Manchmal sind spontane Ideen die besten. Und weil ich sie weder kaputtrecherchieren noch darüber schlafen möchte, stelle ich sie hier einfach einmal zur Diskussion. Auslöser war heute eine 28jährige PR-Kollegin, über die ich irgendwo bei Twitter gestolpert bin. Ich hatte diese Person heute erstmals auf dem Radar und erinnere mich nicht einmal an ihren Twitter-Nutzernamen. Sie macht nebenberuflich etwas total Interessantes: Schreibt ein Buch. Nun ist das nichts Besonderes – Bücher schreiben viele, und dank neuer Kommunikationsmedien wie Twitter ist die Welt ja so klein geworden. Mit Petra A. Bauer (@writingwoman) kenne ich dank der kurzen Wege im Social Web eine Autorin, von der ich handsignierte Krimis – tolle Geschenke zu jeder Gelegenheit – beziehe und nebenbei ihren Autorinnenalltag verfolge, ebenso, wie ich dank Twitter neuerdings seit wenigen Tagen einen persönlichen Fitnesstrainer (@fitness_oli) habe – der meines Wissens ebenfalls Autor ist. Übrigens, Oli, heute Abend hat’s mit dem Feierabend-Laufen geklappt. Danke.
Doch erwähnte Kollegin schreibt nicht nur ein Buch, sondern sie veröffentlicht die neuen Kapitel jeweils nach Fertigstellung vorab in ihrem Blog. Das fand ich aufgrund der damit verbundenen Interaktivität interessant, auch wenn es den Fortsetzungsroman in der Tageszeitung schon seit langer Zeit gibt und dieser eher ein Auslaufmodell ist. Doch der ist ja auch nicht interaktiv!
Vielleicht spielte noch die Assoziation zu der Tatsache, dass Nicole Simon und viele andere Bücher über Twitter schreiben, eine gewisse Rolle. Sei’s drum, ich hatte heute Nachmittag die spontane Idee, ein Buch via Twitter zu schreiben. Gemeinsam mit allen, die mitmachen möchten. Wie das funktionieren könnte: Es würde ein zentraler Autoren-Account eingerichtet, der die Tweets aller Mitautoren entgegennähme. Die Timeline derjenigen, die dieser Twitter-Account verfolgt, ergäbe dann das Buch. Kein Sachbuch – eher ein Roman, eine spannende oder emotionsgeladene Geschichte. Für alle, die nicht so tief im Thema drinstecken: Das heißt nichts Anderes, als dass jeder, der dazu Lust hat, mit kurzen Texten in (Fast-) SMS-Länge (140 Zeichen) an einem Buch mitarbeiten dürfte. Völlig zwanglos.
Ich werfe diese Idee einfach mal in den Raum – und bin gespannt auf Kommentare.
(Foto: subjektiv | photocase.com)