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	<title>Bernhard Jodeleit Blog &#187; Strategie</title>
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	<description>TK, IT, Medien</description>
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		<title>Social-Media-Ziele definieren und Erfolge messen</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 17:11:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
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Nachdem Ihre kommunikativen St&#228;rken und Schw&#228;chen auf dem Tisch liegen kann das Ziel nicht lauten: „Alle St&#228;rken weiter ausbauen, alle Schw&#228;chen ausr&#228;umen.“ Gehen Sie selektiv vor. Gleichen Sie die gefundenen St&#228;rken und Schw&#228;chen mit den Chancen und Risiken ab, die sich aus den Hebeleffekten des offenen Dialogs im Social Web ergeben k&#246;nnen.

Der folgende Text ist [...]]]></description>
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<p>Nachdem Ihre kommunikativen St&#228;rken und Schw&#228;chen auf dem Tisch liegen kann das Ziel nicht lauten: „Alle St&#228;rken weiter ausbauen, alle Schw&#228;chen ausr&#228;umen.“ Gehen Sie selektiv vor. Gleichen Sie die gefundenen St&#228;rken und Schw&#228;chen mit den Chancen und Risiken ab, die sich aus den Hebeleffekten des offenen Dialogs im Social Web ergeben k&#246;nnen.</p>
<p><a href="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2010/05/ziele_latest.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-988" src="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2010/05/ziele_latest.jpg" alt="Ziele Latest in " width="470" height="175" /></a></p>
<p><em>Der folgende Text ist ein Vorab-Auszug aus dem Mitte 2010 erscheinenden Buch </em><a href="http://blog.jodeleit.de/social-media-relations"><em>Social Media Relations</em></a><em>.</em></p>
<p>L&#228;ngst nicht alle, aber einige dieser Chancen und Risiken haben Sie in den Kapiteln 2 und 3 kennengelernt. Die Risiken haben Sie soweit wie m&#246;glich minimiert: Sie haben sich inzwischen sicherlich dazu entschlossen, im Social Web stets transparent und nicht unter falscher Identit&#228;t aufzutreten, Sie sind im Begriff, verbindliche Richtlinien f&#252;r alle Mitarbeiter zu verabschieden, die einen fairen und die Vertraulichkeit wahrenden Umgang gew&#228;hrleisten werden. Zudem haben Sie hoffentlich den Vorsatz gefasst, zuerst zuzuh&#246;ren und zu analysieren, erst dann im Social Web aktiv zu werden. Bei den Chancen empfehle ich selektives und serielles Vorgehen. Womit m&#246;chten Sie anfangen?</p>
<h3>Mit Social Media Relations erreichbare Ziele</h3>
<ul>
<li>Der Marke ein Gesicht geben</li>
<li>Arbeitgebermarke st&#228;rken und leichter hervorragende Kandidaten finden</li>
<li>Kreatives Potenzial f&#252;r neue Produkte und Prozesse sch&#246;pfen</li>
<li>ganz konkrete Marketingziele besser erreichen</li>
<li>Ihre klassische Medienarbeit erg&#228;nzen</li>
<li>Agenda Setting betreiben – Themen voranbringen</li>
<li>Personal Branding f&#252;r Experten im Unternehmen betreiben</li>
<li>Ihre Mitarbeiter motivieren und die interne Kommunikation verbessern</li>
</ul>
<p>Die Liste hat keinen Anspruch auf Vollst&#228;ndigkeit. Mein Vorschlag ist, dass Sie die hier aufgef&#252;hrten Punkte mit Ihren gefundenen St&#228;rken und Schw&#228;chen abgleichen, falls notwendig weitere Ziele einbringen und dann priorisieren. Seien Sie sich der Tatsache bewusst, dass es Sie und alle Anderen im Unternehmen &#252;berfordern w&#252;rde, Social Media und Social Networking als eierlegende Wollmilchsau quer durch alle Prozesse und unternehmerischen Ziele einzuf&#252;hren. Erstellen Sie einen Zeitplan mit Blick auf die einzelnen Ziele und betroffenen Abteilungen und Personen. Ich glaube, dass ein Zeitraum von zwei Jahren ein realistischer Rahmen ist, wenn Sie das Social Web in all seinen Facetten f&#252;r Ihr Unternehmen nutzbar machen m&#246;chten.</p>
<p>H&#228;ufiger denn je wird inzwischen die Messbarkeit des Erfolgs nach der Investition von Zeit und Geld in Social-Media-Aktivit&#228;ten diskutiert. Es reicht daher in vielen Konstellationen nicht mehr aus, einfach Ziele zu verfolgen  und den Erfolg nicht zu dokumentieren. Wenn Sie intern argumentieren und belegen m&#252;ssen, warum Ihre Social-Media-Aktivit&#228;ten nicht nur Spa&#223;, sondern auch messbare Ergebnisse bringen, so werden Sie es insbesondere in der Anfangsphase schwer haben. Nach einiger Zeit &#228;ndert sich das: Ich habe in der Praxis erlebt, dass Vertragsabschl&#252;sse einzig und allein auf Basis vorhergehender Social-Media-Aktivit&#228;ten zustandekamen. Sind Sie erst einmal auf einem Level angekommen, auf dem Sie dies von Ihren Investment ins Web 2.0 behaupten k&#246;nnen, dann werden Ihnen zuvor kritische Stimmen letztlich Recht geben. Bis dahin ist es jedoch ein langer und steiniger Weg, auf dem sich immer wieder die Frage stellt, wie sich der Erfolg von Web-2.0-Engagement belegen l&#228;sst. Aus meiner Sicht gibt es eine ganze Reihe von Faktoren, deren Auswertung ohne gro&#223;en Aufwand Aufschluss &#252;ber den Erfolg geben kann.</p>
<h3>Indikatoren f&#252;r die Erfolgsmessung von Social-Media-Aktivit&#228;ten</h3>
<ul>
<li>Reichweite (Fans, Followers) Ihrer unterschiedlichen Pr&#228;senzen in Social Networks, am besten qualitativ bewertet. Wie viele relevante Follower und Fans erreichen Sie?</li>
<li>Abonnenten: Welcher Anteil Ihrer Website- und insbesondere Blog-Besucher abonniert Ihre RSS-Feeds oder Ihren Newsletter?</li>
<li>Dialogintensit&#228;t und -tonalit&#228;t auf Ihrer eigenen Website (Corporate Blog) und den Au&#223;enposten, die Sie auf externen Plattformen unterhalten. Wie viele n&#252;tzliche, bereichernde Kommentare werden hinterlassen? Wer diskutiert mit Ihnen? Wie viele Multiplikatoren erreichen Sie?</li>
<li>Unique Visitors auf der Website und insbesondere auf dem Corporate Blog</li>
<li>Suchmaschinentreffer zu bestimmten, f&#252;r Ihr Unternehmen relevanten Keywords, die Sie in Ihrem Corporate Blog behandelt haben</li>
<li>Conversion Rate – wer kontaktiert Sie oder informiert sich n&#228;her &#252;ber Ihre Produkte und Dienstleistungen?</li>
</ul>
<p><a href="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2010/05/swix.png"><img src="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2010/05/swix-300x250.png" alt="Swix-300x250 in " width="300" height="250" /></a>Die Liste l&#228;sst sich sicherlich noch erweitern. Ein aktuell in der Betaphase kostenlos nutzbares und sehr schickes Tool zur Dokumentation einiger dieser Kennziffern ist das webbasierte Scoreboard Swix. Wichtig: Diese und &#228;hnliche Indikatoren sind kein Selbstzweck. Sie kommen nicht umhin, Ihre eigenen Ziele zu definieren. M&#246;chte Ihr Unternehmen mehr Initiativbewerbungen von High Potentials erhalten? Geht es Ihnen darum, Ihre Medienarbeit zu unterst&#252;tzen und mit Hilfe von Social Media mehr Clippings zu erzielen? M&#246;chten Sie, dass Ihre Marke und Ihre Produkte h&#228;ufiger positiv im Social Web erw&#228;hnt werden? Vermutlich haben Ihnen Ihre Beobachtungen im Rahmen Ihres Monitoring (Kapitel 6) bereits einige Ziele auf dem Silbertablett serviert. Sie werden Dialoge gesehen haben, bei denen Sie mit Ihrem Unternehmen eine Rolle h&#228;tten spielen, erw&#228;hnt werden k&#246;nnen. Sie werden Chancen erkannt haben, die Ihr Unternehmen bislang regelm&#228;&#223;ig verpasst. Schreiben Sie all diese Dinge auf Ihre Liste erstrebenswerter Ziele.</p>
<p><em>Wie immer bin ich auf Ihre Meinung zu diesem Auszug aus dem im Juni 2010 erscheinenden Buch Social Media Relations gespannt. Fehlen wichtige Ziele? Welche weitere Indikatoren zur Erfolgsmessung sehen Sie? Ich freue mich auf Kommentare hier im Blog und auf der <a href="http://www.facebook.com/#!/pages/Social-Media-Relations/316359590661?ref=ts">Facebook-Seite zum Buch</a>.</em></p>
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		<title>Mit verdeckten PR-Aktivit&#228;ten in den Abgrund</title>
		<link>http://blog.jodeleit.de/mit-verdeckten-pr-aktivitaeten-in-den-abgrund/</link>
		<comments>http://blog.jodeleit.de/mit-verdeckten-pr-aktivitaeten-in-den-abgrund/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 13:44:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Guerilla]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>

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		<description><![CDATA[

Immer wieder werden Unternehmen dabei ertappt, dass sie im Web keine Transparenz walten lassen. Es wird schmerzhaft und peinlich, wenn Kommunikationsprofis versuchen, die eigenen Zielgruppen an der Nase herumzuf&#252;hren. Das hat weder mit Public Relations noch mit Werbung etwas zu tun &#8211; eher mit Betrug.
Der folgende Text ist ein Vorab-Auszug aus dem Mitte 2010 erscheinenden [...]]]></description>
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<p>Immer wieder werden Unternehmen dabei ertappt, dass sie im Web keine Transparenz walten lassen. Es wird schmerzhaft und peinlich, wenn Kommunikationsprofis versuchen, die eigenen Zielgruppen an der Nase herumzuf&#252;hren. Das hat weder mit Public Relations noch mit Werbung etwas zu tun &#8211; eher mit Betrug.</p>
<div id="attachment_937" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2010/03/luege-latest.jpg"><img class="size-medium wp-image-937" src="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2010/03/luege-latest-300x110.jpg" alt="Luege-latest-300x110 in " width="300" height="110" /></a><p class="wp-caption-text">Lange Nase, kurze Beine - willkommen bei den Experten verdeckter PR (Foto: kallejipp, photocase)</p></div>
<p><em>Der folgende Text ist ein Vorab-Auszug aus dem Mitte 2010 erscheinenden Buch </em><a href="http://blog.jodeleit.de/social-media-relations"><em>Social Media Relations</em></a><em>.</em></p>
<p>Unter den bekannteren F&#228;llen: die Deutsche Bahn, die Marketingagenturen damit beauftragt hatte, fingierte positive Kundenmeinungen ins Netz zu stellen. Unter Anderem sind, wie der Deutsche PR-Rat DRPR im Rahmen einer Untersuchung festgestellt hat, im Jahr 2007 insgesamt 1,7 Millionen Euro an die Agentur European Public Policy Advisers (EPPA) geflossen, die mit diesem Budget verdeckte PR-Ma&#223;nahmen durchgef&#252;hrt hat. Es wurden laut DRPR Blogs und Internetforen beeinflusst, Leserbriefe geschrieben und beispielsweise eine gefakte Stra&#223;enumfrage auf YouTube eingestellt. Bei all diesen Ma&#223;nahmen sei der Auftraggeber nicht genannt worden. Im Web 2.0 seien systematisch fingierte Beitr&#228;ge ver&#246;ffentlicht und unter Anderem das Forum von SPIEGEL online unterwandert worden, um auf die eingestellten bahnfreundlichen Inhalte zu verweisen, stellt der PR-Rat in seinem Beschluss fest. Als der Vorgang aufflog, war eine &#246;ffentliche R&#252;ge des Deutschen PR-Rats f&#252;r die Bahn und die beteiligte Agentur die Folge. V&#246;llig zurecht, denn diese hatten grundlegende Codizes der Kommunikationsbranche verletzt, in denen Transparenz und Redlichkeit in der &#214;ffentlichkeitsarbeit gefordert werden, konkret den Code de Lisbonne und die DRPR-Richtlinie zur Kontaktpflege im politischen Raum.</p>
<h3>Mit Fake-Rezensionen auf Kundenfang</h3>
<p>Mir liegen Unterlagen vor, aus denen hervorgeht, dass nach wie vor Agenturen mit &#228;hnlichen Angeboten auf Kundenfang sind. Dabei wird angeboten, positive Nutzerrezensionen im Dutzend gegen Bezahlung ins Internet zu stellen. Ein klarer Versto&#223; gegen alle g&#228;ngigen Codizes, zu denen sich seri&#246;s arbeitende Public-Relations-Agenturen verpflichten. Zudem ist ein solches Vorgehen nicht mit dem Wettbewerbsrecht vereinbar. Ebenso werden von sogenannten Twitter-Spezialisten oder „Twit-Coaches“ Follower in Hunderterpacks verkauft. Andere Dienstleister bauen mit Spam-Methoden Twitter-Accounts auf und verkaufen sie dann weiter. Dabei kommt den dubiosen Anbietern entgegen, dass sich der Name eines Twitter-Accounts auch nachtr&#228;glich &#228;ndern l&#228;sst.</p>
<p>Solche Aktivit&#228;ten sind nicht nur unmoralisch und sch&#228;dlich f&#252;r die gesamte Kommunikationsbranche. Sie sind auch gef&#228;hrlich. Es ist ein wenig wie bei Steuerhinterziehung: Das Ganze kann funktionieren und unentdeckt bleiben, es kann aber auch ans Tageslicht kommen und dann ein Vielfaches der potenziellen Einsparung und Reichweite an Schaden und &#246;ffentlicher Schmach nach sich ziehen. Oder, wenn das Vorgehen allzu naiv war, auch Spott. So erging es dem IT-Hardwareanbieter Belkin: Ein Mitarbeiter des Unternehmens hatte auf der Amazon-Plattform „Mechanical Turk“, auf der Dienstleistungen ausgeschrieben werden k&#246;nnen, angeboten, f&#252;r jeweils ein positive F&#252;nf-Sterne-Rezension eines Produktes 65 Cent zu bezahlen. Die Reaktionen aus dem Social Web waren entsprechend h&#228;misch. Belkin-Chef Mark Reynoso entschloss sich zu einem &#246;ffentlichen Entschuldigungsschreiben. Doch selbst Medienunternehmen sind nicht vor peinlichen Fehlern durch die Verlockungen des Guerilla-Marketing gefeit: Anfang 2010 schlie&#223;lich machte das Onlinemarketing der S&#252;ddeutschen Zeitung Negativschlagzeilen. Der Chef der Abteilung hatte bei dem Schweizer Unternehmen Trigami bezahlte Blogbeitr&#228;ge &#252;ber die iPhone-Applikation der SZ in Auftrag gegeben. Als die Sache an die &#214;ffentlichkeit kam, war der Imageschaden immens. Gipfel der Angelegenheit war, dass die Onlineredaktion sich &#246;ffentlich von der Verfehlung ihrer eigenen Marketingabteilung distanzierte. Auf sueddeutsche.de hie&#223; es: „Die Redaktion der S&#252;ddeutschen Zeitung war &#252;ber die Trigami-Kampagne ebenso wenig informiert wie die Redaktion von sueddeutsche.de. Beide verurteilen den Versuch, &#252;ber bezahlte Blog-Eintr&#228;ge Werbung zu treiben.“</p>
<h3>Rezensionen zu f&#228;lschen ist verwerflich &#8211; und riskant</h3>
<p>Verdeckte Aktivit&#228;ten im Web 2.0 sind demnach nicht nur moralisch verwerflich, sie sind auch riskant.  Kundenrezensionen werden f&#252;r Unternehmen immer wichtiger, keine Frage. Doch diese Rezensionen zu f&#228;lschen, indem man sie selbst unter falscher Identit&#228;t abgibt, ist fatal. Wer so vorgeht, bringt nicht nur das eigene Unternehmen oder, bei Agenturen, den Kunden in gro&#223;e Gefahr. Er besch&#228;digt zugleich den gesamten Berufsstand der Public Relations. Die Gefahr des Entdecktwerdens ist nicht zu untersch&#228;tzen. Wer im Social Web unter falscher Identit&#228;t unterwegs ist muss umfangreiche technische Vorsichtsma&#223;nahmen treffen. Das beginnt bei der E-Mail-Adresse, die bei Anmeldung in Social Networks verwendet wird. W&#228;hrend ich diese Zeilen schreibe teste ich das Plugin Rapportive f&#252;r GoogleMail – was zur Folge hat, dass ich erkennen kann, in welchen Social Networks Sie registriert sind, wenn Sie mir eine E-Mail schreiben. Sie meinen, ich darf das nicht? Nun – wichtig ist, dass Sie wissen, dass Ihr Wettbewerb unter Umst&#228;nden mit solchen Werkzeugen arbeitet. Tools wie Flowtown oder Spokeo liefern ebenfalls detailliert Auskunft dar&#252;ber, wer wo registriert ist, und es gibt noch zahlreiche weitere Recherchedienste, manche bieten Sonderpreise f&#252;r Personaler. Und selbst ganz naiv vorgehende Menschen k&#246;nnten verdeckten Aktivit&#228;ten auf die Spur kommen: Wer sich hinrei&#223;en l&#228;sst, Facebook oder andere Social Networks Zugriff auf das eigene Adressbuch zu gew&#228;hren, der erh&#228;lt im Gegenzug ebenfalls fein s&#228;uberlich gelistet, welcher Mensch unter welcher E-Mail-Adresse und welchem Facebook-Namen registriert ist. Ich wei&#223; aus erster Hand, dass dabei schon mancher vereintlich geheime Spa&#223;-Account pl&#246;tzlich ans Licht der &#214;ffentlichkeit kam, mit entsprechenden R&#252;ckschlussm&#246;glichkeiten auf die Interessen des Inhabers. Peinlich. Haben Sie sich bei einem Social Network unter Ihrer t&#228;glich verwendeten E-Mail-Adresse registriert, ist es mit der Anonymit&#228;t also schon einmal vorbei. Doch nicht genug – auch Ihr Internetanschluss k&#246;nnte Sie verraten, wenn Sie vermeintlich inkonito aktiv sind. Zwar d&#252;rfen Firmen in Deutschland IP-Adressen nur noch wenige Tage lang zur akuten Gefahrenabwehr speichern, doch Sie sollten dennoch damit rechnen, dass jeder Schritt, den Sie im Internet gehen, Ihnen zugeordnet und noch lange Zeit sp&#228;ter nachvollzogen werden kann.</p>
<p>Nun gibt es, wie oben beschrieben, tats&#228;chlich Spezialdienstleister, die genug kriminelle Energie aufbringen, Ihnen ein Rundum-Sorglos-Paket f&#252;r gef&#228;lschte Rezensionen zu Ihren Produkten oder Dienstleistungen anzubieten. Sie bezeichnen sich gern als Agenturen f&#252;r Internet-Marketing oder -Promotion und geben sich einen professionellen, seri&#246;sen Anstrich. Logisch: Niemand verdient ausschlie&#223;lich mit gef&#228;lschten Rezensionen sein Geld, es handelt sich nur um eines neben mehreren anderen Produkten, die durchaus seri&#246;s sein k&#246;nnen. Lassen Sie sich nicht davon blenden und lassen Sie sich nicht auf Fake-Rezensionen ein, sonst k&#246;nnten Sie eine &#228;hnliche Bauchlandung erleben wie Deutsche Bahn &amp; Co. Deren damals zust&#228;ndiger Marketingchef Ralf Klein-B&#246;lting wurde nach den oben beschriebenen verdeckten PR-Aktionen entlassen und hat seitdem zus&#228;tzlich ein Google-Problem, das Sie leicht selbst nachvollziehen k&#246;nnen.</p>
<p>Wenn Kunden mich aufgrund negativer Bewertungen im Web ansprechen und um Rat fragen, so empfehle ich diesen Kunden in aller Regel, stillzuhalten oder aber, in schwerwiegenden F&#228;llen, den Kontakt zu den entsprechenden Rezensionsschreibern zu suchen, damit Ursachen gekl&#228;rt und erneute Entt&#228;uschungen vermieden werden k&#246;nnen. Niemals sollte der Rezensionsschreiber in irgendeiner Form unter Druck gesetzt werden, es sei denn, es handelt sich um eine b&#246;swillige falsche Tatsachenbehauptung. Aber Eines werde ich k&#252;nftig in Erw&#228;gung ziehen: Wenn ich im Web auf nachweislich gef&#228;lschte Rezensionen sto&#223;e oder mir wieder einmal ein Angebot oder eine Preisliste von Rezensionsf&#228;lschern auf den Tisch oder in den Posteingang flattert, so werde ich ernsthaft bedenken, das Ganze ans Licht der &#214;ffentlichkeit zu bringen.</p>
<p>Schlussfolgerungen lassen sich aus den vorgestellten beispielhaften F&#228;llen, die nur Spitzen gro&#223;er Eisberge sind, vor allem zwei ziehen: Zum Einen ist festzuhalten, dass im Web 2.0 durchaus Selbstreinigungskr&#228;fte vorhanden sind, die den Drahtziehern hinter unmoralischen Guerilla-Aktivit&#228;ten schnell brandgef&#228;hrlich werden. Zum Anderen kann jedem einmal ein Fehler unterlaufen, und sei es, weil ein neuer, ehrgeiziger Kollege insgeheim &#252;ber die Str&#228;nge schl&#228;gt. Daher ist es f&#252;r jedes Unternehmen ungemein wichtig, aktiv ein Netz von F&#252;rsprechern in Web 2.0 aufzubauen, auf das man sich im Krisenfall verlassen kann.</p>
<p>Links:</p>
<p><a href="http://www.pr-journal.de/images/stories/downloads/drpr_bahn_eppa_beschluss_090627.pdf">Beschluss des Deutschen Rats f&#252;r Public Relations DRPR zum Fall Deutsche Bahn<br />
</a><a href="http://www.drpr-online.de/statische/itemshowone.php4?id=6">Code de Lisbonne<br />
</a><a href="http://www.drpr-online.de/statische/itemshowone.php4?id=15">DRPR-Richtlinie zur Kontaktpflege im politischen Raum<br />
</a><a href="http://www.twittcc.com/Twitter-Followeraufbau.php">Follower kaufen beim &#8220;Twitcoach&#8221;<br />
</a><a href="http://www.belkin.com/pressroom/letter.html">Belkin entschuldigt sich f&#252;r Angebot bezahlter Rezensionen<br />
</a><a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/412/500676/text/">S&#252;ddeutsche Zeitung Online distanziert sich vom eigenen Marketing<br />
</a></p>
<p>Erw&#228;hnte Tools:</p>
<p><a href="http://www.rapportive.com/">Rapportive<br />
</a><a href="http://www.flowtown.com/">Flowtown<br />
</a><a href="http://www.spokeo.com">Spokeo</a></p>
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		<item>
		<title>Ein Pl&#228;doyer gegen den Dialog um jeden Preis</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 08:50:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Jodeleit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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		<category><![CDATA[Social Media Relations]]></category>
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		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[

Social Media ist Dialog, M&#228;rkte sind Gespr&#228;che. Ja, klar. Dass Online-Kommunikation und -Marketing zwangsl&#228;ufig dialogorientiert sein m&#252;ssen &#8211; es ist eine politisch korrekte Verallgemeinerung, an der man dank mir &#252;brigens viel zu missionarisch-eindimensionalem Cluetrain-Manifest eigentlich nichts auszusetzen haben darf. Eine anerkannte Weisheit, tausendfach gepostet, hoch und herunter diskutiert und demnach in Stein gemei&#223;elt.
M&#228;rkte sind Gespr&#228;che. [...]]]></description>
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<p>Social Media ist Dialog, M&#228;rkte sind Gespr&#228;che. Ja, klar. Dass Online-Kommunikation und -Marketing zwangsl&#228;ufig dialogorientiert sein m&#252;ssen &#8211; es ist eine politisch korrekte Verallgemeinerung, an der man dank mir &#252;brigens viel zu missionarisch-eindimensionalem Cluetrain-Manifest eigentlich nichts auszusetzen haben darf. Eine anerkannte Weisheit, tausendfach gepostet, hoch und herunter diskutiert und demnach in Stein gemei&#223;elt.</p>
<div id="attachment_804" class="wp-caption alignleft" style="width: 283px"><a href="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2009/11/photocase.com-©-JOEXX-ruhe.jpg"><img class="size-medium wp-image-804" src="http://blog.jodeleit.de/wp-content/uploads/2009/11/photocase.com-©-JOEXX-ruhe-273x300.jpg" alt="Photocase Com- -JOEXX-ruhe-273x300 in " width="273" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Gespr&#228;che ja, aber nicht um jeden Preis. Foto: photocase.com/JOEXX </p></div>
<p>M&#228;rkte sind Gespr&#228;che. Nein! Sind sie &#8211; oder eben auch nicht. M&#252;ssen prominente Fu&#223;ballspieler und Schauspieler wirklich online mit ihren Fans im Dialog stehen, um geh&#246;rt, geliebt und akzeptiert zu werden? Nein, das m&#252;ssen sie nicht! M&#252;ssen Guerilla-Marketeers ernsthaft in den Dialog mit Zielgruppen eintreten, um mit dubiosen Methoden Meinung im Web zu machen? Leider nicht. Muss die Onlineredaktion des ZDF &#8220;Wetten dass!&#8221;-begleitend twittern, damit die Sendung online diskutiert wird? Nat&#252;rlich nicht, nur wenige der &#8220;Wetten dass!&#8221;-Twitterer haben es &#252;berhaupt bemerkt. Und eine der erfolgreichsten Social-Media-Kampagnen &#252;berhaupt kann wohl die ARD f&#252;r sich verbuchen: &#220;ber nichts wird am Sonntagabend mehr getwittert als &#252;ber den &#8220;Tatort&#8221;. Einfach so. Ganz ohne dialogorientiere Social-Media-Arbeit. Social-Media-Erfolg ohne gezielte Social Media Relations, na so etwas!</p>
<p>Nein: Social Media und Dialogorientierung sind f&#252;r Unternehmen keine Pflicht. L&#228;ngst nicht alle M&#228;rkte sind Gespr&#228;che. Nicht immer sollten sich Marken direkt in den Dialog einmischen.</p>
<p>Zuviel Dialog wirkt aufgesetzt. Wer wird schon an der Supermarktkasse gerne bei jedem Einkauf gefragt: &#8220;Waren Sie zufrieden mit unserem Service&#8221;? Zuh&#246;ren und auf Anfragen reagieren &#8211; wichtig. Aber: Nein, es muss nicht &#252;ber jedes Thema im Web diskutiert werden. Nicht jeder Produktmanager und jeder Callcenter-Mitarbeiter muss den guten Namen seines Arbeit- oder Auftraggebers emsig mit pers&#246;nlichem Einsatz in Foren, Blogs und auf Twitter vertreten. Denn das wirkt leicht auch &#8211; bem&#252;ht. Oder gar: peinlich.</p>
<p>Manchmal ist es auch gut, das Social Web lediglich im ganz privaten Rahmen zu nutzen. Viele Menschen sind aus den unterschiedlichsten Gr&#252;nden gut beraten, im &#246;ffentlichen Web nicht zu exponiert aufzutreten und nicht die pers&#246;nliche Trennung Beruf/Privat komplett aufzuheben, denn die sprachlichen und strategischen Anforderungen sind hoch, will man sich dort nicht in die Nesseln setzen. Kollege Mirko Lange von talkabout communications hat es neulich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=S0TJYNMHQ_8" target="_blank">wunderbar auf den Punkt gebracht</a>.</p>
<p>Mir war diese Klarstellung einfach ein Anliegen, weil auf der H&#246;he des Twitter-Hype im Moment so viele von uns Kommunikationsberatern mit diesem bedeutungsschwangeren Gesichtsausdruck durch die Lande ziehen, jederzeit bereit, anzusetzen zu dieser furchtbar besserwisserischen Frage: &#8220;Was, Du twitterst noch nicht? Wie, Ihr macht noch nichts mit Social Media&#8221;?</p>
<p>Wenn dann doch die T&#252;rglocke l&#228;utet und er kommt, Sie angesichts Ihrer R&#252;ckst&#228;ndigkeit zur Rede stellt, der Twitter-Berater, &#8211; und er wird fr&#252;her oder sp&#228;ter kommen, wie die Zeugen Jehovas! &#8211; dann fragen Sie doch mal nach:</p>
<p>- Wie beurteilen Sie unser aktuelles Onlinemarketing?<br />
- Analysieren Sie doch mal eben unsere aktuelle PR-Strategie.<br />
- Warum sollten wir denn twittern?<br />
- Wer sollte in unserem Unternehmern twittern?<br />
- Wie f&#228;llt speziell in unserem Fall die Chancen-/Risikoabw&#228;gung aus?<br />
- Wie greifen Social Media und klassische Medienarbeit ineinander?<br />
- M&#252;ssen nicht Marketing/Werbung und PR bestens vernetzt sein?<br />
- Schlagen Sie mir jetzt Social Media Marketing oder Social Media Relations im Rahmen einer PR-Strategie vor?<br />
- Wie binden wir die Mitarbeiter ein, die bereits im Social Web aktiv sind?</p>
<p>Gerade die letzte Frage ist ganz zentral: Wie binden Sie Ihre eigenen Web-2.0-Heroes in die Social-Media-Strategie ein?</p>
<p>Denn bei all der Kritik am derzeitigen Hype ist eines ungemein wichtig: Sozial- und Networkingkompetenz bei Mitarbeitern ist online ein ebenso wertvolles, mitunter seltenes Gut wie offline. F&#246;rdern Sie gezielt die Mitarbeiter, die besondere Networking-/Sozialkompetenz im Social Web haben und beziehen Sie diese gezielt in Ihre Kommunikationsstrategie ein.</p>
<p>Und schaffen Sie die Voraussetzungen und Strukturen daf&#252;r, dass Online-Networking im Namen des Unternehmens nicht plan- und kopflos verl&#228;uft. Kommunikation wird in Zukunft eine viel breiter im Unternehmen verankerte Aufgabe als jemals zuvor. Gerade deshalb gilt: Der Social Media Manager oder aber der PR-Manager mit ausgepr&#228;gter Social-Media-Kompetenz ist innerhalb der Unternehmenskommunikation k&#252;nftig eine feste Gr&#246;&#223;e. Auch, oder gerade weil eben nicht alle M&#228;rkte Gespr&#228;che sind, aber alle Gespr&#228;che kompetent gef&#252;hrt werden sollten.</p>
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