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	<title>Social Media Relations &#187; Spyware</title>
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	<description>Notizen von Bernhard Jodeleit</description>
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		<item>
		<title>Die M&#228;r vom &#8220;Bundestrojaner f&#252;r das Handy&#8221;</title>
		<link>http://blog.jodeleit.de/die-maer-vom-bundestrojaner-fuer-handys/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 15:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie entsteht ein hei&#223;es Thema? Ganz einfach: wenn Online-Medien voneinander abschreiben, die Nachricht peu a peu etwas ver&#228;ndern und versch&#228;rfen, und das so lange, bis eine interessante Story daraus geworden ist. Gestatten: der Bundestrojaner f&#252;rs Handy - powered by German Blogoshpere.
Immer h&#228;ufiger f&#228;llt mir in j&#252;ngster Zeit auf, wie im Internet aus Ger&#252;chten oder ...]]></description>
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<p class="wp-flattr-button"></p><p>Wie entsteht ein hei&szlig;es Thema? Ganz einfach: wenn Online-Medien voneinander abschreiben, die Nachricht peu a peu etwas ver&auml;ndern und versch&auml;rfen, und das so lange, bis eine interessante Story daraus geworden ist. Gestatten: der Bundestrojaner f&uuml;rs Handy &#8211; powered by German Blogoshpere.</p>
<p>Immer h&auml;ufiger f&auml;llt mir in j&uuml;ngster Zeit auf, wie im Internet aus Ger&uuml;chten oder Fehlinterpretationen Wahrheit zementiert wird. Blogs und klassische Medien nehmen sich da nicht viel und m&uuml;ssen sich gleicherma&szlig;en selbstreferenzielle Fehlleistungen ankreiden lassen.</p>
<p>Beispiel heute: die von netzpolitik.org <a target="_blank" href="http://netzpolitik.org/2007/bundesinnenministerium-beantwortet-fragen-zur-online-durchsuchung/trackback/">enth&uuml;llten</a> Details (<a target="_blank" href="http://netzpolitik.org/wp-upload/fragen-onlinedurchsuchung-BMJ.pdf">PDF1</a>, <a target="_blank" href="http://netzpolitik.org/wp-upload/fragen-onlinedurchsuchung-SPD.pdf">PDF2</a>) &uuml;ber den Bundestrojaner, die in der Tat sehr aufschlussreich sind und unter anderem von Spiegel Online mundgerecht aufgeteilt und <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,502542,00.html">zusammengefasst</a> wurden &#8211; samt der heute verst&auml;ndlicherweise folgenden <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,502707-6,00.html">Kritik</a>. In diesem Kontext beleuchtet Autor Konrad Lischka auch die Frage, welche Ger&auml;te in Zukunft potenziell Ziel einer Remote Forensic Software (aka Bundestrojaner) sein <em>k&ouml;nnten</em>, weil sie unter die Definition &quot;informationstechnisches System&quot; fallen, die von den Beamten bewusst weit gefasst wurde. Und er zitiert richtig: Ja, auch auch &quot;Mobilger&auml;te wie Handys, Smartphones, Blackberries&quot; fallen unter diese Definition.</p>
<p>Oder mit den Worten von netzpolitik.org: <em>&quot;Damit ist jetzt klar: Die Bundesregierung m&ouml;chte auch zuk&uuml;nftige vernetzte K&uuml;hlschr&auml;nke mit der Online-Durchsuchung besuchen k&ouml;nnen.&quot;</em></p>
<p>Niemand k&auml;me deshalb auf die Idee, deshalb gleich den K&uuml;hlschrank-Trojaner zu erfinden. <em>(Nachtrag: <a target="_blank" href="http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/380/130155/">doch</a>!)</em></p>
<p>Aber bei Handys ist das anders: ein Handy-Bundestrojaner, das w&auml;re doch mal eine aufregende Sache. Zwar gibt die urspr&uuml;ngliche Quelle dies gar nicht her, aber macht ja nichts. Denn jetzt kommt die Blogosph&auml;re ins Spiel. Pl&ouml;tzlich wird aus einer reinen Definitionsfrage, n&auml;mlich der Frage &quot;Geh&ouml;ren Handys und Smartphones zur Definition informationstechnischer Systeme im Sinne des Bundesministeriums des Innern?&quot; eine ganz andere Aussage: Der Handy-Bundestrojaner steht vor der T&uuml;r. Einige Beispiele:</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.blogbote.de/?p=1596">&quot;Neu: Der Bundes-Trojaner soll soll sogar mobile Endger&auml;te wie PDAs, Smartphones und Blackberrys ausspionieren k&ouml;nnen.&quot;</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://turi-2.blog.de/2007/08/29/heute2_bertelsmann_google_knut~2887628">&quot;Bundes-Trojaner ist einsatzbereit und soll auch Handys ausspionieren k&ouml;nnen.&quot; </a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.dimension2k.de/2007/08/29/der-bundestrojaner-ist-fertig/trackback/">&quot;Laut Informationen von SPON hat das Bundeskriminalamt einen Computer-Trojaner fertiggestellt, der beliebige Rechner, PDAs, Smartphones oder Blackberrys aus der Ferne durchsuchen kann.&quot;</a></li>
</ul>
<p>
Dabei hei&szlig;t es in der Antwort des Bundesinnenministeriums lediglich:</p>
<p><em>&quot;Der Begriff &#8216;informationstechnisches System&#8217; wurde bewusst weit gew&auml;hlt, um der derzeitigen und zuk&uuml;nftigen technischen Entwicklung Rechnung zu tragen. Hierunter wird ein System verstanden, welches aus Hard- und Software sowie aus Daten besteht und das der Erfassung, Speicherung, Verarbeitung, &Uuml;bertragung und Anzeige von Informationen und Daten dient. Somit sind die aufgez&auml;hlten Beispiele ebenfalls umfasst.&quot;</em></p>
<p>Man beachte: Zwar sind auch Handys und Smartphones &bdquo;informationstechnische Systeme&ldquo; im Sinne des Innenministeriums. Aber keinesfalls hat die Beh&ouml;rde behauptet, dass &quot;der Bundestrojaner Handys ausspionieren kann&quot;. Dennoch gewinnt, wer sich im Internet heute zu dem Thema informiert, den Eindruck, dass dem so sei, dass mithin ein Handy-Bundestrojaner direkt vor dem Einsatz stehe. Ich w&auml;re nicht erstaunt, wenn sich sp&auml;testens morgen der Kreis schlie&szlig;t &#8211; und nach den Blogs nun auch die klassischen Medien vom &quot;Bundestrojaner, der auch Handys ausspioniert&quot; schreiben.</p>
<p>Sch&ouml;n, dass mit netzpolitik.org ein Blog Lieferant der urspr&uuml;nglichen Information war. Ich habe auch Verst&auml;ndnis f&uuml;r den <a target="_blank" href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=1482">&Auml;rger</a> und <a target="_blank" href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/08/29/bundestrojaner-und-blog-scoop-von-netzpolitik/trackback/">Spott</a> dar&uuml;ber, dass nicht alle Medien diese Quelle genannt haben. Dennoch ist dieser Vorgang ein eher negatives Beispiel f&uuml;r den &quot;<a target="_blank" href="http://www.trice.de/2007/08/29/blog-scoop/">politischen Einfluss von Blogs</a>&quot; &#8211; da hier aus dem Nichts, aus der rein theoretischen Definition eines &bdquo;informationstechnischen Systems&ldquo;, der Handy-Bundestrojaner wird.</p>
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		<item>
		<title>Flexispy und Babyfon: Lauschfunktionen sind nichts Neues</title>
		<link>http://blog.jodeleit.de/flexispy-und-babyfon-lauschfunktionen-sind-nichts-neues/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jul 2007 21:14:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Viel Traffic hier heute -  wohl, weil jetzt auch BILD &#252;ber Flexispy berichtet hat. "Geheim-Spion: Der Kauf eines Spionage-Programms ist laut Gesetz absolut legal", schreiben die Kollegen unter anderem. Ja - klar! Aber warum die Aufregung? Man f&#252;hre sich vor Augen, welche Funktionen unter anderem DECT-Telefone und Telefonanlagen seit Jahren bieten.

	Lauschen bei VoIP ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p class="wp-flattr-button"></p><p>Viel Traffic hier heute &#8211;  wohl, weil jetzt auch BILD &#252;ber Flexispy <a href="http://www.bild.t-online.de/BTO/tipps-trends/digital-leben/2007/07/handy-abhoeren/virus,geo=2166330.html" title="berichtet" target="_blank">berichtet</a> hat. &#8220;Geheim-Spion: Der Kauf eines Spionage-Programms ist laut Gesetz absolut legal&#8221;, schreiben die Kollegen unter anderem. Ja &#8211; klar! Aber warum die Aufregung? Man f&#252;hre sich vor Augen, welche Funktionen unter anderem DECT-Telefone und Telefonanlagen seit Jahren bieten.</p>
<ul>
<li>Lauschen bei VoIP bzw. Internettelefonie: Wer beispielsweise die AVM Fritzbox Fon besitzt, der hat die M&#246;glichkeit, mit dieser Anlage gef&#252;hrte Telefonate jederzeit abzuh&#246;ren und zu belauschen. Dazu ist wenig Fachkenntnis erforderlich &#8211; und es funktioniert von jedem Ort der Welt aus. Aus Tausenden Kilometern Entfernung kann ein Telefonat belauscht werden; zudem l&#228;sst sich die Fritzbox so einrichten, dass sie t&#228;glich eine E-Mail mit allen angerufenen Telefonnummern veschickt.</li>
<li>Funktion &#8220;Raumh&#246;ren&#8221; bei vielen ISDN-Anlagen: Hier kann der Admin der Anlage einfach an einer Nebenstelle den H&#246;rer nicht auflegen bzw. an einer Buchse ein Mini-Endger&#228;t anschlie&#223;en und dann aus der Ferne in den Raum hineinlauschen.</li>
<li>Funktion &#8220;Gespr&#228;ch &#252;bernehmen&#8221; bei ISDN-Anlagen: laufende Gespr&#228;che k&#246;nnen bei entsprechender Berechtigung unterbrochen und von einem anderen Anschluss aus &#252;bernommen werden.</li>
<li>Babyfon/Babyphone-Funktion bei Schnurlostelefonen: automatisches Lauschen bei Erreichen eines bestimmten Ger&#228;uschpegels im Raum &#8211; das DECT-Telefon ruft eine beliebige Nummer an, der Angerufene kann spitzeln</li>
</ul>
<p>Lauschen ohne Ende &#8211; serienm&#228;&#223;ig. Das hat bislang niemanden interessiert, das Handy ist eben ein emotionaler behaftetes Produkt. Dennoch sind derlei problematische Funktionen in TK-Ger&#228;ten allt&#228;glich. Wir haben bei connect in den vergangenen Jahren kontinuierlich &#252;ber diese Gefahren aufgekl&#228;rt.</p>
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		<title>Gute Viren, schlechte Viren</title>
		<link>http://blog.jodeleit.de/gute-viren-schlechte-viren/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Jul 2007 18:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass Virenautoren Daten auf den Rechnern ihrer Opfer verschl&#252;sseln, damit unbrauchbar machen und f&#252;r die Freischaltung L&#246;segeld erpressen, ist bekannt und wurde unter anderem bei meinem neulichen Besuch bei F-Secure nochmals deutlich. Neu ist dagegen, dass Malware-Hersteller behaupten, ihr Handeln sei legitim. Man stelle sich vor: Der eigene PC wird von einem Virus lahmgelegt, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p class="wp-flattr-button"></p><p>Dass Virenautoren Daten auf den Rechnern ihrer Opfer verschl&#252;sseln, damit unbrauchbar machen und f&#252;r die Freischaltung L&#246;segeld erpressen, ist bekannt und wurde unter anderem bei meinem neulichen Besuch bei F-Secure nochmals <a href="http://blog.jodeleit.de/?p=131" title="deutlich">deutlich</a>. Neu ist dagegen, dass Malware-Hersteller behaupten, ihr Handeln sei legitim. Man stelle sich vor: Der eigene PC wird von einem Virus lahmgelegt, und dahinter steckt eine Firma, die zu allem &#220;berfluss noch frech auf ein tats&#228;chlich abgeschlossenes Online-Abonnement verweist und ausf&#252;hrt, sie sei mit ihrer &#8220;Strafaktion&#8221; durch einen Computervirus im Recht.</p>
<p>Einem Bericht bei Risks Digest nach nach haben sich bereits 200 Briten bei der zust&#228;ndigen Aufsichtsbeh&#246;rde beschwert, weil ihre PCs Gegenstand gezielter Angriffe waren. Besucher einschl&#228;giger Sites, die ein dreit&#228;giges &#8220;Test-Angebot&#8221; in Anspruch nahmen, erkl&#228;rten sich im vermutlich teils nicht gelesenen, teils nicht verstandenen Kleingedruckten mit Sanktionen einverstanden, die im &#228;u&#223;ersten Falle die Unbrauchbarkeit des eigenen PCs beinhalten sollten. Diese, so der Text der Vereinbarung, w&#252;rden in Kraft treten, falls der Nutzer nicht innerhalb von drei Tagen k&#252;ndigt, sein Abonnemant damit durch Unterlassen des Widerrufs endg&#252;ltig abschlie&#223;t und sich anschlie&#223;end dennoch weigert, die sodann f&#228;llige Geb&#252;hr von 39,99 Britischen Pfund f&#252;r ein dreimonatiges Abonnement zu bezahlen.</p>
<p>Ergebnis: Der Kunde zahlt nicht, und tats&#228;chlich, Popup-Fenster, die eine Begleichung des ausstehenden Betrages verlangen, erscheinen mit nach und nach zunehmender Dauer auf dem PC-Bildschirm und lassen sich weder schlie&#223;en, verschieben noch in den Hintergrund verschieben. Die digitale Form des Geldeintreibens mit unlauteren Mitteln.</p>
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		<title>Handy-Wanzen: Was dran ist</title>
		<link>http://blog.jodeleit.de/handy-wanzen-was-dran-ist/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Jul 2007 19:23:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Handy]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Spiegel berichtet online, dass Handys von der Polizei zur Wanze umfunktioniert werden k&#246;nnen. Stimmt, nur neu ist die Information nicht: Im Rahmen eines bei connect erschienenen Artikels hatte ich darauf vor mehr als einem halben Jahr hingewiesen. Bereits am 27. November 2006 war, wie wenig sp&#228;ter von cnet berichtet, in einem richterlichen Statement ...]]></description>
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<p class="wp-flattr-button"></p><p>Der Spiegel <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,494461,00.html" title="berichtet" target="_blank">berichtet</a> online, dass Handys von der Polizei zur Wanze umfunktioniert werden k&#246;nnen. Stimmt, nur neu ist die Information nicht: Im Rahmen eines bei connect erschienenen Artikels hatte ich darauf vor mehr als einem halben Jahr hingewiesen. Bereits am 27. November 2006 war, wie wenig sp&#228;ter von cnet <a href="http://news.com.com/FBI%20taps%20cell%20phone%20mic%20as%20eavesdropping%20tool/2100-1029_3-6140191.html" title="einsetzt" target="_blank">berichtet</a>, in einem richterlichen Statement von Richter Lewis A. Kaplan. zu lesen, <a href="http://www.politechbot.com/docs/fbi.ardito.roving.bug.opinion.120106.txt" title="wie" target="_blank">wie</a> das FBI Handys als mobile Wanzen einsetzt. Offensichtlich haben auch die deutschen Beh&#246;rden diese Berichte und vielleicht die eine oder andere Information &#252;ber kommerzielle Schadsoftware zur Kenntnis genommen und geben nun stolz zu Protokoll, dass sie das &#8220;auch k&#246;nnen&#8221;. Chapeau!</p>
<p>Technisch betrachtet ist das Ganze &#252;berhaupt kein Problem. Betrachten wir zun&#228;chst den Lauschangriff bei eingeschaltetem Ger&#228;t: Hier kann ein zuvor manipuliertes Handy Anrufe von bestimmten Rufnummern vom Nutzer unbemerkt annehmen und damit (in der Regel, dazu gleich mehr) unbemerktes Lauschen erm&#246;glichen. Eine entsprechende L&#246;sung teste ich im Moment interessehalber selbst, nat&#252;rlich auf einem eigenen Ger&#228;t, das auch nur von mir genutzt wird.</p>
<p>Wenn die Firmware eines Ger&#228;tes entsprechend ver&#228;ndert wird, so ist ein Vorgaukeln des Ausschaltens, bei dem in Wirklichkeit Lauschfunktionen aktiv bleiben, ebenfalls kein Problem, es existieren Quellen, die solche Ger&#228;te liefern k&#246;nnen.</p>
<p>Doch ist ein solches Szenario, unbemerktes Live-Lauschen via Handy durch den Staat,  realistisch? Nein. Nicht im Geringsten. Denn in gro&#223;em Stil lie&#223;en sich Lauschangriffe auf diese Weise kaum durchf&#252;hren. Schlie&#223;lich verursacht die Kommunikation zwischen Handy und Basisstation sehr h&#228;ufig und vor allem im GSM-Modus (UMTS weniger)  St&#246;rger&#228;usche in Ger&#228;ten wie Radioempf&#228;ngern. W&#252;rde Live-Lauschen mit Hilfe vermeintlich abgeschalteter Handys h&#228;ufig eingesetzt, dann w&#228;re schon l&#228;ngst nicht nur ein Betroffener darauf aufmerksam geworden, dessen Handy St&#246;rger&#228;usche im benachbarten Radio, PC-Lautsprecher oder &#228;hnlichen Ger&#228;ten ausl&#246;st, obwohl es vermeintlich ausgeschaltet ist. Wer w&#252;rde da als Betroffener nicht skeptisch? Kein professioneller Abh&#246;rer w&#252;rde sich in gro&#223;em Stil auf eine so leicht ad absurdum zu f&#252;hrende L&#246;sung verlassen, er w&#252;rde ja geradezu seinen Kopf riskieren, da der Lauschmechanismus sehr rasch &#246;ffentlich bekannt w&#252;rde.</p>
<p>Grund zur Entwarnung ist das allerdings nur kurzfristig. Denn theoretisch lie&#223;e sich dieser Effekt durch eine reine Aufnahmefunktion im Hintergrund umgehen. Diese Funktion w&#252;rde dann bei vermeintlich ausgeschaltetem Handy erst einmal nur alle Umgebungsger&#228;usche aufzeichnen. Das als Sounddatei abgespeicherte Ergebnis w&#252;rde dann erst bei wieder eingeschaltetem Handy im Hintergrund als komprimierte Datei via GPRS oder UMTS in etlichen kleinen Portionen &#252;bertragen. Der Betroffene h&#228;tte hier keine Chance mehr, verd&#228;chtige St&#246;rger&#228;usche in Radios usw. durch Funk&#252;bertragungen auszumachen.  Doch auch hier lauern wieder viele Herausforderungen: Damit der betroffene Kunde beim Blick auf seine Handyrechnung sich nicht &#252;ber hohe Daten&#252;bertragungskosten wundert, m&#252;ssten Staat und Netzbetreiber hier enger zusammenarbeiten als ich mir das bis vor kurzem noch vorstellen konnte.</p>
<p>Weitere Brisanz bringen k&#252;nftig Firmware-Updates over the air. Insider best&#228;tigen, dass beispielsweise in den USA Firmware-Updates auch ohne Zustimmung und Wissen des Handynutzers erfolgen k&#246;nnen, da der Nutzer hier h&#228;ufig nicht Eigent&#252;mer, sondern nur Leinehmer der Hardware ist. Und in solchen Szenarien ist ein heimliches Installieren von Lauschcode nat&#252;rlich &#252;berhaupt kein Problem mehr. Generell l&#228;sst sich beobachten: Betriebssystem-Updates via Internet, egal ob drahtgebunden oder via Festnetz, greifen immer st&#228;rker in die beim Endkunden laufenden Systeme ein &#8211; bis hin zum ungefragten Reboot mit Datenverlust in browserbasierten Anwendungen, wie ihn der gesch&#228;tzte Kollege Peter F. Meyer aus &#214;sterreich <a href="http://www.telekom-presse.at/services/meinung_29351.html" title="beklagt" target="_blank">beklagt</a>.</p>
<p>Nachtrag: Die ganze Chose erinnert mich an eine am&#252;sante Geschichte aus dem Jahr 2002, als die Frankfurter Rundschau Folgendes berichtete:</p>
<p><em><font face="Arial,Helvetica" size="2"><strong>&#8220;Bei der Telefon&#252;berwachung in  Deutschland hat es eine schwerwiegende Panne gegeben. Aus Telefonrechnungen war  zu schlie&#223;en, dass Anschl&#252;sse abgeh&#246;rt wurden. Die Belauschten wurden daf&#252;r  sogar zur Kasse gebeten.</strong></font></em></p>
<p><em><font face="Arial,Helvetica" size="2">BERLIN, 30. Oktober. Die Computerpanne bei  einem Telekommunikations-Unternehmen macht den deutschen Sicherheitsbeh&#246;rden zu  schaffen. Verd&#228;chtige, deren Telefon abgeh&#246;rt wurde, erhielten vom  Mobilfunk-Anbieter O2 im Monat Oktober ungew&#246;hnliche Rechnungen. Sie enthielten  zahlreiche &#8220;abgehende Mailbox-Verbindungen&#8221; zu der immer gleichen  Festnetz-Rufnummer. Wer sie w&#228;hlt, h&#246;rt den Satz: &#8220;Sie sind leider f&#252;r diesen  Anruf nicht berechtigt.&#8221; Denn es handelt sich um eine Nummer, &#252;ber die die  Sicherheitsbeh&#246;rden belauschte Gespr&#228;che aufzeichnen. Die Betr&#228;ge f&#252;r diese  angeblichen Verbindungen wurden den Abgeh&#246;rten in Rechnung gestellt.&#8221;</font></em></p>
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		<title>Flexispy: &#8220;Malware von F-Secure entfernen&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 19:59:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Flexispy]]></category>
		<category><![CDATA[Handy]]></category>
		<category><![CDATA[Spyware]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich lege das jetzt mal unter Satire ab, da pa&#223;t es wohl am besten hin: Der Hersteller des bekannten Handy-Trojaners Flexispy bezeichnet den mobilen Virenscanner von F-Secure als "Malware", und, noch am&#252;santer, stellt auf seiner Homepage eine detaillierte Anleitung zum Entfernen des Scanners bereit. Hintergrund: F-Secure hatte Flexispy als Malware kategorisiert und die entsprechende ...]]></description>
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<p class="wp-flattr-button"></p><p>Ich lege das jetzt mal unter Satire ab, da pa&#223;t es wohl am besten hin: Der Hersteller des bekannten Handy-Trojaners Flexispy bezeichnet den mobilen Virenscanner von F-Secure als &#8220;Malware&#8221;, <a href="http://blog.jodeleit.de/?attachment_id=150" rel="attachment wp-att-150" title="den Spie&#223; umgedreht: “Deinstallieren Sie den Virenscanner, dann k&#246;nnen Sie unsere Spyware installieren…”"><img src="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2007/06/flexispy_f-secure.thumbnail.jpg" alt="Flexispy F-secure Thumbnail in "  /></a>und, noch am&#252;santer, stellt auf seiner Homepage eine detaillierte Anleitung zum Entfernen des Scanners bereit. Hintergrund: F-Secure hatte Flexispy als Malware kategorisiert und die entsprechende Signatur in ihren Virenscanner aufgenommen, damit das Lauschprogramm als Sch&#228;dling erkannt und entfernt wird. Der Spyware-Hersteller h&#228;lt nun dagegen: <em>&#8220;F Secure seem to think that its ok for them to interfere with legitimate, legal and accountable software. Who appointed them judge, jury and executioner anyway?&#8221; </em></p>
<p>Zudem k&#252;ndigt Vervata eine neue Version der Spyware an, die in der Lage sein soll, Telefongespr&#228;che zu belauschen. Die Bedrohung durch diese Handy-Spyware wird demnach immer gr&#246;&#223;er &#8211; wie jeder Nutzer aktueller Symbian-9-Handys das Vorhandensein von Flexispy &#252;berpr&#252;fen kann, hatte ich bereits <a href="http://blog.jodeleit.de/?p=123" title="beschrieben">beschrieben</a>.</p>
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		<title>Heute im TV: Spyware auf dem Handy</title>
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		<pubDate>Tue, 22 May 2007 17:48:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[TK & IT]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Flexispy]]></category>
		<category><![CDATA[Handy]]></category>
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		<description><![CDATA[Flexispy - eine Software, mit der man SMS und Anrufliste eines Symbian-Handys remote ausspionieren kann. Ein echter Handy-Trojaner. Darum  geht es heute Abend in "Akte 07" auf Sat.1. Ich habe mir anl&#228;sslich der Anfrage seitens Sat.1 das Programm mal angeschaut - es kann tats&#228;chlich alles, was der Hersteller verspricht, auch die &#228;u&#223;erst illegale ...]]></description>
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<p class="wp-flattr-button"></p><p>Flexispy &#8211; eine Software, mit der man SMS und Anrufliste eines Symbian-Handys remote ausspionieren kann. Ein echter Handy-Trojaner. Darum  geht es heute Abend in &#8220;Akte 07&#8243; auf Sat.1. Ich habe mir anl&#228;sslich der Anfrage seitens Sat.1 das Programm mal angeschaut &#8211; es kann tats&#228;chlich alles, was der Hersteller verspricht, auch die &#228;u&#223;erst illegale Lauschfunktion, mit der unbemerkt in den Raum geh&#246;rt werden kann, ist tats&#228;chlich Bestandteil des Schn&#252;ffelprogramms. Zwar hatte ich bei der Einrichtung einige Schwierigkeiten, aber mit einigen Tricks funktionierte es dann doch. Wer diese Funktion zum Belauschen anderer missbraucht, riskiert bis zu drei Jahre Haft.</p>
<p>Wie kann man sich davor sch&#252;tzen?</p>
<p>Flexispy ist darauf ausgelegt, m&#246;glichst unbemerkt und ohne Spuren auf Symbian-Handys zu arbeiten. Dennoch gibt es Anzeichen, die selbst ohne spezielle Antiviren-Software sichtbar sind. Das Programm hinterl&#228;sst beispielsweise Eintr&#228;ge im Symbian-Programm-Manager. Auf einem Symbian-9-Ger&#228;t sieht das Ganze unter System/Programm-Manager so aus wie abgebildet: &#8220;RBackupPro&#8221; hei&#223;t der fragliche Eintrag, der auf ein infiziertes Ger&#228;t hinweist. <a href="http://blog.jodeleit.de/?attachment_id=124" rel="attachment wp-att-124" title="Flexispy"><img src="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2007/05/flexispy.thumbnail.jpg" alt="Flexispy Thumbnail in "  /></a>Weitere Auff&#228;lligkeiten: Direkt nach dem Systemstart baut sich das Display mit dem Grundzustand nochmals neu auf, nachdem es bereits zu sehen war. Und, auch nicht ganz elegant, bei Ausf&#252;hren der Lauschfunktion schaltet sich kurzzeitig die Displaybeleuchtung ein. Jedoch ist dieses kurzzeitige Aufflackern des Displays eine Fehlfunktion, an der aufgrund sinnloser Bildschirmschoner und Animationen im Ruhezustand zahlreiche moderne Multimediahandys auch ohne installierte Spyware leiden.</p>
<p>F-Secure hat bereits <a href="http://www.f-secure.com/v-descs/flexispy_a.shtml" title="bekanntgegeben" target="_blank">bekanntgegeben</a>, dass deren Virenscanner f&#252;r Mobiltelefone Flexispy entfernen kann (Downloadlink f&#252;rs Handy, dort einfach direkt im Browser eingeben: <a href="http://phoneav.com" title="http://phoneav.com" target="_blank">http://phoneav.com</a>).</p>
<p>Ich bin gespannt, ob es bei meinem geplanten Besuch im F-Secure-Headquarter in Helsinki am Freitag neue Erkenntnisse zum Thema gibt.</p>
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