlegen, aber sicher ist: Es wird noch einige Neuerungen und Strategien geben, mit dem Ziel SAP, ihre Produkte, L&#246;sungen, Engagements und Mitarbeiter weltweit im besten Licht der breiten &#214;ffentlichkeit zu pr&#228;sentieren.</p>
<p><em>Dabei viel Erfolg – und danke f&#252;r die Zeit!</em></p>
<p>Links:</p>
<p><a href="http://www.sap-tv.com/" target="_blank">www.sap-tv.com<br />
</a><a href="http://www.sap.com/stockfootage" target="_blank">www.sap.com/stockfootage<br />
</a><a href="http://www.youtube.com/saptv" target="_blank">www.youtube.com/saptv<br />
</a><a href="http://www.twitter.com/saptv" target="_blank">www.twitter.com/saptv</a></p>
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