Kostenlos telefonieren, ist das möglich? Eine Frage, die seit Jahren nicht aus der Mode kommt. Doch während das früher nicht wirklich funktionierte ist Gratistelefonie heute tatsächlich möglich: Angebote wie Peter zahlt beweisen dies. Der Anrufer gibt im Web seine eigene sowie die anzurufende Telefonnummer ein, wird kostenlos verbunden und schaut sich im Gegenzug Werbung auf dem PC-Bildschirm an – oder auch nicht. Ein Angebot, das vielleicht nicht gerade für Arbeitsalltag, Vertrauliches oder wichtige Telefonate geeignet, aber zumindest ganz originell ist.
Was jetzt die New York Times berichtet (via) und bei Thepudding.com ausprobiert werden kann zeigt jedoch wieder einmal, dass jede noch so abstruse Idee irgendwann tatsächlich gedacht und, schlimmer noch, auch noch umgesetzt wird: Was wäre wenn die Werbung, mit der die Gratistelefonie finanziert wird, sich auch noch am Gesprächsinhalt orientiert? Spracherkennungssoftware könnte den Inhalt analysieren, Software automatisch die passenden Anzeigen heraussuchen. Unterhält man sich über Computer, so sieht man Werbung für PC-Hardware – und so weiter.
Brisant, dass künftige Stufen der Vorratsdatenspeicherung, auf die sich mancher schon freut, sich rein theoretisch nicht mehr auf Verbindungsdaten beschränken, sondern anhand solcher Technologien auch gleich im gesprochenen Wort gefallene Schlüsselbegriffe umfassen könnten. Bemerkenswert ist auch, dass Pudding Media, wie der Anbieter heißt, lediglich die Funktionsweise von Google Mail aufs Telefonieren übersetzt hat. Es würde mich nicht wundern, wenn Google Pudding irgendwann frisst.